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Schweiz
Wirtschaft

Petition gegen Velo-Reservationspflicht an SBB

A man steps out of an InterCity train of the Swiss Federal Railways SBB in Biel, Switzerland, with his bike, on November 27, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally) 

Ein Mann verlaesst am 27. November 2009 im  ...
Eine breite Allianz von 14 Organisationen, die sich für Velofahrer einsetzt, hatte die Petition Anfang Jahr lanciert.Bild: KEYSTONE

Velo-Lobby erhöht Druck: Petition gegen Reservationspflicht an SBB eingereicht

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06.09.2021, 12:5406.09.2021, 13:14

Der VCS und pro Velo Schweiz haben zusammen mit weiteren Organisationen am Montag den SBB die Petition die Petition «Gegen die Reservationspflicht - Für ein offenes System Bahn und Velo» überreicht, die sich gegen die Reservationspflicht für Velos in Intercity-Zügen richtet. Über 54'000 Unterschriften konnten gesammelt werden.

Die Übergabe der Unterschriften fand am Hauptsitz der SBB in Bern statt, wie der VCS und pro Velo Schweiz am Montag mitteilten. Eine breite Allianz von 14 Organisationen, die sich für Velofahrer einsetzt, hatte die Petition anfangs Jahr lanciert. Sie argumentieren, dass durch die Reservationspflicht die Velomitnahme teurer und komplizierter werde. Die Reservationspflicht gilt seit Ende März für den Veloverlad in Intercity-Zügen. Die Petition sei auch bei der Bundeskanzlei eingereicht worden.

Boom wegen Pandemie

Die Petition verlangt unter anderem, dass der Veloselbstverlad mit dem Zug einfacher und die Reservationspflicht abgeschafft werden, sonst drohe eine Verlagerung auf die Strasse. Für künftige Rollmaterialbeschaffungen müssten die Bedürfnisse der Bahnfahrenden mit Velo stärker berücksichtigt und Kapazitäten ausgebaut werden. Zudem müssten die SBB die Umsetzung der Reservationspflicht verbessern, allem voran die Nutzung der App, mit der die Reservationen getätigt werden können.

Die SBB wollen mit der Reservationspflicht Planungssicherheit gewinnen, wie die SBB am Montag mitteilten. Sie nähmen die Anliegen der Velokundinnen und -kunden ernst. Im Pandemie-Jahr 2020 habe es jedoch einen noch nie dagewesenen Boom gegeben, an Spitzentagen konnten nicht alle Velos mitgenommen werden. Um Verlässlichkeit zu schaffen und den Reisenden Planungssicherheit zu geben, hätten die SBB die Reservationspflicht eingeführt.

Für 2021 haben die SBB das Angebot an Veloplätzen ausgebaut und innert kurzer Zeit 4000 reservierbare Plätze geschaffen, wie es weiter heisst. Auf den beliebtesten Strecken stünden somit bis zu dreimal mehr Plätze für Fahrräder zur Verfügung. Die SBB seien bestrebt, noch mehr Platz für Velos in den Zügen zu schaffen. Dabei dürften die anderen Reisenden nicht vergessen gehen, die ebenfalls zusätzlichen Platz in den Zügen benötigen, hiess es weiter. (sda)

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quelle: keystone / anthony anex
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31 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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maylander
06.09.2021 14:26registriert September 2018
De schneller isch de gschwinder. So läuft es ohne Reservation. Viel Spass beim Familienausflug
Die Nachfrage an schönen Wochenenden oder Ferientagen wird die SBB nie befriedigen können. Da mangelt es teils schon an Sitzplätzen und jetzt müssen noch die sperrigen Velos in den Zug.
Ich miete mit der Familie die Bikes. Ist ein bisschen teurer aber dafür ohne Stress und die Bikes warten bis jetzt immer sehr gut.
Für längere Ferien kann man einige Tage vorher die Velos aufgeben.
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Jaklar
06.09.2021 13:20registriert September 2015
Die veloreservationspflicht sollte bleiben. Wenn ich reserviert habe, dann habe ich auch platz. Ohne reservierungen, wird die bahn. Einfach nur noch eine bestimmt anzahl velos mitnehmen. Dann bin ich der depp mit meinem velo.
Und viele velofahrer verstellen den ganzen wagen. Das ist für die anderen fahrgäste sehr mühsam.
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Karl33
06.09.2021 13:53registriert April 2015
Als häufiger Nutzer mit Rennvelo finde ich die Reservation gäbig auf Reisen in die Berge, in Intercity-Zügen. Um knappe Veloplätze kämpfen zu müssen ist deutlich nerviger, was ich da in übervollen Zügen der Rhätischen Bahn erlebt habe, lässt mir die Haare zu Berg stehen.
In S-Bahnen und im Nahverker brauchts ja keine Reservation, finde ich auch richtig so.
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Eigentlich müsste jeder bei watson das Auto-Billet abgeben …

Lange ist es her, seit watson-Mitarbeitende Andrea, Lucas, Elias, Peter, Anna, Nick, Salome 1 und Salome 2 ihre Fahrprüfung absolviert haben. Zwar, Salome 2 (diejenige, die mit dem Velo unterwegs ist) hat die Prüfung noch nicht, ist sich aber am Vorbereiten. Peter hat sein Billet seit 1982.

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