DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gefälschte Schweizer Produkte aus China vernichtet

1 / 11
Gefälschte Schweizer Produkte aus China vernichtet
quelle: keystone / magali girardin
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Hausierer boten gefälschte Schweizer Produkte aus China an, jetzt hat der Zoll den Ramsch vernichtet



Der Schweizer Zoll hat am Dienstag in Thônex GE eine Tonne Messer und Pfannen vernichtet. Bei der Ware handelte es sich um gefälschte Schweizer Produkte, die in China hergestellt worden waren.

Der ganze Ramsch sei dazu bestimmt gewesen, von Hausierern zu völlig überrissenen Preisen an den Mann respektive an die Frau gebracht zu werden, sagte Jérôme Coquoz, Chef der Genfer Zollkreisdirektion III. Die Preise lagen 30 bis 50 Mal über den Herstellungskosten. Ein Pfannenset, das im Ausland für 35 Euro erstanden wurde, wurde beispielsweise für 1700 Franken angeboten.

Gefährdung für die Gesundheit

Die Händler priesen der Kundschaft die Ware als Schweizer Qualitätsprodukt zu einem angeblich günstigen Preis an. Dabei handelte es sich bei dem vermeintlichen Schnäppchen in Tat und Wahrheit um eine Fälschung aus China zu einem extrem schlechten Preis-Leistungsverhältnis, wie Coquoz festhielt. Die Kunden zahlten aber nicht nur viel zu viel, sondern riskierten auch noch gesundheitliche Schäden, weil die Pfannen mit zweifelhaften Metalllegierungen beschichtet waren.

Die gefälschte Ware wurde hauptsächlich von Fahrenden aus Rumänien angeboten. Gemäss den bisherige Ermittlungen deckten sich die Strassenhändler vor allem in Belgien ein. Um die Ware in die Schweiz zu schmuggeln, verwendeten sie ausländische Fahrzeuge, die meist in Deutschland und Frankreich immatrikuliert waren.

Im vorliegenden Fall dauerte es fast zwei Jahre, bis die Zollfahnder den Betrügern auf die Schliche kamen, wie Michel Bachar, Sprecher des Genfer Zollkreises III, erklärte. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wird die Händler wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und gegen das Bundesgesetz zum Schutz öffentlicher Wappen bei der Justiz anzeigen. Sie riskieren zudem gesalzene Bussen wegen Verstössen gegen das Zollgesetz und das Mehrwertsteuergesetz. (whr/sda)

Kennst du schon die watson-App?

Über 150'000 Menschen nutzen bereits watson für die Hosentasche. Unsere App hat den «Best of Swiss Apps»-Award gewonnen und wurde unter «Beste Apps 2014» gelistet. Willst auch du mit watson auf frische Weise informiert sein? Hol dir jetzt die kostenlose App für iPhone/iPad und Android.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Schweiz zieht immer mehr Millionäre an – das steckt dahinter

In der Schweiz ist die Dichte an Millionärinnen und Millionären so hoch wie nirgends sonst. Viele sind schon da, aber es kommen immer mehr. Corona trägt dazu bei.

Seit Jahrzehnten ziehen Superreiche aus aller Welt in die Schweiz: Banken, Diskretion, Sicherheit und atemberaubende Kulisse sind einige Gründe dafür. Die Corona-Pandemie beflügelt nun den Run: «Die Pandemie löste einen Nachfrageboom nach Luxusimmobilien aus», berichtet die UBS. Die höchsten Quadratmeterpreise werden in der Gemeinde Cologny bei Genf erzielt. Dort kostet ein einziger Quadratmeter über 35'000 Franken.

Corona habe die Sehnsucht vieler nach einem sicheren Hafen verstärkt, glauben …

Artikel lesen
Link zum Artikel