Schweiz
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Swiss stellt Zusammenarbeit mit Läderach ein



ARCHIV --- Bei der Pistache-Praline werden die Pistazien von Hand platziert, aufgenommen am 2. Oktober 2013 in der Produktionsstaette des Schokoladenproduzenten Laederach in Ennenda, Kt. Glarus. Die Fluggesellschaft Swiss beendet die 10-jaehrige Zusammenarbeit mit dem Schokoladehersteller Laederach, wie am Donnerstag, 30. Januar 2020 bekannt wurde. Der Verwaltungsratspraesident Juerg Laederach hat mit seinem Engagement gegen Homosexuelle und Abtreibung Schlagzeilen gemacht (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Die Swiss hat ihre Zusammenarbeit mit der Schokoladenmanufaktur Läderach beendet. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP bestätigte die Airline einen Bericht des Magazins «Beobachter», wonach die Airline die Partnerschaft mit Läderach bereits vergangenen November gekündigt habe.

Zu den genauen Beweggründen gab die Fluggesellschaft keine Auskunft. Bei der Auswahl der Lieferanten seien «die Qualität, verschiedene wirtschaftliche Aspekte sowie der Markenfit ausschlaggebend», hiess es lediglich.

Der «Beobachter» geht davon aus, dass die Swiss mit der Beendigung der Zusammenarbeit auf Kritik von Passagieren und aus den eigenen Reihen reagiert habe. Hintergrund sei ein Medienwirbel um den Läderach-Geschäftsführer gewesen. Dieser hat gemäss mehreren Medien am sogenannten «Marsch fürs Läbe» teilgenommen und sich damit gegen Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen.

Welcher Chocolatier die Airline neu mit Pralinen beliefern wird, gibt die Swiss noch nicht bekannt. (sda/awp)

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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SyWe 31.01.2020 20:03
    Highlight Highlight Scheiss Schoggi+Scheiss Flugi!!!
    Benutzer Bild
  • @chm 31.01.2020 08:21
    Highlight Highlight Als ob #Laederach erst seit der aktuellen Diskussion ein absolutes NoGo wäre!
    Googelt mal nach „Läderach Sekte“. Oder nach „Kwasizabantu“. Oder nach „Domino Servite“.
  • DuhuerePanane 30.01.2020 23:07
    Highlight Highlight Habe ich was verpasst? Bisher gabs bei mir nur Frey Schoggi im Swiss-Flieger. Oder betrifft das nur die Business Class?
  • Ingodubingo2 30.01.2020 22:49
    Highlight Highlight Ich mache es der Swiss nach! Bravo Swiss, solche Leute muss man nicht unterstützen. Wiedermal jemand mit Eier
  • Das ist doch... 30.01.2020 22:19
    Highlight Highlight ...mal eine grossartige Karrikatur unserer pseudoidealistischen Moralgesellschaft. Die Swiss bekämpfen wir ja gemeinsam, wo kämen wir sonst da auch hin zu Zeiten des Klimawandels. Aber Moment, es gibt da noch etwas verwerflicheres, lasst uns trotzdem wieder die identitätsstiftende und für ihre liberalen Werte (Geld über Umwelt und so) bekannte, nette Fluggesellschaft hypen, so schlimm ist das alles ja gar nicht...
  • Nelson Muntz 30.01.2020 18:35
    Highlight Highlight Aus der Kategorie Good-News!
  • Bivio 30.01.2020 17:33
    Highlight Highlight Möglicherweise liegt es auch daran, dass die SWISS einen anderen Schoggihersteller möchte bezüglich Preis. Jetzt kann man 2 Fliegen mit einer Klatsche schlagen - neuer, günstiger Lieferant sowie Image bzw. politisches Statement.
    Persönlich denke ich, dass die Aktivitäten der Familie Läderach keinen negativen Einfluss auf SWISS hatten. 99.9% der Passagiere wussten sicher nicht, dass a) SWISS Läderach Produkte an Bord hat und b) die Familie christliche Fundis unterstützt.
  • Crecas 30.01.2020 16:31
    Highlight Highlight Das problematische für die Swiss oder andere Boykottieret an Läderrach ist ja nicht, dass einige Familienmitglieder oder der Geschäftsführer eine Meinung haben und diese äussern, sondern, dass einzelne Familienmitglieder mit dem verdienten Geld Organisationen unterstützen, die nicht mit den Werten der Swiss oder der Boykottierer übereinstimmen bzw. dagegen ankämpfen (und Gesetzesänderungen anstreben). Darum kann ich den Entscheid rein logisch nachvollziehen.
    • Knäckebrot 30.01.2020 18:38
      Highlight Highlight Wenn man allerdings bei allen Firmenchefs und berühmten Persönlichkeiten auf ihre Geldflüsse achtet, hat man eine ziemlich schwere ethische Knobelaufgabe, wenn man konsequent nicht mehr unterstützen will, wessen Ethik der eigenen entgegengesetzt ist.
  • MartinZH 30.01.2020 16:21
    Highlight Highlight Ein Tipp an die Swiss-Manager: Macht doch eine hübsche Marketing-Aktion daraus und lasst die gesamte Bevölkerung darüber abstimmen! 😉👍

    Das wäre eine gute Gelegenheit, um sich bei der Schweizer Bevölkerung beliebter zu machen und wäre aufgrund der hohen (Gratis-) Medien-Resonanz auch nicht so kostenintensiv.

    Mit einer solchen "Volks-Abstimmung" könnte man die Identifikation der Schweizer Kunden mit der Swiss deutlich steigern, denn so ticken die Schweizer: Wo ich mitbestimmen kann, muss es sich um eine gute Sache handeln! 😉

    Ich freue mich auf die Werbegeschenke vor der Abstimmung! 🙄🍫👍
  • John Henry Eden 30.01.2020 16:01
    Highlight Highlight Ironischerweise muss die Swiss gottenfroh sein, dass Läderach christlich und somit nicht nachtragend ist.

    Ein knallharter Geschäftsmann würde den Spiess umdrehen und der Swiss vorwerfen, traditionelle christliche bzw. religiöse Werte zu verachten und die Schokolade deshalb verbannt zu haben. Es gibt mehr als genug «Nachrichtenkanäle», die auf solche Steilvorlagen warten. Swiss, die gottlose Airline...

    Geschickt inszeniert, fliegt nach ein paar Wochen kein gläubiger Christ, Muslim oder orthodoxer Jude mehr mit der Swiss.
    • Sandro Lightwood 30.01.2020 16:37
      Highlight Highlight Äh ja, die CVP will das C loswerden, und du meinst wegen so einem christlichen Quatsch fliegen keine Christen mehr Swiss?
    • Bynaus 30.01.2020 17:51
      Highlight Highlight Im Mittelalter vielleicht. Ah wart, da gabs ja noch keine Flugzeuge...
    • Francis Begbie 30.01.2020 18:14
      Highlight Highlight 🤦🏼‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trump ist der Beste! 30.01.2020 14:27
    Highlight Highlight Man muss bei Motiven den Anlass und die Ursache unterscheiden. So auch hier beim Motiv der Swiss.
    • Amboss 30.01.2020 15:12
      Highlight Highlight Hääääää. Kapiere diesen Kommentar nicht...
    • Kruk 30.01.2020 16:03
      Highlight Highlight Ist das jetzt zu intelektuell für mich oder einfach nur covfefe?
    • Citizen321 30.01.2020 18:09
      Highlight Highlight Dazu sagte einst ein weiser Mann: "Jede cha mache was er wott, will jede staht zu dem was er macht ..." 😂
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 30.01.2020 14:25
    Highlight Highlight Wenn nicht eine Fluggesellschaft ein Zeichen gegen Toleranz gegenüber (moderaten) Abtreibungsgegnern setzt, wer dann!
  • MartinZH 30.01.2020 13:49
    Highlight Highlight Ich würde es sehr begrüssen, wenn es wieder Lindt-Schokolade geben würde! 😋🍫👍
    • MeinAluhutBrennt 30.01.2020 14:00
      Highlight Highlight Die Aktei von Lindt - dass ist Schoggi
    • Trump ist der Beste! 30.01.2020 14:27
      Highlight Highlight Frey-Schoggi - VIEL BESSER!
    • Mike Milligan 30.01.2020 14:38
      Highlight Highlight Callier!
    Weitere Antworten anzeigen
  • code-e 30.01.2020 13:44
    Highlight Highlight Es steht der Familie Läderach völlig frei sich gegen Abtreibung und Homo-Ehe auszusprechen und dies auch Kund zu tun. Es ist aber auch das Recht der Swiss, sich deswegen einen anderen Lieferanten zu suchen. Es muss niemand mit der Swiss fliegen, sowie niemand gezwungen ist seine Schoggi bei Läderach zu kaufen. Ich akzeptiere beide Meinungen und ich bin selber Homo. Also Leute, lasst die Kirche im Dorf und widmet euch wichtigeren Dingen zu.
    • Alnothur 30.01.2020 14:42
      Highlight Highlight Läderach ist eine AG, kein Familienbetrieb. Und was Angestellte einer AG privat machen, sollte die Firma nicht tangieren.
    • Bits_and_More 30.01.2020 16:09
      Highlight Highlight @Alnothur
      Eine AG kann sehr wohl ein Familienbetrieb sein. Oder was glaubst du, wem die Aktien gehören?

      Und wenn nun die Divide an die Aktienbesitzer ausbezahlt wird und damit finanziell die Gegner der Ehe für Alle finanziert, darf man sich sehr wohl die Frage stellen, ob man dies unterstützen möchte.
    • Thomas_v_Meier 30.01.2020 16:10
      Highlight Highlight Alnothur, eine AG ist in vielen Fälle ein Familienbetrieb. Wenn die einzigen Aktionäre Familienmitglieder sind. Wie im Falle Läderach. Die sitzt gefühlt die gesamte Familie im VR und Geschäftsleitung.

      Daher wird das private das geschäftliche logischerweise tangieren.


      Ich sehe es wie code-e.
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