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Stellenabbau bei Swisscom: «Im schlimmsten Fall gibt es 700 Kündigungen»

Urs Schaeppi, CEO Swisscom (links) und Finanzchef Mario Rossi.
Urs Schaeppi, CEO Swisscom (links) und Finanzchef Mario Rossi.
Bild: KEYSTONE

Stellenabbau bei Swisscom: «Im schlimmsten Fall gibt es 700 Kündigungen»

04.02.2016, 07:4804.02.2016, 11:23

Die Swisscom hat im vergangenen Jahr eine Gewinneinbusse hinnehmen müssen. Beim grössten Schweizer Telekomkonzern schlug eine Busse der Eidg. Wettbewerbskommission (Weko) zu Buche, die den Gewinn um 186 Millionen Franken nach unten zog.

Um zu sparen, greift die Swisscom auch zu einem grösseren Stellenabbau. Den Abbau von 700 Stellen bei der Swisscom gibt es nur im schlimmsten Fall. «Im schlimmsten Fall gibt es 700 Kündigungen», sagte Swisscom-Finanzchef Mario Rossi am Donnerstag am Rande der Bilanzmedienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

«Wir werden alles tun, dass es nicht 700 Leute werden», sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi vor den Medien: «Wir werden die natürliche Fluktuation und Wiedereinstellungen nutzen. Von dem her sollte es ein einigermassen verträglicher Prozess sein.»

ADSL-Leitungen zu teuer vermietet

Die Swisscom soll bis im Jahre 2007 ihre ADSL-Leitungen zu teuer an die Konkurrenz vermietet haben. Dadurch hätten die Konkurrenten Sunrise, Green oder VTX zu wenig Gewinn machen können. Die Weko befand, dass die Swisscom ihre marktbeherrschende Position missbraucht habe und verdonnerte den Konzern zu einer happigen Busse.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte diesen Befund im Oktober grundsätzlich gestützt. Die Swisscom hält die Sanktion für nicht gerechtfertigt und will das Urteil vor Bundesgericht anfechten, hat aber dennoch eine Rückstellung für die Busse von 186 Millionen Franken gebildet.

Diese schlug auf das Resultat. Zudem hätten Preissenkungen für die Roamingtarife und Währungseinflüsse das Ergebnis nach unten gezogen, teilte die Swisscom am Donnerstag in einem Communiqué mit. (whr/sda)

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