Schweiz
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Bundesrat will Witwen und Witwer künftig gleich behandeln



Aufgrund der vermehrten Eingliederungsmassnahmen der IV sind verhältnismässig mehr Personen nach der IV-Anmeldung wirtschaftlich unabhängig. Gleichzeitig leben aber auch mehr Personen vier Jahre nach der IV-Anmeldung ohne IV-Rente und ohne existenzsicherndes Erwerbseinkommen. (Symbolbild)

Bild: sda

Mit der Volljährigkeit des jüngsten Kindes verliert ein Witwer in der Schweiz das Anrecht auf die Witwerrente, eine Witwe dagegen nicht. Diese Ungleichbehandlung haben die Strassburger Richter kürzlich kritisiert. Der Bundesrat will nun handeln.

Ein Forschungsprojekt zur Aktualisierung der wirtschaftlichen Situation von Witwen und Witwern sei derzeit in Arbeit, antwortete die Regierung in den vergangenen Wochen auf verschiedene hängige parlamentarische Vorstösse. Zudem begrüsst der Bundesrat einen Prüfbericht, mit dem aufgezeigt werden soll, wie der Missstand behoben werden kann.

Konkret fordert Nationalrätin Yvonne Feri (SP/AG) den Bundesrat mit einem Postulat auf, die Ungleichbehandlung von Witwen und Witwer in der AHV und der Unfallversicherung zu beheben. Gleichzeitig solle eine angemessene Existenzsicherung für Hinterbliebene unabhängig von ihren Familienmodellen und Lebensformen gewährleistet werden.

Der Bundesrat will diesen Bericht abwarten, bevor er konkrete Gesetzesänderungen anpackt. Motionen mit konkreten Vorschlägen erteilt er zurzeit eine Absage, wie er in am Donnerstag veröffentlichten Antworten auf Vorstösse schreibt. (aeg/sda)

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