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Rojavas ungewisse Zukunft – was in Syrien passiert ist

Die Lage in Syrien und Rojava. Im Vordergrund sind zwei Soldat*innen der kurdischen Frauenverteidigungseinheiten YPJ zu sehen.
Bild: watson/keystone/getty/reuters

Rojavas ungewisse Zukunft – was in Syrien passiert ist

Im Januar hat die syrische Übergangsregierung die selbstverwalteten kurdischen Gebiete in Nordostsyrien angegriffen. Die Selbstverwaltung gilt seit über einem Jahrzehnt als Vorbild für ein demokratisches Syrien – jetzt steht die Revolution in Rojava auf Messers Schneide.
03.02.2026, 17:4203.02.2026, 17:42

Am Freitagmorgen hat die Selbstverwaltung Nordostsyriens (DAANES) in einer Mitteilung bekannt gegeben, dass ein Abkommen mit der syrischen Übergangsregierung (STG) unterzeichnet wurde. Der Vertrag sieht nebst einer sofortigen Waffenruhe auch den Abzug der Truppen beider Seiten von der Front vor.

In einem nächsten Schritt soll dann die Administration der kurdischen Selbstverwaltung in den syrischen Staat integriert werden. Die Syrian Democratic Forces (SDF) werden Teil der syrischen Armee, mit einer eigenen Division, die aus drei Brigaden besteht. Gleichzeitig werden alle Gefängnisse, die vor allem für IS-Mitglieder genutzt werden, sowie die Öl- und Gasfelder an Damaskus übergeben.

Das Abkommen folgt auf wochenlange Angriffe der syrischen Übergangsregierung auf die Selbstverwaltung in Nordostsyrien. Innerhalb kürzester Zeit rückten die Einheiten der STG und der von der Türkei unterstützten Hay'at Tahrir al-Sham (HTS) bis kurz vor die Grenzstadt Kobane vor. Dort kappten sie die Strom- und Wasserversorgung und begannen mit der wochenlangen Belagerung der Stadt.

Kämpferin der Frauenverteidigungseinheiten YPJ im Kampf gegen den IS in der Stadt Kobane im Dezember 2014.
Kämpferin der Frauenverteidigungseinheiten YPJ während des Kampfes gegen den IS in der Stadt Kobane im Dezember 2014.Bild: getty

Die Situation erinnert an den Herbst 2014, als die Stadt Kobane bereits einmal während eines halben Jahres vom Islamischen Staat (IS) umzingelt wurde. Damals konnten die kurdisch geführten Verteidigungseinheiten der YPG und YPJ zusammen mit der Unterstützung ihrer Verbündeten den IS erfolgreich zurückdrängen.

Wie also kommt es dazu, dass die einst verbündeten Staaten heute tatenlos bleiben, während die Übergangsregierung innerhalb weniger Tage über 80 Prozent des Gebiets von Rojava einnimmt?

Legende

Autonome Gebiete Nordostsyriens

Von der Türkei besetzt

Syrische Übergangsregierung

Islamischer Staat

Von Israel besetzt

Ausbruch des Bürgerkriegs

Im Frühling 2011 bricht in Syrien im Zuge des Arabischen Frühlings ein Bürgerkrieg aus. Auslöser ist die gewaltsame Niederschlagung der Massenproteste gegen das Assad-Regime.

März 2011

Die Assad-Regierung kann den Zentralstaat nicht zusammenzuhalten und zieht die Armee aus den Gebieten im Nordosten ab.

Kurdische Autonomie im Norden

Die Kurdinnen und Kurden rücken schnell in das entstandene Machtvakuum vor und errichten lokale Verteidigungskräfte, zivile Räte sowie Verwaltungsstrukturen. Nach und nach bauen sie die autonome Region auf, die als Rojava (kurdisch: Kurmanji für Westen) bekannt wird.

Ausbreitung des Islamischen Staats

Gleichzeitig breitet sich im Chaos des Bürgerkriegs der selbsternannte Islamische Staat (IS) in ganz Syrien aus und führt einen brutalen Krieg gegen die Selbstverwaltung.

Der Kampf um Kobane

Bis im Herbst 2014 breitet sich der «IS» bis kurz vor die Stadt Kobane nahe der türkischen Grenze aus. Dort gelingt den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG und YPJ sowie den damals verbündeten US-Streitkräften ein zentraler Sieg gegen den «IS».

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane.

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 18.11.2014

Quelle: Anadolu / Getty

Die Befreiung Kobanes

Die Stadt gilt seit dem 26. Januar 2015 als befreit. Der IS wird im Zuge der Niederlage in Kobane immer weiter von den Volksverteidigungseinheiten und ihren Verbündeten zurückgedrängt.

26. Januar 2015

Bis Dezember 2015 können die kurdischen Verteidigungskräfte den IS fast vollständig aus den Gebieten im Norden verdrängen.

Etablierung der Selbstverwaltung Rojava

Im Frühjahr 2016 wird die Demokratische Selbstverwaltung von Nordostsyrien (DAANES) offiziell ausgerufen.

17. März 2016

Unter Beschuss

Die Selbstverwaltung wird weder vom Assad-Regime noch von der Türkei oder den USA als legitim betrachtet und immer wieder angegriffen.

Offensive der Türkei

Im August 2016 startet der türkische Staat eine Grossoffensive in Nordsyrien, die bis März 2017 dauern wird. Die Angriffe richten sich offiziell primär gegen den IS, doch das erklärte Ziel ist die Besetzung der Gebiete unter kurdischer Selbstverwaltung in Manbidsch.

24. August 2016 – 29. März 2017

Türkische Besatzung

Die türkische Militäroffensive in Manbidsch ist zwar nicht erfolgreich, doch die Türkei hält die Gebiete zwischen dem Euphrat und der Stadt Azaz bis Januar 2026 besetzt.

Der Kampf um Raqqa

Im Juni 2017 startet die SDF eine Grossoperation zur Rückeroberung von Raqqa. Die Stadt gilt als Hauptstadt des Islamischen Staats und als letzte grosse Ortschaft unter IS-Kontrolle in Syrien.

6. Juni 2017

Rauch steigt über dem Stadion in Raqqa auf

Datum: 01.10.2017

Quelle: Reuters

Der Sieg in Raqqa

Das Stadion in Raqqa ist die letzte Position des IS in der Stadt. Im Oktober 2017 gelingt es der SDF, die Stadt vollständig zurückzuerobern.

17. Oktober 2017

SDF Kämpferinnen und Kämpfer der Volksverteidigungseinheiten YPJ und YPG feiern die Befreiung von Raqqa.

Datum: 17.10.2017

Quelle: Reuters

Angriffe auf Afrin

Anfang 2018 beginnt die Türkei zusammen mit der SNA die Invasion von Afrin. Die Region ist seit 2012 Teil der Selbstverwaltung Nordostsyriens.

20. Januar - 24. März 2018

Innerhalb von zwei Monaten besetzt die Türkei das Gebiet komplett. Bei den Angriffen auf Afrin sterben über 500 Zivilistinnen und Zivilisten.

20. Januar - 24. März 2018

Sieg über den IS

Im Frühjahr 2019 gibt die SDF bekannt, alle Gebiete nordöstlich des Euphrats mit Luftunterstützung der us-geführten Koalition vom IS befreit zu haben.

März 2019

US-Rückzug

Im Oktober 2019 befiehlt US-Präsident Donald Trump den Abzug fast aller US-Truppen aus Syrien und beendet damit faktisch die militärische Unterstützung der Selbstverwaltung.

6. Oktober 2019

Grossangriff der Türkei

Nur drei Tage nach dem Abzug der US-Truppen beginnt die Türkei eine Grossoffensive gegen die Selbstverwaltung. Zusammen mit der Syrischen Nationalen Armee (SNA) bringt die türkische Armee innerhalb von rund zehn Tagen die Gebiete in den Gouvernements al-Hasaka und Raqqa unter ihre Kontrolle. Durch die Angriffe werden rund 100 Zivilisten getötet und 300'000 Menschen vertrieben. Die Türkei besetzt diese Gebiete bis ins Jahr 2026.

9.–17. Oktober 2019

Nach Attacken der türkischen Armee steigt Rauch von der Stadt Ras al-Ayn auf.

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 10.10.2019

Quelle: Keystone

Ein Abkommen mit Assad

Die Selbstverwaltung von Rojava unterzeichnet im Oktober 2019 ein Abkommen mit dem Assad-Regime. Die Kämpfe gegen die Regierungstruppen nehmen bis im März 2024 weitgehend ab. Hauptsächlich leistet die Selbstverwaltung Widerstand gegen Angriffe der Türkei.

Oktober 2019 bis März 2024

Sturz des Assad-Regimes

Nach jahrelangen Kämpfen gelingt der SNA und den HTS-Milizen mit Unterstützung der Türkei im Dezember 2024 der Sturz von Bashar al-Assad in Damaskus.

8. Dezember 2024

Der neue Machthaber

Die Übergangsregierung formiert sich um den HTS-Anführer und ehemaligen al-Qaida-Angehörigen Ahmed al-Sharaa.

Syrische Rebellen nahe dem Damaszener-Schwert in Damaskus.

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 08.12.2024

Quelle: Keystone

Unsichere Zukunft

Mit Ahmed al-Sharaa an der Macht ist die Lage für Rojava unklar. Doch die Tage nach dem Assad-Sturz haben den künftigen Kurs der Übergangsregierung zumindest angedeutet.

Im Dezember 2024 erreichen die islamistischen Rebellen der HTS und Syrian National Army (SNA) die Hauptstadt Damaskus. Das Assad-Regime wird von der Übergangsregierung von Ahmed al-Sharaa, auch bekannt unter seinem «nom de guerre» Mohammad al-Jolani, abgelöst.

Anfangs war die Unsicherheit, was der Machtwechsel bedeuten würde, gross. Zwar ist mit Bashar al-Assad ein erklärter Gegner der Selbstverwaltung von der Bildfläche verschwunden, doch wurde er in al-Sharaa durch ein ehemaliges Al-Qaida-Mitglied ersetzt. Wenige Monate nach dem Sturz von Assad sah es noch nach einem diplomatischen Frieden in Syrien aus.

Am 10. März kam es zu einem Abkommen zwischen der SDF und der Übergangsregierung, und die Selbstverwaltung konnte weiterhin auf Unterstützung der USA zählen. Doch schnell gab es Anzeichen dafür, dass die westliche Allianz mit den Menschen Rojavas bröckelt und eine Koexistenz nicht der Plan des neuen Herrschers in Damaskus ist.

Bis Mitte letzten Jahres wurden fast alle internationalen Sanktionen aufgehoben und al-Sharaa kurz vor seinem Staatsbesuch in Washington von der Terrorliste gestrichen. Kurzerhand wurde Syrien dann auch in die internationale Anti-IS-Koalition aufgenommen, trotz der bekannten Nähe von al-Sharaa zum IS. (2011 entsandte der damalige IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi al-Sharaa nach Syrien, um die al-Nusra-Front, einen Al-Qaida-Ableger, zu gründen.) Al-Sharaa gelang so innerhalb weniger Monate eine politische Transformation vom gesuchten Terroristen zum diplomatisch akzeptierten Staatsmann.

Ein unerfülltes Versprechen

Das Abkommen vom 10. März wurde von beiden Seiten als positiv dargestellt, aber nie final umgesetzt. Gerade die Integration der SDF in die syrische Armee sowie der Umfang der Autonomie der Selbstverwaltung blieben ungeklärt. Die Verhandlungen gingen bis am 4. Januar dieses Jahres weiter, als ein Minister der Übergangsregierung die Verhandlungen plötzlich einstellte, wie drei kurdische Vertreter gegenüber Reuters berichteten.

Wenige Tage später kam es in Paris zu einem von den USA vermittelten Treffen zwischen Regierungsvertretern Israels und Syriens über ein Sicherheitsabkommen. Was genau beim Treffen besprochen wurde, ist unklar, doch wurde der syrischen Übergangsregierung offensichtlich die Zustimmung zur Militäroffensive gegen Rojava gegeben.

Denn am 9. Januar, während die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Treffen mit al-Sharaa in Damaskus der Übergangsregierung 620 Millionen Euro an Unterstützung zusicherte, wurden 350 Kilometer weiter nördlich in Aleppo kurdische Viertel durch die syrische Armee angegriffen.

Legende

Autonome Gebiete Nordostsyriens

Von der Türkei besetzt

Syrische Übergangsregierung

Druzen

Von Israel besetzt

Manbidsch-Offensive

Nur wenige Tage nach der Machtübernahme der Übergangsregierung folgen bereits die ersten Angriffe auf die Selbstverwaltung in Manbidsch mit Luftunterstützung der türkischen Armee.

6.–11. Dezember 2024

Die Truppen der STG rücken in Manbidsch bis zum Euphrat vor und bringen die Stadt unter ihre Kontrolle.

Tischrin-Damm

Die türkische Armee fliegt gezielte Angriffe auf den Tischrin-Damm, was in den selbstverwalteten Gebieten rund um Kobane zu grossflächigen Stromausfällen führt.

9. Dezember 2024

Am 8. Januar 2025 fährt eine Karawane von Zivilistinnen und Zivilisten zum Damm, um gegen die Bombardierung durch die Türkei zu protestieren.

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 08.01.2025

Quelle: Keystone

Drohnenangriff

Der Konvoi wird kurz nach der Ankunft beim Damm von einer türkischen Drohne getroffen. Fünf Menschen sterben beim Angriff, 15 weitere werden schwer verletzt.

Der 10.-März-Deal

Mühsam wird eine Vereinbarung durchgerungen, die einen Waffenstillstand sowie die partnerschaftliche Einbindung der Selbstverwaltung in einen vereinten syrischen Staat vorsieht.

10. März 2025

Angriffe auf Aleppo

Diesem Versprechen wird nie Folge geleistet, die Verhandlungen werden am 4. Januar von der Übergangsregierung abgebrochen. Zwei Tage danach beginnen Angriffe auf die kurdischen Viertel Sheikh Maqsoud, Ashrafiyah und Bani Zaid in Aleppo.

6. Januar 2026

Angriffe auf kurdische Viertel in Aleppo

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 08.01.2026

Quelle: Anadolu

Angriff auf Rojava

Wenige Tage später folgt eine Grossoffensive gegen die Selbstverwaltung in den Regionen Raqqa und Deir ez-Zor.

16. Januar 2026

Hunderte IS-Gefangene kommen frei

Die Selbstverwaltung hat während des Krieges gegen den IS Tausende IS-Mitglieder gefangen genommen. Durch Angriffe der syrischen Armee auf das Shaddadi-Gefängnis kommen Berichten zufolge rund 120 IS-Kämpfer frei.

20. Januar 2026

Das leere Gefängnis in Shaddadi

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 20.01.2026

Quelle: Anadolu/getty

Die syrische Übergangsregierung setzt ihre Militäroffensive im Norden fort und erobert die ehemalige IS-Hauptstadt Raqqa.

20. Januar 2026

Belagerung von Kobane

Die Truppen der Übergangsregierung umzingeln Kobane, eines der letzten Kerngebiete der Selbstverwaltung.

Isolierte Gebiete

Die weiterhin von der SDF kontrollierten Gebiete im Nordosten um Hasaka sowie bei Kobane sind vollständig voneinander isoliert.

Widerstand in der Türkei

Am Grenzübergang bei Qamishli im Nordosten Syriens überwinden Menschen in Solidarität mit Rojava die Grenzmauer, um die Isolation zu durchbrechen.

Menschen überwinden den Grenzübergang bei Qamshli

Angriffe auf IS-Stellungen in Kobane

Datum: 20.01.2026

Quelle: Reuters

Kobane ist umstellt

Die Truppen des Übergangsregimes stehen im Süden von Kobane, während die Türkei Sicherheitskräfte an den geschlossenen Grenzübergängen bei Qamishli und Kobane zusammenzieht.

21. Januar 2026

Die Truppen der Übergangsregierung kappen die Strom- und Wasserversorgung für Kobane.

Vertreibung

Durch die Angriffe der Übergangsregierung auf Rojava, insbesondere in Aleppo, Hasaka und Raqqa, wurden rund 170'000 Menschen gezwungen, nach Kobane zu flüchten.

Drohende humanitäre Krise

In Kobane fehlt es weiterhin am Nötigsten. Rund 400'000 Menschen sitzen in der Stadt fest, und es kommen keine Hilfsgüter an.

Einigung?

Am Freitag, dem 30. Januar, geben die Selbstverwaltung und die Übergangsregierung bekannt, ein Abkommen unterzeichnet zu haben. Vorerst herrscht eine Waffenruhe, und in Kobane gibt es wieder Strom.

30. Januar 2026

Die Angst und Unsicherheit in Rojava ist gross und die Lage in Syrien bleibt auch nach dem Abkommen vom 30. Januar instabil. In den ersten Tagen des Februars sind die Truppen der Übergangsregierung bereits weit in die kurdischen Gebiete in die Städte Hassaka und Qamishli vorgerückt und haben die Öl- und Gasfelder im Westen Rojavas unter ihre Kontrolle gebracht. Die SDF und STG haben bereits damit begonnen, Truppen von den Fronten in Kobane und Hassaka abzuziehen.

AL-HASAKAH, SYRIA - FEBRUARY 2: A convoy, belonging to the Syrian Ministry of Interior, consists of eight armored personnel carriers, numerous four-wheel-drive pickup trucks, ambulances and a mobile b ...
Truppen der Übergangsregierung in die kurdischen Gebiete in Hassaka.Bild: Anadolu

Der vormals von Russland gehaltene Flughafen in Qamishli sowie der einzige Grenzübergang zur Autonomen Region Kurdistan, der kurdischen Selbstverwaltung im Irak, wird inzwischen von den Streitkräften der Übergangsregierung kontrolliert.

Das Ende der Revolution?

Während das Abkommen zwischen der Selbstverwaltung und der Übergangsregierung die Kampfhandlungen zumindest vorübergehend beendet hat, sieht sich die Revolution in Rojava nach jahrelangen Kämpfen für die Autonomie mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert.

Der Traum einer feministischen Revolution mit föderalen, basisdemokratischen Strukturen und einem ökologischen Umgang mit der Umwelt droht Opfer geopolitischer Machtinteressen zu werden.

Die Selbstverwaltung in Rojava stellt für viele Menschen in Syrien wie auch international eine hoffnungsvolle Perspektive dar. Proteste brechen nicht nur in den kurdischen Gebieten der Türkei und im Irak los, sondern auch in Europa und der Schweiz. Seit Beginn der Angriffe auf die Selbstverwaltung Mitte Januar zog es Zehntausende an die Demonstrationen auf den Schweizer Strassen, um ihre Unterstützung für Rojava zu zeigen.

Demonstranten gehen ueber die Kornhausbruecke und halten Banner und Fahnen waehrend einer nationalen Demonstration "Auf die Strassen fuer Rojava!" am Samstag, 31. Januar 2026, in Bern. (KEYS ...
Tausende Menschen schlossen sich am letzten Samstag in Bern der nationalen Demonstration gegen die Angriffe auf Rojava an.Bild: KEYSTONE

Ob die Zusicherungen der Übergangsregierung gegenüber der Selbstverwaltung eingehalten werden und eine diplomatische Einigung gefunden werden kann, wird sich in den nächsten Tagen und Wochen zeigen. Vorerst bleiben aber die türkischen Streitkräfte an der Grenze zu Syrien stationiert und 400'000 Menschen sind weiterhin in der Stadt Kobane von Hilfslieferungen abgeschnitten.

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Kobane trotzt seit 100 Tagen der Belagerung durch den IS
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Kobane trotzt seit 100 Tagen der Belagerung durch den IS
Kämpfer der Kurdish People's Protection Units (YPG) in der Nähe des Stadteingangs von Kobane.
quelle: ap/ap / jake simkin
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Heftige Proteste im Iran – Demonstrierende fordern Tod des Regimes
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56 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Reinhard51
03.02.2026 19:07registriert November 2025
Die Kurden wurden schon in der ersten Amtszeit von Trumpler verraten, jetzt schon wieder.
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Watumbu
03.02.2026 17:53registriert Oktober 2024
Ich bin 43...
Seit ich mich erinnern kann... Naher Osten... Krieg... Hass... Ethnisch, religiös... was auch immer...
Die Region kommt wohl nie zur Ruhe...

Leid tun mir die "einfachen" Menschen vor Ort, die einfach nur in Frieden leben möchten.
304
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James McNew
03.02.2026 19:56registriert Februar 2014
Was in Syrien passiert ist?

Die Kurden, westliche verbündete gegen den IS und Assad, die einen Staat der Gleichberechtigung aufgebaut haben, zajllose IS-Kämpfer während Jahren gefangen hielten, wurden einmal mehr verraten und im Stich gelassen im Kampf gegen mehr oder weniger offen islamistische Kräfte in Ankara und Damaskus 🤷🏻‍♂️

Es ist eine absolute Schande. Aber nur eine weitere. Trump spielt eine Rolle. Aber nicht alleine.
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