Schweiz
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In der Schweiz gibt es 438'000 Millionäre – und sie werden immer reicher



Die Reichen haben vor der Coronakrise trotz Konjunktureintrübung und internationaler Handelskonflikte weltweit mehr Vermögen angehäuft. Auch in der Schweiz gab es 2019 mehr Millionäre als im Jahr zuvor.

Vor allem gestiegene Aktienkurse trieben das Vermögen der Dollar-Millionäre weltweit 2019 gegenüber dem Vorjahr um 8.6 Prozent auf insgesamt 74 Billionen US-Dollar, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht. Im Jahr 2018 hatten Verluste an den Börsen noch für einen leichten Rückgang gesorgt.

Frauen, die mit Geld um sich werfen.

In der Schweiz gab es 2019 mehr Millionäre als im Jahr zuvor. Bild: shutterstock.com

Zugleich gewann der Club der Reichen mehr Mitglieder. Rund um den Globus gab es den Angaben zufolge 19.6 Millionen Menschen, die über ein anlagefähiges Vermögen von mehr als einer Million Dollar verfügten. Das waren 8.8 Prozent mehr als im Jahr 2018.

An der Spitze stehen die USA, gefolgt von Japan, Deutschland und China. Diese Länder stehen zusammen für nahezu 62 Prozent der Vermögenden weltweit.

Die Schweiz nimmt in dieser Aufstellung den siebten Rang ein. Die Zahl der Millionäre stieg hierzulande um 13.9 Prozent auf 438'000. Ihr Gesamtvermögen stieg um 14.1 Prozent.

Folgen von Corona noch nicht abschätzbar

Die Folgen der Covid-19-Pandemie, welche die Weltwirtschaft nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in eine beispiellose Krise stürzt, sind Capgemini zufolge aktuell schwer abzusehen.

Das Beratungsunternehmen schätzt den Rückgang des globalen Vermögens der Reichen zum Stichtag Ende April 2020 im Vergleich zu Ende Dezember 2019 auf 6 bis 8 Prozent. Ein Teil der Verluste sei durch die jüngste Erholung an den Börsen allerdings wieder aufgeholt worden.

Capgemini berücksichtigt bei dem jährlich erstellten «World Wealth Report» Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments, Bargeld sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden. (sda/awp/dpa)

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 10.07.2020 05:48
    Highlight Highlight Ich warte schon lange auf den Tag, an dem die Medien den seit Jahren andauernden Aufschwung des Aktienmarktes mit gleicher Vehemenz kommentieren wie dann, wenn er kurzfristig „abstürzt“. Ich frage mich: Ist das Schlechtreden des Aktienmarktes eine Strategie der Linken und der Banken? Sollte man den Leuten nicht schon in der Schule die Funktion des Eigenkapitals erklären? Wollen wir wirklich, dass sich immer mehr Superreiche unsere Aktiengesellschaften unter den Nagel reissen.
  • ETH1995 09.07.2020 14:28
    Highlight Highlight Ab wann ist frau/mann denn Millionär? EFH für 1.2 Mio mit Hypothek von 600000 CHF.. reicht das?
  • Christian Mueller (1) 09.07.2020 10:59
    Highlight Highlight Erbschaftssteuer endlich wieder einführen: Liberal und fair!
  • beaetel 09.07.2020 10:52
    Highlight Highlight Dank Progression bezahlen Reiche in der Schweiz viel Einkommenssteuer. Die Vermögenssteuer dagegen ist minimal gestaltet. Erbschaftsteuer Fehlanzeige und Transaktionssteuer an der Börse marginal. Dividenden werden, wenn ich mich nicht irre, gnädiger als Einkommen behandelt. Es ist klar, dass ein Geldmillionär einen viel grösseren Anlagehebel besitzt, als ein armer Schlucker der 100 % arbeitet und mit 5000.- eine Familie durchbringen muss. Seit den 80ern wird mehr Kohle über die Börse gemacht, als in der Realwirtschaft verdient. Reiche können ihr Geld arbeiten lassen - Arme können das nicht.
    • bebby 09.07.2020 16:16
      Highlight Highlight Dividenden werden nur dann privilegiert behandelt, wenn man einen nennenswerten Anteil besitzt. Die Vermögensteuer liegt rel. bald über der Kontoverzinsung, wenn man das Geld im Privatvermögen hält. So richtig günstig wird es dann, wenn über Stiftungen, Holdings und Trusts operiert. Fazit: Beim oberen Mittelstand wird schon zugelangt, aber nicht bei den Herrlibergern. Man ist jemand oder bezieht Lohn, das war schon immer so.
  • Flexon 09.07.2020 10:36
    Highlight Highlight Finde es echt ungerecht, dass manche mehr Glück haben als andere. Ich will dass alle gleich unglücklich sind.
    • Flexon 09.07.2020 11:00
      Highlight Highlight Hier gehts sonst zum Ironie-Lehrgang ⤵️

      https://www.sofatutor.ch/deutsch/videos/ironie
    • Cirrum 09.07.2020 11:11
      Highlight Highlight Glück hat nichts mit Geld zu tun sondern mit deiner Einstellung.
    • Flexon 09.07.2020 17:11
      Highlight Highlight @Cirrum
      Nein. Glück hat mit Glück zu tun. Die "richtige" Einstellung ist für jede/n etwas anderes und manche finden sie nie, obwohl sie sich Mühe geben. Deshalb: Glück ist Glück.
  • Borki 09.07.2020 10:07
    Highlight Highlight Vermögenssteuern etwas rauf, Einkommenssteuern etwas runter!
  • Makatitom 09.07.2020 10:03
    Highlight Highlight Reichtumssteuer jetzt! Jeder Franken der ein Vermögen von 50 Millionen übersteigt, und zwar egal in welcher Form (Aktien, Immobilien etc.) soll mit 2 bis 5 Rappen besteuert werden
  • Snowy 09.07.2020 10:00
    Highlight Highlight Mag es jedem gönnen, der durch harte Arbeit reich wurde.
    Diejenigen sind meist auch nicht gegen diese Punkte:

    1) Taugliche Erbschaftssteuer

    2) Moderat höhere Steuern auf Finanztransaktionen und Gewinne

    3) Schliessung von Steuerschlupflöchern
    • Borki 09.07.2020 11:57
      Highlight Highlight Absolut einverstanden. Wobei das mit der Finanztransaktionssteuer halt schon etwas ist, dass international koordiniert eingeführt werden müsste. Und da sehe ich schwarz.

      Bei allen anderen Punkten hätten aber wir Wähler und Stimmbürger es direkt in der Hand.
    • Flexon 09.07.2020 12:17
      Highlight Highlight Die Erbschaftssteuer müsste auch international koordiniert werden. Wenn jemand 100 Mio vererbt, macht er/sie das sicher nicht im Land mit der hohen Erbschaftssteuer. Aber bin auch dafür.
  • Kronrod 09.07.2020 09:22
    Highlight Highlight Wiedermal ein reisserischer Titel, der im Text dann gleich widerlegt wird.

    Im Titel steht, es gibt 438'000 Millionäre und diese würden immer reicher. Im Text steht:

    "Die Zahl der Millionäre stieg hierzulande um 13.9 Prozent auf 438'000. Ihr Gesamtvermögen stieg um 14.1 Prozent."

    Das bedeutet, dass der durchschnittliche Schweizer Millionär nur um 0.2% reicher geworden ist (14.1 - 13.9). Das liegt im Bereich der Messgenauigkeit. Korrekt müsste der Titel also heissen:

    "In der Schweiz gibt es 438'000 Millionäre – und sie sind gleich reich wie im Vorjahr."

    • MrBlack 09.07.2020 12:03
      Highlight Highlight Ich gehe nicht davon aus, dass der durschnittliche Neumillionär ein gleich hohes Vermögen hat, wie der durchsnittliche Millionär. Deshalb kann man die beiden Zahlen nicht einfach voneinander subtrahieren.

      Es könnte z.B. sein, dass das Vermögen jedes Millionärs&NeuMillionärs im Schnitt 14 Prozent gestiegen ist & und durch diesen Anstieg, die Anzahl der Neumillionäre auch um ca 14 % stieg.
    • Kronrod 09.07.2020 15:33
      Highlight Highlight @MrBlack: ja, es könnte sein, dass der Titel stimmt, wenn man so rechnet und nicht zu viele alte Millionäre ihr Geld verloren haben. Es könnte aber auch sein, dass die Millionäre vom letzten Jahr ärmer geworden sind und einfach durch neue Millionäre abgelöst. Dann müsste der Titel nochmal anders lauten. Das alles geht aber aus dem Artikel nicht hervor, und deshalb hält der Artikel nicht, was der Titel verspricht.
  • lilie 09.07.2020 08:53
    Highlight Highlight Die Eigenheimbesitzer wurden nicht berücksichtigt? Warum? Da wäre der Anteil der Millionäre in der Schweizer bestimmt locker doppelt so gross.
    • Thorium 09.07.2020 09:47
      Highlight Highlight Wieso nochmals wollten wir die Erbschaftssteuer nicht einführen?
    • lilie 09.07.2020 09:55
      Highlight Highlight @Thorium: Ich hoffe, weil darunter der Mittelstand leidet und die Reichen profitieren?
    • Brasser 09.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Weil wir dann das geerbte Haus oder KMU verkaufen müssten, um die Steuern bezahlen zu können?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wellenrit 09.07.2020 08:24
    Highlight Highlight Bitte führt eine reichensteuer und eine digital steuer ein 🤦 biiiiiiitte. wer gut verdient soll auch einen Beitrag zur Gesellschaft leisten! Digitale unternehmen generieren Geld in diversen Ländern und Zahlen jedoch keine steuern! jedem Kleinunternehmen der hier produziert oder ein eigenes Lokal betreibt muss steuern zahlen! Großkonzerne entziehen sich dem!
    • Cirrum 09.07.2020 11:15
      Highlight Highlight Genau. Vorallem, weil die Meisten Reichen es nicht verdient, sondern geerbt haben.
      Zudem basiert der Reichtum auf Ausbeutung wehrloser, armer Menschen. Es kann doch nicht sein, dass auf der einen Seite Menschen verhungern und auf der anderen Seite Menschen nicht wissen, wohin mit dem Geld.
    • lilie 09.07.2020 20:13
      Highlight Highlight Die reichsten 10% in der Schweiz bezahlen 50% der Einkommenssteuern. Bei der Vermögenssteuer ist der Anteil noch grösser.

      Zudem tragen Grossverdiener den Löwenanteil der AHV, da die Rentenauszahlungen zwar gedeckelt sind, die Beiträge aber nicht:

      https://www.srf.ch/news/wirtschaft/steuern-und-abgaben-schweiz-einen-grossteil-unseres-wohlstands-bezahlen-die-reichen

      Auch der Rest der Sozialwerke wird von Grossverdiener getragen, die aber in der Regel nie Anspruch darauf erheben können (z.B. Sozialhilfe).

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