Schweiz
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Ein stummer Schrei in Rot: Wieso in der Schweiz letzte Nacht viele Gebäude leuchteten



Am Montagabend sind in der ganzen Schweiz Gebäude in Rot erstrahlt.

epaselect epa08502852 The Chillon Castle is lit up in red on the shore of Lake Geneva during the'Night of Light campaign, in Veytaux near Montreux, Switzerland, 22 June 2020. Monday evening numerous public monuments and companies from the event industry are illuminated in red in support of culture during the event 'Night of Light' that takes place throughout Switzerland.  EPA/LAURENT GILLIERON

Das Chateau Chillon im Genfersee. Bild: keystone

«Night of Light» heisst diese Aktion, mit der die Veranstaltungsbranche auf ihre Notsituation im Zuge der Coronavirus-Pandemie aufmerksam machen will.

epa08502911 The Hotel Schweizerhof is pictured lit up in red during the action 'Night of light' campaign, in Luzern, Switzerland, 22 June 2020, 22 June 2020. Monday evening numerous public monuments and companies from the event industry are illuminated in red in support of culture during the event 'Night of Light' that takes place throughout Switzerland.  EPA/URS FLUEELER

Das Hotel Schweizerhof in Luzern. Bild: keystone

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker.

«Ein faszinierendes und emotionales Event» sollte es werden, wenn Gebäude rot erleuchtet werden, an denen sich vor dem 16. März Menschen zu Konzerten, Theateraufführungen oder sonstigen Veranstaltungen getroffen haben.

epa08502839 The Grand Theatre de Geneve (Opera house of Geneva) is illuminated in red to mark the dramatic situation in the event industry due to the coronavirus COVID-19 pandemia, during the 'Night of Light' campaign, in Geneva, Switzerland, 22 June 2020. Monday evening numerous public monuments and companies from the event industry are illuminated in red in support of culture during the event 'Night of Light' that takes place throughout Switzerland.  EPA/SALVATORE DI NOLFI

Das Grand Theatre in Genf. Bild: keystone

«Wir sind da und bereit, vieles ist schon möglich und wir freuen uns auf neue Events», das ist die eine Seite der Botschaft, die die Veranstaltungsbranche vermitteln möchte.

Maag Music Hall is pictured lit up in red during the action

Die Maag Music Hall in Zürich. Bild: keystone

Die andere Seite ist düsterer: Trotz anfänglicher Zusicherungen des Bundesrates fühlen sich Kulturschaffende nun im Stich gelassen.

Das Volkshaus wird im Rahmen der Aktion Night of Light rot beleuchtet in Basel, am Montag, 22. Juni 2020. Mit der Aktion wird die Oeffentlichkeit auf die Lage der Event- und Kulturlandschaft aufmerksam gemacht. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Das Volkshaus in Basel. Bild: keystone

Personen in «arbeitgeberähnlicher Stellung» haben keinen Anspruch mehr auf Kurzarbeit …

Das Kunstmuseum wird im Rahmen der Aktion Night of Light rot beleuchtet in Basel, am Montag, 22. Juni 2020. Mit der Aktion wird die Oeffentlichkeit auf die Lage der Event- und Kulturlandschaft aufmerksam gemacht. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Das Kunstmuseum in Basel. Bild: keystone

… und Änderungen im Erwerbsersatz für Selbstständige verschlechterten die Aussichten der Akteure, schrieben diverse Verbände der Veranstaltungsbranche.

Das Museum Tinguely wird im Rahmen der Aktion Night of Light rot beleuchtet in Basel, am Montag, 22. Juni 2020. Mit der Aktion wird die Oeffentlichkeit auf die Lage der Event- und Kulturlandschaft aufmerksam gemacht. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Das Museum Tinguely in Basel. Bild: keystone

Denn: Die Veranstaltungsbranche besteht mehrheitlich aus kleinen und kleinsten inhabergeführten Unternehmen und aus Selbstständigerwerbenden, die nun durch das Netz zu fallen drohen.

Das Kiff in Aarau.

Es sei zwar ein Lichtblick, dass mit den Lockerungen Events wieder möglich seien, doch …

Ds Sulzer-Hochhaus in Winterthur.

… «die strengen Auflagen führen zumindest im Kultursektor dazu, dass diese Veranstaltungen zurzeit nicht wirtschaftlich durchführbar sind».

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Burg Gutenberg #nightoflight_ch @lehnerakustik

Ein Beitrag geteilt von Liechtenstein Daily (@liechtensteindaily) am

Die Burg Gutenberg in Balzers, Li.

In dieser schwierigen Situation sei in der Branche ein «Wir-Gefühl» entstanden. Für die Aktion «Night of Light» spannen Unternehmen, Veranstaltungsorte und Kulturschaffende zusammen.

In this image made with a long time exposure the famous water fountain Le Jet d'Eau is illuminated in the red to mark the dramatic situation in the event industry due to the coronavirus COVID-19 pandemia, during the action

Der Jet d'Eau in Genf Bild: keystone

… «denn die aktuelle Situation hat durchaus internationales, wenn nicht globales Ausmass», heisst es in der Mitteilung weiter.

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#nightoflight_ch

Ein Beitrag geteilt von Bar & Club Kommission Zürich (@barundclubkommission_zh) am

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Demetria 24.06.2020 01:10
    Highlight Highlight Wenn Reiche Probleme haben... Das ist ja das Seltsame an der Kultur. Alle sagen immer wie wichtig sie angeblich sei, aber verdächtigerweise werden Kultursubventionen immer genau so dosiert, dass die Rechen verbilligte Tickets haben, aber die Armen trotzdem draussen bleiben müssen. Immer wenn ich die tollen Plakate vor den Kunstmuseen sehe denk ich mir geil, da will ich auch mal rein! Schade für die Künstler, aber was die Mittelschicht betrifft sähe ich es mit Häme wenn sie auch mal ein bisschen auf dem Trockenen sitzen würden. Reduktion aufs Wesentliche soll ja die Reflexion anregen und so.
  • Rocket 23.06.2020 12:34
    Highlight Highlight Ich bin/war seit 30 Jahren als "Angestellter" in der Event Branche tätig. Nun - UNS Angestellte trifft es hart, aber die Inhaber oder Geschäftsführer die jetzt am Jammern sind, jammern weil Sie niemals Reserven auf die Seite gelegt haben "Spinnsch, ich zahl doch nöd no meh stüre" oder durch "nicht Tippen" in die eigene Taschen geflossen sind. Die Terrassenwohnungen, Einfamilienhäuser, sowie die Fetten Karren leiden nicht, nur Ihr auf das in den Bücher mit 0.00 Gewinn deklarierter Betrieb. Sorry gilt nicht für alle, aber sicherlich für die Clublandschaft Schweiz. Peace!
  • Jaichwill1968 23.06.2020 12:25
    Highlight Highlight Danke für die wunderbare Aktion! Wir brauchen euch Kulturschaffende! Der Mensch wächst, wird bewegt durch Kultur. Leider seid ihr oft nicht interessant für ein Investment, da Kultur nicht „rentiert“. Doch wir finden Wege, damit Covit 19 nicht all die tollen Kulturangebote auslöscht. Gehen wir für unsere Kulturschaffenden auf die Straße! Wer macht mit?
    • Demetria 24.06.2020 01:22
      Highlight Highlight Kommt drauf an wofür demonstriert wird... Ich bin für mehr Geld für Kulturschaffende aber nur unter einer Bedingung: das Fussvolk darf in Zukunft auch ins Museum, Theater oder die Oper. Für teuere Kultur für eine kleine Elite wie bisher klettere ich jedenfalls nicht vom Sofa, dann lieber gleich einen Grundeinkommen für Kulturschaffende, dann können sie sich nämlich ihr Publikum unabhängig von dessen Brieftasche suchen und hätten auch künstlerisch mehr Freiheit.
  • Realist20 23.06.2020 10:39
    Highlight Highlight Hö? und bei uns hat letzte Nacht die Dorfcarosserie geleuchtet... Was heisst jetzt das?
  • Des Heiland's Sack 23.06.2020 09:21
    Highlight Highlight Seit dem 28. Februar stehen wir weitgehend ohne Job da.
    Gerade durch diese Situation wird erst einmal klar, wie schlecht wir abgesichert sind.
    Oft ultralange Schichten bei Nacht und Wochenende, riskante und harte Arbeit, zumeist völlig unverhältnismäßige Entlöhnung, schlechte Sozialleistungen und nun der völlige Abgrund.
    Für viele von uns ist nicht nur das Jahr, sondern die Lebensgrundlage abgestürzt, zumal keinerlei Garantie besteht, dass es in absehbarer Zeit weitergehen könnte.
    Nun gibt's 12 h-Nachtschicht 5 Tage die Woche für 23.-/h in einen Grosslager.
    Langsam hab ich Frustbeulen..
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 10:38
      Highlight Highlight Leider schon ein weiteres Armutszeugnis für die CH.

      Hättest halt in einer tollen Branche wie der Aviatikindustrie arbeiten sollen, gut für die Zukunft und Mitwelt und der Milliardensupport wäre innert Kürze unter Fach und Dach, inkl. billig Ausreden: https://daslamm.ch/flugzeug-exporte/

      Oder Bank. Systemrelevant.
      Und wehe du musst dann aufs Sozialamt und schnaufst mal ein paar Wochen erst mal durch von allem, dem Stress und Leben. Dann heissts sofort weiterrennen im Rad, und das 'Sozialschmarotzer' etc. gibts dazu. Oh, und aufpassen, Detektive filmen dich evt. - DAFÜR hat man dann Geld...
  • Statler 23.06.2020 08:57
    Highlight Highlight Eigentlich sind auch die Kulturschaffenden «essential workers» - was hätten wir denn während des Lockdowns gemacht, ohne Filme, Musik, Bücher, Live-Streams, etc.?

    Die Kultur hat in dieser Zeit massgeblich zu unserem Wohlbefinden beigetragen - sie verdient unsere Unterstützung!
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 10:42
      Highlight Highlight Da viele das gratis machen, da es sich oft schlecht berechnen lässt (klar kann man für Produktion XY einen Preis/Budget berechnen, aber die Ideen fürs Drehbuch etc. sind vielleicht langwierig über Jahre vorher entstanden) ist es für die 0815-Wirtschaftsheinis welche etwa 90% zu sagen haben, halt nicht wirklich existent und irrelevant.

      Und ja, Kultur als sehr breites, uns ständig umgebendes, tragendes, narritierendes Feld ist weit unten auf der maslowschen Pyramide.
      Weit, weit wichtiger als Privat-Autos oder Flugzeuge.

      Die Gewichtung ist aber komplett umgekehrt...
    • Bits_and_More 23.06.2020 11:00
      Highlight Highlight Es ist schon widersprüchlich, die Community kritisiert die tiefen Löhne in der Event-Branche und verteidigt, auch wenn bei uns legal, Streamen und Herunterladen von illegalen Plattformen.
  • Hierundjetzt 23.06.2020 08:56
    Highlight Highlight Ach darum war der Üezgi (Üetliberg) rot. Find ich guet!

    (Dachte gestern der Wirt G. Fry hatte schon *wieder* einer seiner peinlichen Einfälle mit dem danach die Zeitungen gefüllt werden)
    • Hierundjetzt 23.06.2020 09:05
      Highlight Highlight Ja der Fry geht mir mit seinen Eskapaden auf den Geist und nervt. Dazu stehe ich

      Die Aktion insgesamt ist perfekt gelungen! Toll grmacht!
    • Rocket 23.06.2020 12:37
      Highlight Highlight Super Perfekt, wenn du erst Heute in der Zeitung davon liest....
    • Hierundjetzt 23.06.2020 15:24
      Highlight Highlight Nein, lies mein Ausgangspost😉
  • Big ol'joe 23.06.2020 08:53
    Highlight Highlight Die Kulturbranche ist nicht nur Unterhaltung, sondern mit rund 80‘000 Beschäftigten und knapp 150‘000 im weiteren Kreis profitierenden/Abhängigen ein zentraler Arbeits- und Wirtschaftsstandort der Schweiz!

    Das sollte endlich mal anerkannt werden, wieviele Menschen davon leben. Weg mit dem alten Bild, dass das so ein paar Selbstverwirklicher sind. Hier arbeiten sehr sehr viel mehr Menschen als in vielen anderen Branchen.

    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 10:49
      Highlight Highlight Ja, es gibt soviele 'Branchen' wie z.B. die echten, komplett überflüssigen 'Selbstverwirklicher' welche als reines Hobby ihre 300 Schafe (oder Geissen etc.) kaufen, immer wieder mal quälen, auf der Alp 'vergessen' etc., und die Tiere nachher töten, niemand will gross etwas davon kaufen und es ist natüüürlich höchstsubventioniert!

      Da ist man bereit Millionen über Milliarden rauszuwerfen, das sei eben noch "Alpenschweiz" und "Tradition" und blabla, aber bei Kulturschaffenden allerlei Couleur, welche, ganz wie du sagst, so wichtig sind:
      "Jah, arbeitet doch mal was. Geht auf 'ne Schafsalp!"
    • Garp 23.06.2020 11:23
      Highlight Highlight Und sie gehört in vielen Teilen zur Bildung.
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 12:57
      Highlight Highlight Ablehnende ohne Argumente?

      Nicht so tragisch, muss nicht elaboriert werden, wir wissen, dass es keine stichhaltigen Argumente dagegen gibt. Mein Beispiel - gäbe auch andere - ist aus der Praxis, Fakt und als Vergleich.

      Massenhaft Staatsgelder, welche wirklich so verschleudert werden, sogar aus verschiedensten Aspekten schädlich/Leid erzeugend.

      Und für die wirklich wichtige, tragende Kultur hats nachher wieder vergleichsweise nix.
      Halt blöd wenn 'unzählige' Agrarlobbyisten (extrem übervertreten, Fakt) und direkte Profiteure davon in Parlamenten sind und fast keine Kulturschaffenden.
  • Pbel 23.06.2020 08:45
    Highlight Highlight Vor allem ist es stossend, dass man in "Arbeitgeber ähnlicher Stellung" alle "Versicherungen" zahlen darf. Das aber ohne Anspruch.
    • Ich hol jetzt das Schwein 23.06.2020 09:25
      Highlight Highlight Das ist nicht neu. Und darauf machen Gewerbeverbände, Arbeitgeberverbände etc. schon seit Jahrzehnten immer wieder aufmerksam. Da aber mit Arbeitgeber grösstenteils "grosser, böser, arbeitnehmerausnützender Konzern" assoziiert wird, wurden diese Forderungen regelmässig abgeschmettert. Dass dies vor allem Kleinunternehmer betrifft, da die grossen, Millionengagen kassierenden Bosse der Konzerne selbst auch Angestellte sind, daran dachte man nicht und verwies stattdessen auf das "unternehmerische Risiko". Insofern ist diese Pandemie gut um den Leidensdruck deutlich aufzeigen zu können.
    • Big ol'joe 23.06.2020 10:13
      Highlight Highlight @Schwein

      Das stimmt nicht. Gerade die Linke hat sich immer dafür eingesetzt, das anders zu betrachten! Wie auch momentan, wo sich doch gerade SVP, FDP, Arbeitgeberverband und EconomySuisse kein bischen für all die kleinen Unternehmen und Selbstständigen kümmern! Und die SP gegen Wände anläuft (welche leider noch von Grünkopf Glättli gestützt werden).
    • peeti 23.06.2020 10:15
      Highlight Highlight Da ist es aber dann schon wieder erstaunlich, dass deine genannten Gewerbeverbände resp deren bürgerliche Handlanger im Parlament keine Hand boten zur linken Vorlage, die unbürokratisch diesen Personen weiterhin Unterstützung zusichern wollte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rundlauf 23.06.2020 08:23
    Highlight Highlight Die Coronakrise zeigt ja sehr schön, wie aufgeblasen vor Corona vieles war. All diese Leute, die nur einen Verdienst haben, weil derart viel überflüssige Unterhaltung und Konsum stattfindet.

    "Wir wollen euch jetzt endlich beschallen und euch was vorführen!"

    Das ist gut für den Wohlstand der Leute; andererseits zeigt es, was für eine Lüge wir leben.

    Das ganze Wirtschaftssystem ist aufgeblasen und ist nur für Alle von nutzen, wenn es so aufgeblasen bleibt. Und dann fragt man sich, weshalb wir so einen grossen Ressourcenverschleiss haben. Irgendwann geht's nicht mehr auf.
    • Big ol'joe 23.06.2020 10:17
      Highlight Highlight Doofer Kommentar. Das etwas funktioniert weil es eine Nachfrage hat ist ja gerade nicht aufgeblasen! Aufgeblasen sind eher die Aktienmärkte, welche trotz fehlender Produktion wieder voll steigen.
      Und noch dazu sind die Kulturschaffenden wohl die letzten, welche die natürlichen Ressourcen aufbrauchen.

      Was für ne Lüge meinen Sie? Das wir alle leben und uns irgendwie bis zum Tod durchwursteln, und das wenigstens mit Filme, Bücher, Kunst auch ein wenig stimulierend kritisch oder angenehm?
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 10:53
      Highlight Highlight Stimmt alles, nur hats eben gerade nichts mit Kulturschaffenden zu tun, welche um Welten mehr und wichtiger und anders sind als nur "wir wollen beschallen und vorführen".

      Der irre aufgeblasene Überkonsum findet sich gerade auf allen anderen Ebenen als echter Kultur ('Loredana' und 'Büezer Buben' gehören nicht dazu).

      Die katastrophal gierige Ressourcenvernichtung hat vergleichsweise auch gar nichts mit den Kulturschaffenden um die es geht zu tun.

      Viel mehr Kultur, weniger 'Hobby-Shopping' und Überkonsum materieller Güter die längst nicht mehr glücklich machen in dem Übermass.
  • freeLCT 23.06.2020 08:15
    Highlight Highlight Geben wir den Kulturschaffenden zurück, was Ihnen mehrere Monate verwehrt blieb.

    Ich schlage vor, wir gehen alle dieses Wochenende in den Ausgang und lassen ein bisschen mehr von Gehalt (welcher Donnstag kommt 😜) liegen.

    Die Schweiz wäre zu langweilig ohne Kultur.
  • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 08:10
    Highlight Highlight Ach ja, also ich klatsche einfach mal heute nach der Sitzung im Management vom der Büro-Dachterasse oben aben runter.
    Für all die Kulturschaffenden + Umfeld die grad auf dem Weg zu Sozialamt, Caritas-Tafel oder so sind.

    Bin ja kein Unmensch.
    Denke mit.

    Deswegen ist mir sogar noch klar, dass z.B. nur schon gute MusikerInnen, DJs, Clubs, Veranstaltende etc. auch ein wichtiger Standortfaktor sind, Kader anlocken, Menschen gutes Zeit geben (viele auch (gerade?) gutbezahlte Jobs sind nicht gerade die Erfüllung pur).

    Darum, Händedruck/Merci von mir.
    So, das muss dann aber reichen, Gielä...
    • Koboi 23.06.2020 10:21
      Highlight Highlight Ich habe schon beim Pflegepersonal applaudiert, ich kann nicht schon wieder.
    • Phuphi 23.06.2020 10:48
      Highlight Highlight Hm. Ein belebtes Nachtleben ist sehr wohl ein wichtiger Faktor bei der Standortwahl. Vielleicht nicht gerade für Finanzbüros oder Industrieunternehmen, aber sicher für die Event- und Unterhaltungsbranche. Wenn Sie was gegen Feste, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen haben, dann müssen Sie sich vielleicht mal fragen, wieso das so ist? Werden Sie etwa gar nicht eingeladen? Gibts niemanden der mit Ihnen an eine solche Veranstaltung gehen möchte? Oder hatten Sie einfach schlechte Erfahrungen gemacht? Kommen Sie einfach wiedermal mit und geniessen Sie einen Hauch des wahren Lebens.
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 10:57
      Highlight Highlight Gar niemand sieht die die Satire, welche wirklich förmlich ins Gesicht springt?

      Obwohl die meisten zugleich noch den Beitrag zuvor als Indikator hatten.
      Nicht unlustig.

      also, gleich mal selbst 'herzen' ausnahmsweise :-D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 07:55
    Highlight Highlight Mhhh, warum folgt man nur seiner Berufung und hat dann auch wirklich selten mal einen Beruf und keinen Job...

    Mhhh, warum müht man sich noch mit oftmals hoher Stundenzahl, Selbstverantwortung, Unsicherheit, Schweiss und dann auch noch einer oft sehr (,sehr) tiefen Bezahlung ab?

    Mhhh, warum werden Menschen also in künstlerischen, kulturellen Feldern tätig und erschaffen so viel eminent wichtigen unersetzbaren Reichtum...

    Hättet halt BWL gemacht. Jetzt 'nen sehr hoch bezahlten - öfters - asozialen, lebensvernichtenden Job bei Bank/Grosskonzern/o.Ä. und Staatsgelder sprudelten nur so.
  • Mira Bond 23.06.2020 07:31
    Highlight Highlight Sehr schöne , visuelle Aktion! Ohne Kultur ist die Schweiz todlangweilig!
    • Scaros_2 23.06.2020 09:09
      Highlight Highlight Und wenn ich mit Kultur nichts anfangen kann bin ich also Todlangweilig und mein Leben?

      Hätte Watson nicht diesen Artikel gemacht, hätte ich das nicht einmal mitgekriegt. "oh ein paar gebäude sind rot". Was soll das heissen? Was soll das aufzeigen? Sorry wohne in der Aglo.

      Kultur mag nur für einen gewissen Teil der Menschen "wichtig" zu sein. Viele können auch ohne Leben. Deswegen ist ihr leben aber nicht schlecht.
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 11:00
      Highlight Highlight Scaros_2

      Du hast noch nie ein Film, ein Musikstück, ein Buch, eine Club-Lokalität, ein lyrischer, poetischer Gedanke usw. usf. um nur mal die offensichtlichen zu nennen in Anspruch genommen, kannst damit nix anfangen?

      Die ganze Gesellschaft, das ganze Narrativ der Menschheit fusst auf Kultur, du kannst ihr nicht entkommen...
    • Scaros_2 23.06.2020 11:07
      Highlight Highlight Wenn man Wikipedia folgt ist sogar mein Furzen Kultur.

      Nur gibt es halt vieles das viele einfach nicht juckt. Mich jucken die Theater nicht, mich juckt das Schweizer Radio und MUsikbrance nicht. Aus meiner Sicht reicht die Musik der letzten ka 500 Jahre zu genüge. Ja ich gehe fast nie an ein Konzert weil die zu teuer sind und Kino kann ich mir auch zuhause gönnen. Messen sind für mich zu überfüllt, Gemälde und Statuen oder museen locken mich nicht.

      Aber hey - ich bin echt glücklich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laut_bis_10 23.06.2020 07:30
    Highlight Highlight Das Opernhaus in Zürich macht schon seit Jahren auf diesen Notstand aufmerksam^^
    • Hierundjetzt 23.06.2020 09:04
      Highlight Highlight Haben ja eine Leistungsvereinbarung mit der Stadt. Da kommt niemand zu kurz. Ist unser Stadttheater wieder mal auf Vorrat am reklamieren, hm?

      Reichen 80 Mio / Jahr immer noch nicht und Sponsoringbatzeli der UBS und CS sind schon furti furt?

      Vielleicht sollte der Intendant mal mehr allgemeinverträgliches auf die Bühne setzen, als schreiende blutende und nackte Menschen die wirr rumrennen.

      Wäre nur so n Tipp
    • Hierundjetzt 23.06.2020 11:45
      Highlight Highlight Selbstverständlich nicht in der Kindervorstellung...

      Ich gehe mit meiner Tochter in der neuen Saison (ab August) das tapfere Schneiderlein anschauen.

      Das wird sehr schön werden 😊
  • Notabik 23.06.2020 07:25
    Highlight Highlight Die Eventbranche ist eine Zeiterscheinung. So etwas gab es früher in diesem Ausmass nicht. Damals mussten die Menschen noch richtig arbeiten. Keine Festhütte Schweiz.
    • Gimli__363 23.06.2020 10:13
      Highlight Highlight Willst du damit sagen wir arbeiten in der Eventbranche nicht richtig? 😡
    • Phuphi 23.06.2020 11:01
      Highlight Highlight Wenn du so willst, ist demnach alles eine Zeiterscheinung, auch die Landwirtschaft gabs nicht immer, nicht mal die Sässhaftigkeit (ergo Nationen) gabs früher. Und um dein Gedanke abzuschliessen, die gesamte Menschheit ist nur eine Zeiterscheinung, die gabs bekanntlich auch nicht immer und zerstört zudem als erstes Lebewesen seine eigene Existenzgrundlage. Keine Hochzivilisation hält ewig, das haben wir aus der Geschichte gelernt. An welchem Punkt sind wir heute? Aufstieg oder Abstieg einer Hochkultur? Huff, manchmal wünsche ich mir echt die Zeit vor der Zeitrechnung zurück. Gruss an Albert.
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 11:07
      Highlight Highlight LOL

      Ja, damals...

      Damals waren Bauern auch mit der Sense das Gras am mähen (gar nicht so lange her) und kriegten genau 0.- Franken Subventionen dafür.

      Richtige Arbeit! Und man hat sogar noch die Insekten und Natur respektiert, gewürdigt und geschätzt.

      Heute ists (oft) der moderne (Luxus)-Fendt-Traktor, alles wird innert Kürze rücksichtslos 5x im Jahr (vieles blüht noch nicht mal) weggesäbelt, die Natur blutet aus.

      Und EIN Arbeitsplatz in der Agrarwirtschaft kostet uns heute 200'000 Franken mehr als früher.

      Also, nicht gegen Kultur pöbeln, in sinnvollere Richtungen kritisieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BeatBox 23.06.2020 07:06
    Highlight Highlight Einfach nur traurig! Da gibt es viele, die sonst schon nicht viel verdienen und nun lässt man sie auch noch im Stich.
    • murrayB 23.06.2020 07:16
      Highlight Highlight Zum Beispiel Polizisten - wird Zeit für sie mal zu klatschen...
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 08:19
      Highlight Highlight Jep.

      Was wurde eigentlich aus diesen aus dem Untergrund die da im... Äh, wie heissts nochmals, G... G... Gewinn... Gentrificati... ah ja, G wie Gesundheitsweisen?!

      Sind die eigentlich wieder entgültig mit einem einfach wie seit Jahreeen, eigentlich Jahrzehnten, wieder mit einem "schön hämmer drüber gret" abgespeist worden?
    • Bildung & Aufklärung 23.06.2020 08:28
      Highlight Highlight ... abgespeist worden?

      Wie dröhnte es wirklich gerade erst aus allen Ecken und von allen Balkonen reuig, entschuldigend und Einsicht vorschützend?!

      SYSTEMRELEVANT!

      "Jetzt merken wir mal wer wirklich wichtig ist für die Gesellschaft, fürs Leben, fürs Sein!
      Es ist sooo schlimm mit der Krise aber ich bin auch so froh, weil durch die Chance sehe ich jetzt endlich klar was wirklich zählt im Leben. Wir müssen diesen Berufen/Menschen endlich mehr Dank, Achtung und Entschädigung zeigen!"

      Paar Wöcheli später: Gut, Abermilliarden Grosswirtschaft' (Swiss etc.) check. Zeit für Ferien Malediven.

Kein Urlaub für Väter: Die Schweiz ist die einsame Insel in Europa

Ende September stimmt das Schweizer Stimmvolk über zwei Wochen Vaterschaftsurlaub ab. Im internationalen Vergleich hinkt die Schweiz in dieser Frage hinterher, wie die Statistik zeigt. Noch viel krasser sind die Unterschiede allerdings in puncto Elternurlaub. Ein Überblick in sechs Grafiken.

Am 27. September stimmt die Schweiz über einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Dies nach einer Odyssee, angefangen bei einer Volksinitiative für vier Wochen Vaterschaftsurlaub. Das Parlament wollte nichts davon wissen und verabschiedete zwei Wochen Vaterschaftsurlaub. Gegen diese Idee wurde jedoch das Referendum ergriffen. Und über dieses Referendum wird nun abgestimmt.

Doch wie sieht es mit dem Mutterschafts-, Vaterschafts und dem Elternurlaub europaweit aus? Wie steht es um die Schweiz? Ein …

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