Schweiz
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Analyse

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Bild: shutterstock

lehrer m.



Der Pulverdampf der geistigen Schnellschüsse zur Pisa-Studie der OECD von 2018 hat sich verflüchtigt. Das erste Fazit für die Schweiz: Mathematik und Naturwissenschaft immer noch einigermassen top, Lesen flop; Platz 27 von 79 Ländern, 484 Punkte, drei Punkte unter dem OECD-Schnitt. Hinter den meisten gesellschaftlich und wirtschaftlich vergleichbaren Ländern Europas liegt die Schweiz im Lesen und Verstehen zurück.

Der Ist-Zustand

Ich muss zuerst einmal die notorisch ausländerkritische Fraktion enttäuschen. Der Ausländeranteil in der Schweiz wurde in der Studie berücksichtigt, der Schweiz wurden gemäss einem vorgegebenen Schlüssel fünf Punkte dazugeschlagen. Das Problem ist also hausgemacht.

Ich halte die Pisa-Studie ausserdem für ziemlich repräsentativ, sie deckt sich, was die Lesekompetenz angeht, mit dem, was wir nicht erst seit 2010 im Deutschunterricht, bei der LAP Deutsch mündlich und auch in anderen Fächern feststellen: Sobald ein etwas komplexerer Text vorliegt, haben viele Schüler Mühe, überhaupt zu verstehen, wer was warum tut oder was sie gemäss Aufgabenstellung tun müssten. Das hängt einerseits mit dem fehlenden Wortschatz und andererseits damit zusammen, dass Lesen nicht gleich Verstehen ist.

Ein Viertel der Schüler kann zwar lesen, versteht aber nicht, was er gelesen hat. Sobald die Texte schwieriger werden, steigt der Anteil derer, die ihn nicht verstehen. Dass das auch Auswirkungen auf andere Fächer wie Mathematik, Naturwissenschaft, Geschichte oder Wirtschaft hat, liegt auf der Hand; und dass Lesekompetenz deshalb eine äusserst grundlegende, wenn nicht die grundlegende Fähigkeit ist, wohl auch.

Was sind die Gründe?

Sehr wichtig scheint mir, dass der Stellenwert des Lesens in unserer Gesellschaft grundsätzlich nicht mehr hoch ist. Im Gegenteil: Bei vielen ist Lesen regelrecht verpönt. Vor 20 Jahren war es einer Mehrheit der Jugendlichen wenigstens gegen aussen peinlich, wenn sie mir sagten, dass sie privat nichts lesen. Heute erzählen mir das nicht wenige Junge fast triumphierend, vor allem männliche. Gemäss Studie lesen nur noch weniger als 50 Prozent der Knaben und Mädchen in der Schweiz freiwillig. Das hinterlässt Spuren.

Selbstverständlich hat diese Entwicklung mit der Attraktivität von YouTube, Instagram, Snapchat, Facebook, Netflix etc. und ihrer Armada von Psychologen und Werbefachleuten zu tun. Ihre Angebote sind ausserordentlich attraktiv und sie sind ausschliesslich darauf ausgerichtet, ihre User mit allen möglichen psychologischen Tricks möglichst lange auf ihrer Plattform zu halten. Sie wissen mehr über die Psychologie ihrer Kunden als diese selbst und können deshalb bei ihnen ein maximales Suchtpotential entwickeln. Das gilt übrigens auch für die älteren Generationen, sie sind genauso «Opfer» der digitalen Revolution wie die Jungen. Dessen sollte sich auch die Früher-war-alles-besser-Fraktion bewusst sein.

Ausserdem ist es ja nicht annähernd so, dass die Jungen alleine für das ziemlich schlechte Pisa-Resultat verantwortlich wären, denn der Spracherwerb erfolgt zu einem grossen Teil im Elternhaus. Und das Elternhaus hätte auch beim Lesen eine Vorbildfunktion ... Wie sollen sich die Jungen aber einen angemessenen Wortschatz und ein hoch entwickeltes Textverständnis aneignen, wenn nicht zu Hause und beim Lesen?

Wie lösen wir das Problem?

Wir können natürlich simplen Reflexen folgen und die gesamte Schuld für diese fatale Entwicklung den Jungen, den Ausländern, den Schulen, den Lehrern oder wem auch immer geben. Nur wird das nichts bringen. Auch die Lösung des Problems können wir nicht einfach an irgendwelche Personen oder Institutionen delegieren. Denn wir haben es mit einem gesellschaftlichen Phänomen zu tun. Und wie schon Friedrich Dürrenmatt schrieb: «Was alle angeht, können nur alle lösen.»

Es braucht also ein Umdenken in der Gesellschaft. Lesen und Verstehen müssen wieder den Stellenwert einnehmen, den sie in jeder Wissensgesellschaft als Selbstverständlichkeit haben müssten. Das geht nur, wenn das Lesen allgemein aufgewertet wird und wenn nicht mehr als Nerd oder komischer Kauz gilt, wer freiwillig «richtige» Bücher liest.

Ausserdem müssen die digitale Revolution, ihre Auswirkungen und der Umgang mit ihren Erzeugnissen massiv in einen modernen Lehrplan einfliessen; nicht nur in den technischen Fächern wie IKA (Information, Kommunikation und Administration), sondern auch im Sprachunterricht und in den gesellschaftlich relevanten Fächern. Vielleicht müsste man sogar alte Zöpfe abschneiden, um die nötigen Lektionen freizuschaufeln, ohne die Schüler zusätzlich zu belasten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich würde zum Schluss gerne schreiben, dass alles gut wird. Leider bin ich mir da nicht so sicher.

Wer ist Lehrer M.?

Lehrer M. ist eine Leihgabe des Kantons Bern. Ursprünglich wollte er während seines Bildungsurlaubs für uns Kaffee kochen und Texte korrigieren. Daraus wird aber nichts. Er soll für uns schreiben. Lehrer M. hat während seiner gut dreissigjährigen Lehrerlaufbahn sämtliche Stufen unterrichtet: 1. bis 9. Klasse Volksschule, KV, Berufsmatur und Gymnasium. Gemäss eigenen Angaben arbeitet er seit bald zwanzig Jahren an der besten Schule der Schweiz Welt. Als journalistisches Greenhorn soll er bei uns (vorerst) über das schreiben, was er am besten kennt: die Schule. Wenn du Fragen oder Anregungen hast oder möchtest, dass sich Lehrer M. eines bestimmten Themas annimmt, kannst du deinen Input an lehrer.m@watson.ch senden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • what's on? 09.12.2019 09:11
    Highlight Highlight Hallo Lehrer M., schreiben Sie doch bitte mal über die Integration von behinderten Kindern in Regelklassen. In manchen Klassen sind die integrierten Kinder mit über 75% vertreten. Mir scheint, weder die Lehrer noch die Schulleiter noch die Gemeindebehörden dürfen Klartext reden. Es heisst doch, wer integrationsfähig ist, soll integriert werden. Dennoch ist es kaum möglich, solche Kinder via SPD zu versorgen - deren Verhalten grenzt oft an Arbeitsverweigerung. So verkommt der Lehrerjob oft zum Hütedienst.
  • watsoninan 08.12.2019 18:23
    Highlight Highlight Inhaltlich die Digitalisierung anschwärzen und gleichzeitig Werbung von Digitec und der neuen Swisscom TV-Box aufschalten. Genannte bezahlen halt mehr als Orell Füssli, nicht wahr @Watson?
    Wie dem auch sei, irgendwelche Lösungsvorschläge?
    Wäre der Kauf einer PlayStation gesetzlich verboten und die "Online Zeit" für Schüler auf Grundstufe auf eine bescheidene Stunde beschränkt, würde das etwas ändern?
    Ich selbst habe während meiner Schulzeit vor zehn Jahren Pfeilbögen gebastelt und "Herr der Ringe" gelesen.
    Keine Ahnung ob das geholfen hat.
  • Ökonometriker 08.12.2019 15:30
    Highlight Highlight Die Lese- und Mathekompetenz ist heute so schlecht, dass es viele Leute nicht schaffen, den Methodik-Teil der PISA-Studie richtig zu verstehen. Inklusive Politiker und gewisse Akademiker. Das sieht man daran, dass gefühlt 90 Prozent der Medien die PISA-Studie als Ranking der Bildungssysteme verwenden.

    Wer das glaubt, sollte in das erstplatzierte China reisen und dort an einer Schule versuchen, mit einem Schüler Englisch zu reden. Die einzige dort unterrichtete Fremdsprache wird erschreckend schlecht beherrscht.
    In der Schweiz werden aber min. 2 Fremdsprachen unterrichtet... und noch anderes.
  • Grohenloh 07.12.2019 22:01
    Highlight Highlight Das Problem ist das Hochdeutsch.
    Die meisten Schweizer lesen und singen ihren Kindern nur in Dialekt vor. Und sind auch noch stolz darauf.
    Texte sind in Hochdeutsch geschrieben. Wie soll im sprachlernsensiblen Alter eine Kompetenz in Hochdeutsch entwickelt werden, wenn es nicht vorkommt?
    Und das war schon immer so. Es gab einfach mehr bildungsnahe Familien, die Hochdeutsch gepflegt haben. Aus genau diesem Grund.
    Die restlichen Kinder waren in der Primarschule.
    Ich meine, warum versucht man in jeder Sprache mögl. wenig Akzent zu haben, nur beim Deutsch ist es umgekehrt?
    • beaetel 08.12.2019 06:08
      Highlight Highlight Es gibt bei uns Dialekte, denen das Hochdeutsch besser liegt (Zürich, Basel, Ostschweiz) und andere wie Bern, wo die Umstellung wesentlich grösser ist, Ich denke aber, dass mit Leseverständnis die ganze Schweiz gemeint ist und nicht nur ein bestimmter Kanton. Im Übrigen vergessen gerade die Deutschschweizer gerne, dass unsere Landessprache auch das Französisch und Italienisch ist! Ob diese Kantone besser abschnitten, stand ebenfalls nirgends!
    • ConcernedCitizen 08.12.2019 15:18
      Highlight Highlight Wäre auch interessant zu sehen, wie die Romands und Tessiner im Vergleich zu Deutschschweizern abschneiden. Ich vermute viel besser.
  • Kruk 07.12.2019 20:23
    Highlight Highlight Zum Bücher lesen kann man niemanden zwingen.
    Ein gutes Text verständnis ist aber gerade in der Schweiz sehr wichtig.
    Oder wie soll es mit unserer Demokratie laufen wenn der Abstimmungstext nicht bzw. falsch verstanden wird?
  • Hoodoo 07.12.2019 20:05
    Highlight Highlight Boko Haram (Buch schlecht) auch in der Schweiz...

    PS: Schade korrigiert Lehrer M. nicht mehr Texte bei Watson. Manchmal wird das/dass konsequent falsch geschrieben. Und nein, nicht nach jedem Komma folgt ein dass.

    Lehrer H.
  • Alnothur 07.12.2019 18:55
    Highlight Highlight Na, da hat das Dialektverbot an den Schulen ja richtig Früchte getragen... Bravo...
    • destin 07.12.2019 23:52
      Highlight Highlight Du bist im falschen Artikel. Und beim falschen Thema. Und im falschen Medium.
    • Alnothur 08.12.2019 15:36
      Highlight Highlight Nein, bin ich nicht. Die PISA-Resultate waren mit der Hauptgrund für das Dialektverbot.
  • Team Insomnia 07.12.2019 17:46
    Highlight Highlight Wenn ich heutige 25jährige höre beim sprechen wundere ich mich das die überhaupt lesen und schreiben können.
    • Kruk 07.12.2019 20:44
      Highlight Highlight Die gesprochene Sprache entwickelt sich nun mal anders (schneller) als die geschriebene.
      Meistens in Form von Vereinfachungen, auch wenn dies für Liebhaber der schönen Sprache schmerzhaft ist.
    • watsoninan 08.12.2019 18:30
      Highlight Highlight Ich will keinen Streit, aber mit deiner Satzstellung und der fehlenden Kommasetzung würde ich solche Kommentare einfach gar nicht schreiben...
  • Likos 07.12.2019 17:33
    Highlight Highlight In meiner Klasse konnte neben mir, nur noch eine andere Klassenkollegin flüssig vorlesen. Bei allen anderen hatte die Übung eher den Charme von Fingernägeln auf einer Wandtafel. Wir waren knapp 30 Leute, davon ein Ausländer und noch Handys statt Smartphones. Dabei war ich jetzt auch nie eine grosse Leseratte.
    Und heute auf der Arbeit können und wollen die meisten Leute auch nicht lesen, egal ob 20 oder 60.
    Ich glaube daher, dass das Problem eher tiefer sitzt, als dass man die Schuld den neuen Medien geben kann.
  • Unbearable 07.12.2019 16:46
    Highlight Highlight Wäre eventuell noch relevant zu ergänzen, dass die Leseleistung der Schüler (laut PISA-Studie) zwischen 2000 und 2012 leicht zugenommen hat und danach nicht signifikant gesunken ist. Zudem ist die Schweiz jeweils auf dem OECD-Schnitt und nicht unterdurchschnittlich.

    Die heutigen Schüler lesen also noch ziemlich genau so gut wie die Schüler vor fast 20 Jahren.

    Aber um das zu wissen müsste man halt die Berichte nicht nur lesen sondern auch verstehen, Herr Lehrer ;)
  • Thor_Odinson 07.12.2019 15:31
    Highlight Highlight Heute werden ja auch keine Bücher und Wissen gebraucht. Alles bezieht man aus dem Netz oder fragt Doktor Google. Aber wehe es fällt mal aus. Dann beginnt die Katastrophe...
  • Hagelhans im Blitzloch 07.12.2019 15:25
    Highlight Highlight Wer glaubt, den PISA-Test bestehen zu würden, gehe doch mal zum Gottfried-Keller-Test über:

    „Jeder, der noch gut und recht zu lesen versteht und nicht zu der leider gerade jetzt so großen Zahl derer gehört, die nicht einmal mehr richtig lesen können vor lauter Alexandrinerthum und oft das Gegentheil von dem herauslesen, was in einem Buche steht, wird dieß zugeben müssen," „dass er [Gotthelf] ohne alle Ausnahme das größte epische Talent war, welches seit langer Zeit und vielleicht für lange Zeit lebte."
  • ZEWA Wisch und Weg 07.12.2019 14:12
    Highlight Highlight ... ich bin auch eine lehrperson (unterstufe) ... eine im letzten monat gemachte umfrage in der klasse hat ergeben, dass 30% der kids eine gute nacht geschichte vorgelesen bekommen. 60% schauen sich ein youtube video an und 10% gar nichts. auf die frage welche art von youtube video, haben 50%(der vodeo gucker) geantwortet: wissen wir doch nicht...
    so viel von meiner seite aus...
    • Palpatine 07.12.2019 16:53
      Highlight Highlight Eine Lehrperson schreibt einen Kommentar über einen Artikel, wo es ums Lesen (und somit indirekt auch ums Schreiben) geht und dann werden elementarste Grundregeln der deutschen Grammatik, die Grossschreibung, einfach ignoriert...
    • ZEWA Wisch und Weg 07.12.2019 17:03
      Highlight Highlight mit grossem vergnügen...
    • rüeblisaft 07.12.2019 18:08
      Highlight Highlight Ist leider keine Seltenheit... ich hatte im Gymnasium einen Deutschlehrer, der an die gesamte Klasse gerichtete Mails ohne Gross-/ Kleinschreibung verfasste und sie mit „gruß, sf“ abschloss. Finde ich Jahre später immer noch traurig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paprika_1988 07.12.2019 13:42
    Highlight Highlight "Selbstverständlich hat dies mit Facebook zu tun"

    Nein hat es nicht, Social Media ist nicht an allem Schuld. Da tragen Lehrer welche einem das lernen vermiesen auch Schuld, Eltern die überfordert sind, andere Interessen der Kinder und vieles mehr auch eine Mitschuld. Die Ursache nur bei der Digitalisierung zu suchen ist zu einfach, diese kann sich ja auch nicht mal wehren.
    • E7#9 07.12.2019 15:17
      Highlight Highlight Ach ja? Du kannst sicher auch erläutern, was die bösen Lehrer in ihrer Situation, die sie sich ja nicht ausgesucht haben, ständig so falsch machen. Kennst doch sicher den Alltag und die Tücken dieses Berufes bis ins Detail, nur weil du auch mal zur Schule gegangen bist.

      Übrigens: Es heisst „das Lernen“ (Substantiv).
    • Paprika_1988 07.12.2019 17:54
      Highlight Highlight Beispielsweise immer zwanghaft jemanden verbessern und keine anderen Meinungen akzeptieren können.
    • E7#9 08.12.2019 09:39
      Highlight Highlight Ach Paprika, das musstest du jetzt aber auf ein ziemlich altbackenes Klischee zurückgreifen. Im Gegensatz zu früher haben Lehrer heute wenig Spielraum. Alles wird ständig umstrukturiert und harmonisiert. Kaum abgeschlossen stehen wieder neue Reformen an (inkl. Kürzungen wo es nur geht). Hinzu kommt, dass heute ein Grossteil der Erziehung (Selbst- und Sozialkompetenz) im Elternhaus gar nicht mehr stattfindet. Für Lehrer eine Herkulesaufgabe bei Klassengrössen bis 30 Kinder mit unterschiedlichsten Ethnien und fam. Wertvorstellungen. Einfach den bösen Lehrer die Schuld geben ist zu kurz gedacht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Morgan Schwab 07.12.2019 13:38
    Highlight Highlight Ich denke auch, es hat damit zu tun, dass in der Schweiz die Phantasie mehr oder weniger verboten wird.. ja nicht die Phantasie anfachen - und das wird sehr oft im Elternhaus so vorgelebt.. sachlich, nüchtern . Bei Mädchen wird's halbwegs noch akzeptiert, aber eben nicht immer. Lesen hat auch mit Phantasie zu tun, mit Geduld, mit Mitgefühl zu tun.. und das wird hier einfach erstickt.
    • Anilu 07.12.2019 17:35
      Highlight Highlight Wer verbietet wem die Phantasie?
      Ist eine ernstgemeinte Frage.
  • Morgan Schwab 07.12.2019 13:30
    Highlight Highlight Hm, wenn mein Partner mir sagt, dass er nicht gern liest.. ich bin nicht erstaunt. Viele Leute sagen mir, dass sie nicht gerne lesen ( Nicht mal Questaufgaben). Es muss alles schnell gehen. Sogar Bedienungsanleitungen. Er ist zu ungeduldig. Wenn man merkt, dass Leute nicht lesen können, dann muss man sie wieder in einen Lese-Lern-Kurs schicken. Für Erwachsene. Ja, das ist traurig . Ist aber so. Sogar in meiner Schule las niemand gern. Ich war da die Ausnahme.
    • Pitefli 07.12.2019 21:43
      Highlight Highlight Mein Mann liest auch nicht gerne. Zeitung ja aber Bücher gehen überhaupt nicht bei ihm. In über 13 Jahren Beziehung hat er ein einziges Buch privat gelesen. Er versteht z.B. nicht warum man einfach so ein Buch lesen soll wenn es keinen schulischen Zweck erfüllt.
  • TheBase 07.12.2019 13:13
    Highlight Highlight Danke! Dieser Text sollte eigentlich jedem Bürger klar machen, dass wir uns selbstkritisch mit diesem miserablen Resultat auseinandersetzen sollten, statt ständig immer nur irgendwelche Sündenböcke zu suchen. Schuld daran sind nur wir selber! Und ob man es nun einsehen will oder nicht, wir sind nicht die Besten, nur weil wir so gerne daran glauben.
  • Ohniznachtisbett 07.12.2019 13:10
    Highlight Highlight Als ich in der 5. Klasse war, kam ein Junge aus Kasachstan in unsere Klasse. Er hat dann erzählt, dass in seiner Heimat Literatur ein Schulfach sei. Drei Viertel der Klasse musste unser Lehrer erstmal erklären, was das Wort "Literatur" überhaupt bedeutet. Und damals gab es social media noch nicht.
    • Morgan Schwab 07.12.2019 13:40
      Highlight Highlight In meiner Klasse war ich die einzige, die wirklich gelesen hat.. die meisten meiner Klasse, und meiner Schule haben überhaupt nicht gelesen - wohl auch weil sie nicht so einen grossen Wortschatz haben, obwohl Lesen für Gehörlose und Schwerhörige ein sehr gutes Medium ist..
    • Alnothur 07.12.2019 19:00
      Highlight Highlight So ein Schulfach wäre wirklich gut. Und dann vielleicht den Schülern auch die Auswahl lassen, was sie lesen wollen.
    • Kruk 08.12.2019 10:27
      Highlight Highlight Wir hatten zwar kein Schulfach mit diesem Namen, mussten aber trotzdem viel lesen. Keller, Goethe, Kafka, Schiller, Kleist etc. im Deutsch, Im Englisch Steinbeck, Stowe, Hemingway, im Französisch Sachen von Satre, Hugo, Ionescou. Auch Aitmatow haben wir in irgend einem Fach gelesen. Dazu kamen Freiwillige Sachen.
      Wie kann man in diesem Land zur Schule gehen ohne je ein Buch gelesen zu haben? Unmöglich.
  • Wine Spectator 07.12.2019 13:09
    Highlight Highlight Ich habe nichts gegen Youtube, Netflix & co. aber die Information aus gewissen Büchern ist sonst nirgends verfügbar, die neusten Stephen King Bücher (noch) nicht verfilmt.
    In meiner Schulzeit habe ich aber auch nicht gelesen und da gab es noch kein Youtube, alles andere war einfach wichtiger und es gab auch nie einen Autrag ein Buch zu lesen.
    Die Jungen von heute entdecken ihre Freude für Bücher hoffentlich auch noch, auch wenn es erst mit 30ig ist.
  • Thurgauo 07.12.2019 13:00
    Highlight Highlight Ich habe langsam Mühe, dass ich echt praktisch nur noch Englisch lese, aber nur Deutsch spreche. Als Informatiker ist für mich Englisch beim Lesen sowieso die Sprache. Folglich nutze ich fast alles auf Englisch (Betriebssystem, Bücher, usw.). Neben Watson lese ich eigentlich nur englische Nachrichten.

    Aber ehrlich gesagt ist mein gesprochenes Englisch echt holprig, da ich es nie spreche. Dafür schwirren mir beim Deutsch sprechen immer öfters englische Wörter durch den Kopf und es kommt so ein "Denglisch" raus.
  • Alteresel 07.12.2019 12:55
    Highlight Highlight Einfach nur gut, Kollege! Kann ich irgendwo unterschreiben?
  • Merida 07.12.2019 12:31
    Highlight Highlight Meine aktuelle Lektüre:
    Benutzer Bild
  • Sagittarius 07.12.2019 12:30
    Highlight Highlight Und plötzlich ergibt in gewissen Situationen die Faktenresistenz einen anderen Sinn... Die verstehen das einfach nicht.

    Gefährlicher Trend!

    Früher war (während meiner Schulzeit) der Gang zum Pestalozzi Pflicht. Lesen „musste“ man, da danach ein Aufsatz/Vortrag darüber zu erfolgen hatte.

    Ist das nicht mehr so?
    • Krise 07.12.2019 13:21
      Highlight Highlight Natürlich müssen Schulkinder noch immer lesen und dann darüber schreiben.
  • Merida 07.12.2019 12:22
    Highlight Highlight Top Analyse von Lehrer M.
    Absolut lesenswert, verstehenswert und „umsetzenswert“!
  • Der Rückbauer 07.12.2019 12:13
    Highlight Highlight Nu ja, Blidli und Filmeli aaluege, nümme lese, gäll, das isch geil. - Digitale Analphabeten. Wissen ohne Bildung, das ist die Zukunft, tagtäglich hier in diesem Theater. Die Verblödung wird dann zur Normalität, keine Angst. - Die Demokratien werden gegen die digitalen Diktatoren und die neoliberalen Kapitalisten einen schweren Stand haben. Aber vielleicht steht den Untertanen die Rolle als Schaf in der Herde besser als politisch mündigen Bürgern.
    • ironman63 08.12.2019 11:50
      Highlight Highlight die Digitalisierung killt nicht nur die Bildung sondern auch den stationären Handel, das soziale Leben, die Kommunikation im allgemeinen etc etc Ich sehe total schwarz, leider!
  • Roland Bach 07.12.2019 12:12
    Highlight Highlight Kein Wunder, Ich wohne neben einer Schule mit einem hohen Ausländeranteil. Das was da gesprochen wird kann man nicht mehr deutsch nennen. Ich kann mir gut vorstellen das das Lesverständniss auch nicht besonders ausgeprägt ist. Dazu kommen dann auch noch die ganzen Dinge die im Artikel aufgelistet sind.

    Mit der Schweiz geht es den Bach runter, schade.
    • Waldorf 07.12.2019 12:37
      Highlight Highlight Den Roland Bach runter?
    • Merida 07.12.2019 13:07
      Highlight Highlight Ich spreche auch anders als ich lese und schreibe...
      Die Jugendlichen können meist Recht gut zwischen Alltagssprache und Hochdeutsch unterscheiden.
      Mit meiner Oma habe ich auch anders gesprochen als mit meinen Klassenkameraden.
  • Krise 07.12.2019 11:57
    Highlight Highlight Ich kenne einige 35+ die sich damit brüsten nie ein Buch gelesen zu haben. Auf der anderen Seite ist mein Kind absolut sprachunbegabt, was sich gerade im Lesen/Verstehen zeigt. Sie hat zwar von mir einen sehr grossen Wortschatz (ich bin eine Leseratte), versteht aber viele dieser Wörter trotz Erklärung gar nicht.
    Könnte es auch sein dass das Bildschirmlesen zu eienr Verarmung der Lesefähigkeit führt? Ich habe jeweils das Gefühl Gedrucktes ist anspruchsvoller für das Gehirn (warum auch immer, dünkt mich seltsam.)?
    • Deckardcain 07.12.2019 13:06
      Highlight Highlight Bildschirmlesen und Gedrucktes haben keinen unterschied, was aber oft auf den Bildschirm zu lesen ist schon, denke daher kommt dein Gefühl.
    • auloniella 07.12.2019 13:27
      Highlight Highlight Es gibt Studien die andeuten, dass bei Zeitungen oder Büchern das haptische Feedback bei der Verankerung des Textes hilft. Weswegen sie gehaltvoller wirken. Ist mir schon selbst aufgefallen.
    • ironman63 08.12.2019 11:54
      Highlight Highlight Sie sind auf der richtigen Spur! es gibt Studien die belegen, dass zB Texte, die man von Hand geschrieben hat statt einzutippen, besser haften bleibt!
  • pascii 07.12.2019 11:54
    Highlight Highlight Lesen können ist schon wichtig…
    Benutzer Bild
    • anundpfirsich 07.12.2019 13:11
      Highlight Highlight Das kann nur ein Hamburgerjung sein 🤣
  • Todesstern 07.12.2019 11:54
    Highlight Highlight Die Studie sagt nichts über den Menschen aus...
  • AvivaVonFlatter 07.12.2019 11:49
    Highlight Highlight Ich habe eine Zeit lang als Erwachsenenbildner im Bereich Informatik gearbeitet.

    Nun entgegen der fancy Meinung, dass es ja im "Deepweb Toolz" gibt, muss man doch die wichtigsten Begriffe wie Taskleiste, Dateiendung, verschiedene Ports usw usf erst mal lernen und verstehen. Sonst wirds schwierig wenn die Frage lautet "was auf dem Bild ist die Taskleiste"

    Ich bin auch eine Plaudertasche...

    Worauf ich hinaus will ist, die meisten Erwachsenen(!) waren beinahe empört darüber, dass Sie selber etwas tun und gewisse Kapitel/Abschnitte nochmal lesen sollen.
    "Aber Siiieeee ich lise nöd gern!!1!" 😐
    • Morgan Schwab 07.12.2019 13:32
      Highlight Highlight Genau das beobachte ich auch. Viele lesen nicht gern. Ich aber schon. Mein Partner liest überhaupt nicht gern.. und ich glaube, dass es daran liegt, wie man aufwächst, ob einem vorgelesen wird, oder eben nicht.. Ob Eltern sich mit einem Buch beschäftigen ( Vorbild), oder eben auch nicht. Meine Adoptiveltern waren in der Hinsicht eben auch Vorbild.
    • balzercomp 08.12.2019 14:31
      Highlight Highlight Mal ganz abgesehen davon, dass die Fachbücher dann auch noch auf Hochdeutsch geschrieben sind und, das ist ja für viele des Teufels.
    • AvivaVonFlatter 08.12.2019 15:39
      Highlight Highlight Stimme Euch beiden zu.

      Habe die selbe Erfahrung gemacht wie du @Morgan Schwab

      Meine Grosseltern, bei denen ich mehrheitlich aufwuchs, lasen mir vor, lebten mir jedoch auch intefessiertes lesen jeden Mittag nach dem Essen vor. (Zeitung)

      @balzercomp und vielen auch das korrekte Vokabular fehlt..
      Oder wie meine Schüler Sagten "Redet Sie dütsch mit üüs!!11!!"

      Der Satz war wohl etwas wie "Wenn wir über diese Zusammenhänge nochmal reflektieren." oder "Da haben wir einen Konsens! :) "


      sehr einfache Sprache, musste auch umdenken o.0
  • obi 07.12.2019 11:45
    Highlight Highlight Der Chefredaktor der meistgelesenen Tageszeitung der Schweiz geht mit gutem Beispiel voran:
    Benutzer Bild
    • guby 07.12.2019 11:55
      Highlight Highlight Ich lese auch sozusagen keine Bücher mehr. Da ich, wie auch der Chefredaktor der meistgelesenen Tageszeitung der Schweiz, beruflich sehr viel lesen "muss". Wenn ich nach Feierabend noch etwas Zeit für mich habe, will ich nicht noch mehr lesen. Eine Ausnahme bilden Ferien, da lese ich sehr gerne. Ich kann die Interviewantwort also einigermassen nachvollziehen.
    • Krise 07.12.2019 11:58
      Highlight Highlight 🤦
    • ingmarbergman 07.12.2019 12:05
      Highlight Highlight Stupid people produce stupid products for stupid people. 🤷🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 07.12.2019 11:39
    Highlight Highlight Ich fände es sehr spannend, wenn Pisa nicht nur den Durchschnitt, sondern auch die Verteilung veröffentlichen würde. Dann könnte man sich auch hier die Frage nach der immer weiter aufgehenden Intelligenzschere stellen: werden die Gescheiten immer gescheiter und die Dummen immer dümmer?

    Hier eine Quelle, die dies behauptet: https://marginalrevolution.com/marginalrevolution/2019/12/is-the-inequality-of-intelligence-increasing.html
  • Kiro Striked 07.12.2019 11:39
    Highlight Highlight Manche Sachen lerne ich besser lesend. Andere besser in Video/Audio Form.
    Ich guck mir z.B. gerne Techtastisch an, für die Experimente, aber um die sachen genau zu verstehen, die er Zeigt (evtl. Auch weil er ein furchtbar schlechter Erklärer ist) lese ich gerne nach.

    Ich glaube das Problem heute ist dass man super schnell ein Youtube Video offen hat, oder sonst abgelenkt wird, vor 20 Jahren konnte niemand einfach heimlich unterm Tisch ein Mobile game spielen. Heute, ich weiss noch vor 4 jahren, 4-5 leute waren in der BS immer abgelenkt am Handy. Ohne dass sie den Stoff verstanden.
    • satyros 07.12.2019 11:57
      Highlight Highlight Ich habe vor 20 Jahren meine Matur gemacht. Wir haben Tetris auf unserem Taschenrechner gespielt. Die mit dem etwas besseren Taschenrechner konnten sogar Zelda spielen.
    • Krise 07.12.2019 11:59
      Highlight Highlight Vor zwanzig Jahren war im Jahr 2000, ämel ich hatte da meinen ersten Gameboy schon längst nicht mehr in Betrieb. 😉
    • Kiro Striked 07.12.2019 12:26
      Highlight Highlight @krise und satyros

      Ja dennoch ist es was anderes, die Lehrer hatten damals (unsere zumindest) ganz anders auf sowas reagiert wenn man erwischt wurde.

      Ich habe mal bei nem Rollout mitgeholfen. PC's in nem Schulhaus aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Von 26 Schülern (viel zu grosse Klassen leider) waren 8 Mädchen am Lernen. Der Rest, die Jungs und anderen Mädchen, waren alle abgelenkt am Handy. Die Lehrerin hat nix gesagt. Sie war selbst relativ überfordert mit der Klasse (da ist das Hauptproblem)

      Als ich jünger war, hatten vielleicht 1-2 Kinder mal nen Gameboy dabei. An der ganzen schule.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 07.12.2019 11:35
    Highlight Highlight Ich poste ohne weitere Worte diese Aussagen des 20-Minuten-Chefredaktors Gaudenz Looser https://twitter.com/bibliothekensh/status/1202734081836011521

    • WID 07.12.2019 12:26
      Highlight Highlight @ Howard271: Hahahs, darum ist das ja auch eine Dubbeliziitig!
  • WID 07.12.2019 11:32
    Highlight Highlight Schaut doch mal, was die Kinder teilweise lesen müssen, grauenhaft.
    • Kruk 07.12.2019 20:27
      Highlight Highlight Welche Bücher müssen sie lesen bzw. wo kann ich das nachschauen?
    • WID 09.12.2019 07:56
      Highlight Highlight @Kruk: frag Deine Kinder, Göttikinder, Nachbarskinder
  • PVJ 07.12.2019 11:24
    Highlight Highlight Grundsätzlich einverstanden, guter Artikel.

    Allerdings erklären Lehrer M.‘s Argumente nicht den relativen Abstieg der Schweiz. Andere Länder müssten eigentlich die gleichen Probleme haben. YouTube gibts ja nicht nur hier.
  • Phrosch 07.12.2019 11:21
    Highlight Highlight Ich frage mich grad, wie junge Nichtleser in der Arbeitswelt bestehen wollen. Sogar in der Produktion gibt es schriftliche Arbeitsanweisungen zu befolgen, Reports zu erstellen und an den nächsten weiterzureichen, der diese lesen und dann ergänzen muss, usw. Dies geschieht zwar oft digital am Compi, ist aber ganz sicher nicht ohne lesen und verstehen zu machen.
    • WID 07.12.2019 11:37
      Highlight Highlight @Phrosch: Ich kann es dir sagen, habe täglich damit zu tun: die Anleitungen werden nicht gelesen, teilweise gelesen, nicht verstanden. Das Resultat ist, dass alles mehrfach gemacht und teuer korrigiert werden muss. Ineffizienz und schlechte Qualität sind die Folge, ein wichtiges Fundament unserer Wettbewerbsfähigkeit.
  • Abdul der Klappstuhl 07.12.2019 11:17
    Highlight Highlight So schade hören zu müssen, dass die Jungen damit angeben nicht zu lesen. Sie werden nie verstehen, wie emotional es wirklich war als Sirius starb... Nie werden sie die düstere Hintergrundgeschichte des weltbesten Krimi Ermittlers, Harry Hole, erfahren. Naja, mehr Bücher für mich!
    • Nocciolo 07.12.2019 12:00
      Highlight Highlight Falsch. Weniger für dich. Je weniger gelesen wird, desto weniger Bücher werden geschrieben werden, da es sich einfach nicht mehr lohnt.
  • DerTaran 07.12.2019 11:12
    Highlight Highlight Erst einmal will ich klarstellen, das schlechte Abschneiden ist kein Problem der Schüler, sondern der Bildungspolitik.

    Ich bin zwar einverstanden mit der Analyse, dass sich die Gesellschaft verändert hat, aber das hat sie auch in den anderen OECD Ländern und ist keine Entschuldigung. Im Gegenteil, scheinbar haben sich andere Lehrpläne besser angepasst als die der Schweiz.

    Als Vater zweier Söhne, muss ich leider darauf hinweisen, dass 9 Schuljahre Europaweit das absolute Minimum darstellt (und da in der Sek das 9 Schuljahr mehrheitlich für Bewerbungen genutzt wird, sind es eigentlich nur 8).
    • Neruda 07.12.2019 13:18
      Highlight Highlight Die 9 Jahre haben aber vor allem mit dem dualen Bildungssystem zu tun, was wiederum für eine tiefe Jugendarbeitslosigkeit sorgt. In Schweden machen fast alle die Matura und gehen bis 18 zur Schule. Resultat: 18% Jugendarbeitslosigkeit, dafür waren sie dann genug lange in der Schule. Die Kantischüler gehen ja trotzdem auch 13 Jahre in die Schule.
    • DerTaran 07.12.2019 13:50
      Highlight Highlight Ja klar, wenn man stolz darauf ist, mit möglichst wenig Bildung auszukommen, dann muss man sich aber auch nicht über ein schlechtes Abschneiden im Pisa Test beschweren.

      Übrigens, die Jugendarbeitslosigkeit wird in Schweden via Umfrage ermittelt (keine Meldepflicht) und beinhaltet auch Schüler.
      Quelle: https://nofoblog.hypotheses.org/253
  • Gipfeligeist 07.12.2019 11:07
    Highlight Highlight Man schaue sich doch nur die Eltern an; wenn diese selber am Handy Watson abchecken, Insta runterscrollen oder auf Netflix hängen, hat das Kind garantiert keinen Bezug zum Lesen.

    Auch ein Harry Potter als Gutenachtgeschichte vorlesen, kann Interesse wecken!
    • Neruda 07.12.2019 13:20
      Highlight Highlight Denke es auch immer wieder. Mütter und Väter mit Kinderwagen und auf dem Spielplatz und anstatt sich mit dem eigenen Nachwuchs zu beschäftigen, wird ins Smartphone geglotzt... Kein Wunder kommen die Kinder so raus...
  • Bibilieli 07.12.2019 11:02
    Highlight Highlight Da in diesem spannenden Artikel so viele Fotos des Turms von Pisa erscheinen, lohnt sich vielleicht der Hinweis darauf, dass die PISA Studie nichts mit der gleichnamigen Stadt zu tun hat, sondern für "Programme for International Student Assessment" steht.
    • Sakura84 07.12.2019 14:28
      Highlight Highlight 😂👍 jawohl!
  • dracului 07.12.2019 11:01
    Highlight Highlight Ich lese „Elternhaus“ und „Gesellschaft“, aber es ist immer noch so, dass sich die Schule schwer damit tut, Handlungskompetenzen im 21. Jahrhundert zu vermitteln. IKA ist ein schönes Beispiel: Solange dieses Fach als „technisch“ angesehen wird und nicht als transversale Kompetenz, weiss ich nicht, wie lebensnahe Handlungskompetenzen entstehen sollen? Man sagt, man lerne fürs Leben und nicht für die Schule, aber ich bin mir unsicher, ob die Schule bereits im aktuellen Jahrhundert angekommen ist und die Lehrer die notwendigen (digitalen) Kompetenzen haben?
  • Gigi,Gigi 07.12.2019 11:00
    Highlight Highlight Dann liest mal!
    Der Pulverdampf (Kokain? Dampflokomotive?) der geistigen (Geister, Gespenster?) Schnellschüsse (Päng, Päng) zur Pisa-Studie (Italien, war ich auch schon) der OECD (hä?) von 2018 hat sich verflüchtigt (verfluchen?).
    Sie wieso müssen wir das lesen?
    • Gummibär 07.12.2019 12:19
      Highlight Highlight Wunderschön auf den Punkt gebracht.
  • lilie 07.12.2019 10:59
    Highlight Highlight Danke für den Artikel! 👍

    ME liegt das Problem an einem Umstand, der im Artikel zu wenig ausgeführt wird.

    Lehrer M. nimmt hier eine ziemlich fatalistische Haltung gegenüber den "bösen" Internetanbietern ein, welche ihre User konsumabhängig machen.

    Würde man aber mit den Jugendlichen ununterbrochen und bei jeder Gelegenheit (also in jedem Fach) darüber sprechen, wie man auf dem Internet zu dem kommt, was man will, ohne in irgendwelche Fallen zu tappen, dann würde die Lesekompetenz massiv ansteigen!

    Solange aber Bücher das Mass aller Dinge sind, lösen wir beide Probleme nicht.
    • Gipfeligeist 07.12.2019 11:12
      Highlight Highlight @Lilie
      Ich glaube jedoch, dass das Internet (v.a. bei Kindern) mit Youtube & Netflix in Verbindung gebracht wird. Und diese Seiten sind ohne Frage darauf ausgerichtet, den Konsumenten möglichst lange zu Unterhalten.

      Ich glaube, dass man immer noch mit physischen Texten am besten lesen lernt. Mit dem Lesen eines Buches lernt man auch, sich eine lange Zeit auf etwas zu konzentrieren. Die Aufmerksamkeitsspanne lässt in unserer Digital-Gesellschaft drastisch nach...
    • lilie 07.12.2019 11:34
      Highlight Highlight @Gipfeligeist: Die Frage ist ja hier wohl, was zuerst war, das Huhn oder das Ei. Hat zuerst die Lesekompetenz abgenommen oder der Konsum von Bildmaterial zugenommen? Das eine hängt doch mit dem anderen zusammen.

      Wenn aber die Jugend lernt, dass es auf dem Internet auch spannende Texte zu lesen gäbe und dass man auch durchaus Vorteile hätte, wenn man wüsste, wie man eine Info auf dem Internet kriegt, wäre sie ja auch motiviert, auf dem Internet zu lesen und nicht nur Bildli anzugucken.

      Texte auf dem Internet muss man aber anders lesen als Bücher. Und es ist auch wichtiger, da alltagsrelevant.
    • Krise 07.12.2019 12:02
      Highlight Highlight @Gipfeligeist Früher war's der TV, heute YT. 🤷 Und, zählt das Lesen von Onlinezeitungen auch zum Lesen? Das Lesen von Ebooks?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walterf 07.12.2019 10:53
    Highlight Highlight Das zeigt sich doch treffend auf Foren wie bei 20min. Was da für ein Schwachsinn von selbsternannten Eidgenossen geschrieben wird, muss jedem zu denken geben. Da wird die Überschrift gelesen, und dann in die Tasten gehauen. Ob der zugehörige Text nicht gelesen oder nich verstanden wird - Keine Ahnung.
    Meistens: je niveauloser der Text, umso fehlerhaft die Rechtschreibung.
    • Na_Ja 07.12.2019 11:15
      Highlight Highlight Ganz witzig sind Kommentare gegen böse und dumme Ausländer, welche selber aber kaum ein richtig geschriebenes Wort enthalten.
  • Gawayn 07.12.2019 10:45
    Highlight Highlight Wenn ich heute google um um mich zu informieren, irgend ein Problem zu lösen, oder für Spiele Beschreibungen,
    Kommen zuerst mal dutzende Youtube Videos dazu und erst nach der 2en Seite brauchbare Texte.

    Ich halte diese Entwicklung für bedenklich.
    Kein Wunder, das solche Dummheiten kommen, wie ein Verbrecher, Präsi der USA wird, oder GB aus der EU austritt.

    Sowas wäre nie passiert, wenn genügend Leute des Lesens mächtig wären und verstehen würden, das diese Schlagworte, schlicht erlogen sind.

    Lesen bildet. Videos gucken, tut es nicht...
    • Adam Smith 07.12.2019 12:11
      Highlight Highlight Deiner Rechtschreibung nach liest du auch nicht gerade viel und Videos mit dem richtigen Inhalt können genau do gut wie Bücher sein.
    • Gawayn 07.12.2019 13:49
      Highlight Highlight @Adam
      Wer im Glashaus sitzt und so weiter...
      Was erlaubst du dir mich so an zu motzen?

      Es ist ein normal verständlicher Text, den ich geschrieben habe.

      Ich werde mich jetzt aber auch nicht über deine Lesekompetenz, oder deiner Rechtschreibung mockieren...
    • Deckardcain 07.12.2019 14:36
      Highlight Highlight @Gawayn Relax
  • Fairness 07.12.2019 10:40
    Highlight Highlight Die Zuwanderung ist mit Sicherheit ein grosses Problem. Gute Schüler wurden und werden bei uns eh nicht gefördert. Dafür alles für diejenigen, die Mühe haben. Meiner Meinng nach total falsches System. Viele gehörten in Sonderschule anstatt die mittelmässigen und guten Schüler zu behindern. Nur Kluge überleben das einigermassen.
    • Gipfeligeist 07.12.2019 11:18
      Highlight Highlight @Fairness
      "Die Zuwanderung ist mit Sicherheit ein grosses Problem"

      Hier werden schlechte Deutschkenntnisse automatisch mit Ausländern verbunden. Das ist in einigen Fällen so, aber auf keinen Fall die Regel! Ich schätze die soziale Schicht viel schwerwiegender ein

      Die Bremse der schwierigeren Schülern sehe ich jedoch ähnlich. Aber deswegen finde ich die Stufen der Oberstufe (Gymi, Sek a/b) sehr sinnvoll. In der Primarschule würden kleinere Klassen dazu führen, dass die Lehrpersonen individueller helfen können (Bsp. schwierigere Aufgaben für gute Schüler)
    • ingmarbergman 07.12.2019 12:08
      Highlight Highlight Gute Schüler müssen nicht gefördert werden. Die haben es sowieso leichter später im Leben.
      Die knappen Ressourcen der Schule müssen effizient eingesetzt werden.
    • Fairness 07.12.2019 13:50
      Highlight Highlight @ingmarbergmann
      Bedenkliche Antwort, die wohl dem Niveau entspricht ...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mirjjrim 07.12.2019 10:38
    Highlight Highlight Merci M.!!!
    Du sprichst mir aus dem Herzen! Könnte man diesen Artikel bitte auf Netflix, tiktok, snapchat und YouTube posten 😉?
  • El Vals del Obrero 07.12.2019 10:38
    Highlight Highlight Bezüglich Video (bzw. Audio) vs. Text geht es mir immer umgekehrt als offenbar vielen. Bei einem Text kann man selber bestimmen, wie schnell oder langsam man ihn liest, welche Stellen man nur überfliegt oder genaustens analysiert. Bei Videos ist das schwieriger und um das Geplänkel vor den entscheidenden Aussagen anzuhören fehlt mir oft die Geduld.
    • lilie 07.12.2019 11:25
      Highlight Highlight @El Vals: Du sprichst mir aus dem Herzen!

      Aber schon klar, wenn man keine Lesekompetenz hat, dann muss man halt Videöli schauen.

      Gerade auf dem Internet wäre Lesekompetenz sehr wichtig.

      Die vermittelt man aber nicht durch das Lesen von Büchern, weil die Textarten sich unterscheiden (Lesekompetenz von Lehrern? könnte man in diesem Punkt auch mal kritisch hinterfragen!).

      Lesekompetenz auf dem Internet muss man deshalb (oh, welche Überraschung!) auf dem Internet üben. Das würde auch die Konsumhaltung verändern und tatsächlich Fertigkeiten vermitteln, um die heute niemand mehr rumkommt.
    • derWolf 07.12.2019 11:45
      Highlight Highlight Was wird auf dem Internet geübt? Im Internet verstehe ich ja, aber auf ihm. Das würde auch die Konsumhaltung...? Lesekompetenz sollte doch zu Rechtschreibkompetenz führen, oder nicht ? Wohl auch zu viele Videölis geguckt..
    • lilie 07.12.2019 12:59
      Highlight Highlight @derWolf: Ob "im Internet" oder "auf dem Internet" diskutieren diese Forumsteilnehmer und kommen zum Schluss: "auf dem Internet" gibt es nicht!

      Allerdings sind sie auch der Meinung, dass man "im Internet segeln" kann, daher bezweifle ich ihre Fachkompetenz in dieser Frage doch ein wenig... :

      https://www.deutsch-als-fremdsprache.de/austausch/forum/read.php?4,5040

      Aber du hast selbstverständlich nicht nur Videölis geguckt, sondern kannst deine Lesekompetenz auf dem Internet beweisen und eine seriöse Quelle für deine Behauptung liefern!

      Oder? 🤗
    Weitere Antworten anzeigen
  • Coppoletti 07.12.2019 10:30
    Highlight Highlight Gut gebrüllt, Löwe, eh, Lehrer M!
  • Ueli_DeSchwert 07.12.2019 10:30
    Highlight Highlight Um ehrlich zu sein, muss ich aber auch gewisse Probleme bei den schulischen Institutionen anbringen: Ich lese gerne und viel. Aber das was in der Schule teils Pflichtlektüre ist, hilft nichts: "Faust" beispielsweise ist ein super Buch, aber ein richtig schlechtes für Schüler. Es suggeriert den Schülern, dass auch andere Bücher so mühsam und unverständlich sind, obwohl dies halt spezifisch Göthe et. al. betrifft.

    Ich finde, Schulen müssen den Schülern einen Anreiz schaffen und durch spannende Inhalte eine intrinsische Motivation zum lesen mitgeben. Auf dass Schüler selber lesen wollen.
    • Aglaya 07.12.2019 11:23
      Highlight Highlight Nicht nur die Auswahl der Bücher, auch der Umgang damit macht in der Schule viel aus. Wir mussten jedes Buch nach der Lektüre über mehrere Lektionen hinweg interpretieren. Warum trägt Katharina Blum ein weisses Kleid, warum kommt Josef K. zu einer früheren Uhrzeit aus der Kirche als er sie betreten hat? Da ging zumindest bei mir (obschon ich eine grosse Leseratte bin) das Interesse an vielen Autoren für lange Zeit verloren, zumal es damals auch noch kaum Internetseiten mit Interpretationsvorschlägen gab, die man zur Inspiration hätte verwenden können.
    • lilie 07.12.2019 11:28
      Highlight Highlight @Ueli: Also, ich hab den Faust ja geliebt und fand ihn alles andere als schwer verständlich!

      Aber natürlich liegst du komplett richtig, dass der Faust völlig ungeeignet ist, um alltagstaugliche Lesekompetenz zu vermitteln.

      Und die intrinsische Motivation ist ja schon da, wenn die Jugend den ganzen Tag auf dem Internet rumhängt (das, man würde es nicht glauben, wahnsinnig viele Texte enthält!).

      Da könnte man doch direkt anknüpfen.
    • satyros 07.12.2019 12:11
      Highlight Highlight Faust ist ja wohl kaum das erste Buch, das in der Schule gelesen wird. Wir hatten das erst im Gymnasium (also nicht Faust aber genügend andere Klassiker). Da geht es nicht mehr darum, das Lesen zu lernen, sondern einen Einblick in die Literaturgeschichte zu bekommen. Das darf man in einem humanistischen Bildungssystem durchaus erwarten. Was wir in Mathe, Physik, Chemie u.s.w. gemacht haben, "brauche" ich ja auch nie mehr.
  • Fairness 07.12.2019 10:29
    Highlight Highlight Meine Söhne haben so gut wie nie gelesen. Ich abonnierte sogar den Blick, in der Hoffnung, dass sie wenigstens den Sportteil lesen. Sie machten beide ihren Master summa cum laude und schreiben fehlerfrei. Intelligenzfrage?
    • Na_Ja 07.12.2019 11:18
      Highlight Highlight Den Blick würde ich nicht als bildende hochwertige Lektüre bezeichnen...
    • DieFeuerlilie 07.12.2019 11:49
      Highlight Highlight “Sie schreiben fehlerfrei.“
      Sehr schön!

      Aber trotzdem ist ihnen die faszinierende, wundervolle, bunte, fantasieanregende, Welt der Bücher entgangen.

      Das Gefühl, unbedingt weiterlesen zu wollen, weil du wissen willst, wie‘s weitergeht. Obwohl deine Augen vor Müdigkeit zufallen.

      Ja, Filme sind auch gut.
      Aber sie brauchen keine Fantasie.
      Und die verkümmert, wenn sie nicht gebraucht wird.

      Fehlerfrei schreiben ist nur ein Bruchteil dessen, was du durch Bücher lesen gewinnen kannst..

      Es schenkt dir den Einblick in andere Welten. Auch in dir drin..
    • ingmarbergman 07.12.2019 12:09
      Highlight Highlight Für einen Master in Singen und Klatschen muss man nicht lesen können. 🤷🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Tom 07.12.2019 10:24
    Highlight Highlight Mir ist der Artikel zu lang. Ich warte auf den Film.
    • Free Pegasus 07.12.2019 12:00
      Highlight Highlight Wer ein Buch liest kann sich 1000 Filme in seinem Kopf basteln. Wer ein Film sieht, hat oft nur die eine Version der Geschichte, weil alles vorgegeben wird. Ich bereue keine einzige der Nächte die ich mit Filmebasteln "verplempert" habe. Leider fehlt im Alltag oft die Zeit dazu. Die hole ich in den Ferien nach. 2 - 3 Bücher pro Tag sind dann schon drin. Für mich ist das dann Entspannung und ich kann den Rhythmus selber bestimmen. Aber jedem das Seine. Ich bin einfach glücklich darüber die Fähigkeit dazu noch zu kennen und nutzen zu können.
    • Free Pegasus 07.12.2019 12:12
      Highlight Highlight Abgesehen davon, dieser Artikel ist ja kein Film. Somit setzt es doch eigentlich Lese- und Leseverständnis voraus. Selbst Der Tom hat es ja gelesen. 😁😜 Gratuliere ❤️️-lichst dazu. 😝😘😜
    • Free Pegasus 07.12.2019 12:20
      Highlight Highlight Und jetzt hoffe ich nur "Der Tom" hat meine geistie filmische Interpretation seines Kommentares auch ohne Bildchen erfasst.


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