DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Gute Nachrichten: Die Krankenkassenprämien dürften nur wenig steigen



Die Krankenkassenprämien in der Schweiz werden laut einer Prognose des Vergleichsdienstes Comparis im nächsten Jahr um weniger als 1 Prozent steigen. Zwar dürften die Kosten für versicherte Leistungen um 2 bis 3 Prozent zunehmen. Der Reservenabbau wirke aber dämpfend.

Eine Verordnungsänderung erlaube es den Krankenkassen, die Reserven von aktuell über 11 Milliarden Franken deutlich stärker als zuvor abzubauen, teilte Comparis am frühen Donnerstagmorgen mit. Allerdings weist der Vergleichsdienst darauf hin, dass die Corona-Pandemie Prognosen erschwert.

ZUR MELDUNG ZUR FORDERUNG DER KRANKENKASSEN, DIE MEDIKAMENTENPREISE NEU JAEHRLICH STATT WIE BISHER ALLE 3 JAHRE ZU UEBERPRUEFEN, STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, 6. OKTOBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Medikamente und eine Schweizer 200 Franken Banknote fotografiert am Donnerstag, 25. September 2014, in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Comparis rechnet mit einem geringen Prämienanstieg. Bild: KEYSTONE

Als Hauptursachen für den im Vergleich zu früheren Jahren gedämpften Kostenanstieg sieht Comparis mehrere Faktoren: die 2012 eingeführte Spitalfinanzierung, der wachsende Anteil der Grundversicherten mit alternativen Versicherungsmodellen, die tieferen Medikamentenpreise sowie den begrenzten Anteil an den Kosten der Alterspflege.

Welche Auswirkungen die vielen weiteren gesundheitspolitischen Reformen haben, sei dagegen noch nicht absehbar, sagte Comparis' Krankenkassen-Experte Felix Schneuwly. Er befürchte eher höhere Bürokratiekosten als eine weitere Kostendämpfung für versicherte medizinische Leistungen.

Und der Effekt der leeren Arztpraxen und Spitäler im Frühling 2020 wegen der Corona-Pandemie auf den Gesundheitszustand der Bevölkerung, auf die medizinische Versorgung sowie auf die langfristigen Nachwirkungen des Coronavirus (Long Covid) müsse erst noch genauer untersucht werden.

Fakt sei aber, dass die Prämien in der Grundversicherung 2022 nochmals deutlich weniger stark steigen dürften als die Gesundheitskosten. Viele Versicherte dürften sich auf eine Nullrunde, einige gar auf leicht tiefere Krankenkassenprämien freuen, so Schneuwly weiter. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

19 Gesundheitstipps vom schlechtesten Arzt der Welt

1 / 21
19 Gesundheitstipps vom schlechtesten Arzt der Welt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Emily und die Krankenkassen-Probleme

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Bittere Realität»: Nationalrat beschliesst Frauen-Rentenalter 65

Das Rentenalter für Frauen wird auf 65 Jahre erhöht. So hat es nach dem Ständerat auch der Nationalrat beschlossen, gegen den Widerstand der Linken. Einen Antrag von SP und Grünen, für Frauen beim Rentenalter 64 zu bleiben, hat er mit 124 zu 69 Stimmen abgelehnt.

Mit dem höheren Frauen-Rentenalter werden die Frauen nach Berechnungen des Bundes rund 10 Milliarden Franken zur Finanzierung der AHV beitragen, in den zehn Jahren nach dem Inkrafttreten der Vorlage. SVP, Mitte, FDP und GLP stellen sich …

Artikel lesen
Link zum Artikel