Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Warum Österreich viel mehr künstlich beschneit als wir – und uns das egal sein kann

Wenn es um Schneekanonen geht, rühren die Österreicher mit der grossen Kelle an. Die Schweiz kann da nicht mithalten, will das aber auch gar nicht: Und das nicht bloss wegen höher gelegener Skigebiete. 



Es ist ziemlich einfach: Wer im Wintersport nicht den Anschluss verlieren will, muss technische Beschneiungsanlagen besitzen – auch wenn Kunstschnee für die Umwelt bestimmt nicht nur unbedenklich ist. Die Wintersportorte müssen heute Schnee garantieren können. 

Wie so oft wenn es um den Vergleich mit unserem Nachbar geht, hat Österreich die Nase vorn. 70 Prozent seiner Pistenflächen kann der Gigant schon heute künstlich beschneien – in der Schweiz sind es 50 Prozent. Dass sich die Investitionen, die bei uns in den letzten Jahren getätigt worden sind, geloht haben, zeigen die vergangenen Festtage. Trotz dem grossen Mangel an natürlichem Schnee lief das Geschäft akzeptabel. Grund: Der entscheidende Faktor für das Befinden der Skitouristiker ist längst nicht nur die natürliche Schneemenge.

Schweiz und Österreich im Vergleich:

Österreich Schweiz Beschneiung künstliche Schneekanonen Skigebiet

Umsätze betreffen 2015/2016. Bild: watson

Trotzdem wird momentan nicht in Anlagen für künstlichen Schnee investiert was das Zeug hält. Im Gegenteil. Andreas Keller, Mediensprecher der Seilbahnen Schweiz, sagt: «Die technische Beschneiung dürfte bei uns weiter zunehmen. Allerdings kaum im Masse wie zwischen 2000 und 2010.»

Damals habe man gesehen, dass es ohne einen Grundstock an Schneekanonen eigentlich nicht mehr gehe. Jetzt sei der ganz grosse Bauboom vorbei. «Auf absehbare Zeit wird die Zunahme pro Jahr vielleicht noch zwischen 1 und 2 Prozent betragen», so Keller. 

Einen Wettlauf mit Österreich gibt es laut Keller in Sachen Schneekanonen nicht. In Österreich sei insgesamt zwar mehr Pistenfläche technisch beschneibar, allerdings habe die Schweiz mehr höher gelegene Skigebiete, was ein Vorteil sei. 

«Es ist sicher nicht unser Ziel, auf Teufel komm raus technisch zu beschneien, es ist auch nicht unser Ziel, einfach mit den Österreichern gleichzuziehen.»

Andreas Keller, Mediensprecher Seilbahnen Schweiz

Beschneiung in der Schweiz und in Österreich:

Österreich Schweiz Beschneiung künstliche Schneekanonen Skigebiet

Kosten betreffen 2016/2017. Bild: watson

Für Keller sind Skigebiete wie im Südtirol, die 100 Prozent künstlichen Schnee bieten, kein Thema. Ob man in Anlagen für Kunstschnee investiere, müsse gut überlegt sein. «In tieferen Skigebieten bringt es unter Umständen wenig, weil die Temperaturen für die Herstellung solches Schnees oft zu hoch sind.» Hingegen könne es durchaus Sinn machen, zum Beispiel eine Talabfahrt zu beschneien, weil so die Gäste am Schluss nicht auf die Bahn umsteigen müssten. 

Zwei der grössten Skigebiete im Vergleich:

Österreich Schweiz Beschneiung künstliche Schneekanonen Skigebiet

Bild: watson

Wie umweltschädigend ist das Ganze?

Die künstliche Beschneiung ist weder in der Schweiz noch in Österreich unumstritten. Pro Natura hat sich in den letzten Jahren immer wieder kritisch dazu geäussert. Der Organisation geht es um den Schutz einmaliger Lebensräume in Berggebieten. Diese seien aus folgenden Gründen bedroht:  

Den Seilbahnen ist bewusst, dass sie sich ständig im Spannungsfeld zwischen Nutzung und Schutz der Natur bewegen. Keller weist darauf hin, es habe in den letzten Jahren grosse, technische Entwicklungen gegeben. Die Beschneiungsanlagen würden immer effizienter und sparsamer. «Es gibt schon jetzt Anlagen, die ganz ohne Kompressoren auskommen; der nötige Wasser- und Luftdruck wird alleine durch das Gefälle und ausgeklügelte Düsen erzeugt», sagt Keller. In Melchsee Frutt etwa würden bereits solche System getestet.  

Die 10 besten Skigebiete der Alpen 2016

Das könnte dich auch interessieren:

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Felix Walter S. 05.01.2017 17:35
    Highlight Highlight Finde, wenn's keinen Schnee hat, sollte man auch nicht Ski fahren.

    Kunstschnee ist einfach nicht dasselbe...
  • gelb 05.01.2017 12:33
    Highlight Highlight Schöner Bericht.
    Es wäre noch interessant gewesen einen Subventionen-Vergleich zwischen Österreich und der Schweiz aufzuzeigen.
    Die österreichischen Winterdestinationen wurden bisher sehr stark vom Staat subventioniert.
    • Döst 05.01.2017 14:14
      Highlight Highlight Die Schweiz subventioniert auch, mit Schweiz Tourismus. In A wird mit Staatsgeldern statt in Werbung eher in Tourismus-Infrastruktur investiert.
      Von diesem System könnte sich die CH eine Scheibe abschneiden, z.B. Schweiz Tourismus Werbebudget hälftig Infrastruktur-Geld.
    • ovatta 06.01.2017 11:16
      Highlight Highlight Und auf die skis muss man nicht mal einen CH sticker kleben
  • ovatta 05.01.2017 12:12
    Highlight Highlight Geht nach samnaun! Dort könnt ihr auch ein bisschen österreich geniessen! Das skigebiet ist mit dem von ischgl zusammengeschlossen!
  • Piccco 05.01.2017 10:59
    Highlight Highlight Hammer Beitrag! Gratulation! Eine wirklich schöne Bestandesaufnahme mit einigen sehr interessanten Schlüssen!
  • Döst 05.01.2017 10:48
    Highlight Highlight Österreich beschneit ca. 50% mehr Fläche als die CH, aber die Kosten sind in der CH 40% höher. Kosten pro ha A 11144, in CH 23636. Also beschneit CH doppelt so teuer...
    • Mizzi 05.01.2017 13:14
      Highlight Highlight lieber herr “wir sind alles Menschen“

      Ddr Umsatz wird sich nicht nur auf das gekaufte Bilett beziehen, sondern auch auf das Schnippo, dass der Gast später dann zu Mittag isst. Ein weiterer Indikator für den höheren Umsatz kann auch sein, dass Östereich minim mehr Pistenfläche hat, aber massiv mehr Unternehmen. = sie machen viel mehr aus ihren Pisten und evtl. bieten sie auch mehr...?
    • lilie 05.01.2017 14:25
      Highlight Highlight @Mizzi: Dast wunder sich nicht über die verschieden hohen Umsätze (das wird daran liegen, dass es in Ö mehr Übernachtungen gibt, in der CH mehr Tagestouristen), sondern das die Kosten für die künstliche Beschneiung in der CH höher liegen als in Ö, obwohl die Schweiz weniger Fläche beschneit. Vielleicht hat die Schweiz teurere Systeme?
  • Döst 05.01.2017 10:22
    Highlight Highlight Beim Umsatzvergleich kann ja was nicht stimmen?!
    Und bzgl. Höhe der Skigebiete kann man auch nicht direkt vergleichen, weil die Skigebiete in A östlicher liegen.
    • LarsBoom 05.01.2017 12:20
      Highlight Highlight Hätte nicht nur ein Nord/Süd unterschied einen Einfluss? Oder verstehe ich etwas falsch. Ich bitte um Erklärung.
    • Aussensicht 05.01.2017 12:46
      Highlight Highlight Je östlicher, desto kontinentaler. Ergo tiefere Temperaturen im Winter. Ergo tiefere Schneefallgrenzen.
    • Döst 05.01.2017 13:00
      Highlight Highlight Die beiden Autoren sollten die Zahlen nochmals nachprüfen. Wäre nämlich wirklich noch interessant der Vergleich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • offspring 05.01.2017 09:49
    Highlight Highlight Ich war noch nie in Österreich auf der Skipiste, aber gemäss der ersten Grafik müssten diese ja im Vergleich zu den Schweizer Pisten, überfüllt sein? Pistenfläche unterscheidet sich nicht gross, die beförderte Passagiermenge ist jedoch in Österreich fast 2.5 mal so gross... Dies zu untersuchen wäre vielleicht spannend?
    Weisen sie eine bessere Auslastung aus? Können sie dank beschneien früher beginnen und müssen später schliessen? Wird dieser Effekt nicht nur die höhere gelegenen Gebiete in der Schweiz kompensiert?

    Fragen über Fragen ;) Da ginge noch mehr @helfenberger & burch ;)
    • #bringhansiback 05.01.2017 10:05
      Highlight Highlight Ich selbst gehe auf den Wilden Kaiser in Ellmau Skifahren. Die Pisten sind alles andere als überfüllt, da das ganze sehr weitläufig ist.
      Die Lifte sind top. Es gibt praktisch keine Schlepplifte mehr. Alles sind mind. 4er Sessel, oftmals mit Windschutzscheibe und beheizten Kissen. Dies für rund 250€ für eine Wochenkarte.
      Ich weiss von einem Sessellift, bei dem man etwas wartet. Dies aber, weil es der Lift ist bei dem 3 Traverspisten zusammenkommen und oben wieder auseinandergehen.
    • Döst 05.01.2017 10:33
      Highlight Highlight Kenne nur Vorarlberger Skigebiete in A. Auf den Pisten hat's gleich viel Platz wie in CH. Schlepplifte existieren praktisch nicht mehr (Montafon Silvretta, Lech Zürs oder Damüls).
      Interessanter ist eher, dass A mit 20% mehr Liften, fast 2.5x mehr Personen transportiert. Erklärt sich vielleicht damit, dass die Bahnen in A eher moderner sind (ein Sessellift hat mehr Personenlesitung als Schlepplift). Aber das allein kannst nicht sein. Das Verhältnis Lifte zu Personentransport würde teils die Preisinger Schmiede für Tageskarten erklären.
    • Döst 05.01.2017 12:58
      Highlight Highlight @Benis: Von km ist man vielleicht eher weggenommen, weil da gerne mehrfach gezählt wurde. Von dem her ist Fläche sicher realistischer. Wird dann wohl mit Geodaten am Computer vermessen.
  • Manuel Kopp 05.01.2017 09:32
    Highlight Highlight Ich denke Ischgl ist hier ein schlechter Vergleichspartner, da sich ein grosser Teil des Skigebiets auf Schweizer Boden (Samnaun) befindet und auch von dort mitfinanziert wird. Hier könnte man vielleicht Serfaus/Fiss/Ladis oder Kitzbühel als Vergleich verwenden.
    • Fabio74 05.01.2017 10:50
      Highlight Highlight Kannst das Zillertal nehmen, Schladming, Ötztal, Pitztal etc
  • Toerpe Zwerg 05.01.2017 09:24
    Highlight Highlight Ein Sätzchen locker flockig und so wunderbar passend als Einleitung für den Vergleich: "Wie so oft wenn es um den Vergleich mit unserem Nachbar geht, hat Österreich die Nase vorn."

    Inhaltlich eine klassische Niete.
    • Toerpe Zwerg 05.01.2017 09:58
      Highlight Highlight Südtirol by the way ...
    • Anonymer 05.01.2017 11:54
      Highlight Highlight ...liegt nicht in Österreich.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article