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Wetterextreme: ETH-Wissenschaftlerin fordert Klima-Taskforce

09.07.2021, Bayern, Neustadt An Der Aisch: Ein Auto steht im Hochwasser nachdem die Aisch
Das Klima gerät immer mehr aus den Fugen. Bild: keystone

Wetterextreme: ETH-Wissenschaftlerin fordert Klima-Taskforce

11.07.2021, 07:0511.07.2021, 12:03

Brutale Hitze in Teilen des Nordens, Starkregen in der Schweiz. Brände, Hitzetote, Überschwemmungen, Erdrutsche, Ernteausfälle als Folge davon. Daran müssen wir uns gewöhnen, sagt die ETH-Klimaforscherin Sonia Seneviratne im Interview mit SonntagsBlick. «Der Klimawandel findet jetzt statt», sagt sie. Und damit steige die Wahrscheinlichkeit für ebensolche Wetterextreme. Im Kampf gegen den Klimawandel stünden wir aktuell zudem schlecht da.

Sonia Seneviratne.
Sonia Seneviratne.bild: wikipedia

«Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nimmt stetig zu. Die höchste je gemessene Konzentration wurde im Mai diesen Jahres gemessen. Da gibt es überhaupt keinen Fortschritt», so Seneviratne. Langsam bekomme sie etwas Angst, so die Wissenschaftlerin. «Wir stehen jetzt am Anfang eines neuen Klima-Regimes. Es passiert aktuell sehr viel und sehr schnell. Das Problem mit dem Klimawandel ist, dass das CO2 Hunderte bis Tausende Jahre in der Atmosphäre bestehen bleibt – ist erst mal zu viel davon in der Atmosphäre, gibt es keinen Rückweg mehr. Ich denke, das wird noch zu wenig gut verstanden: Die Klimaerwärmung ist irreversibel.» Manchmal frage sie sich, ob es eine Katastrophe brauche, bis etwas getan werde. «Wie viele Menschen müssen sterben, bis man handelt?», fragt sie im Interview mit SonntagsBlick. Es brauche jetzt eine Mobilisierung auf allen Ebenen.

Vor allem aber müssten wir auf fossile Energien verzichten. Die Gletscher-Initiative sei hierzulande ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Erderwärmung. Diese wolle nicht nur das Ziel «Netto null 2050» in der Verfassung verankern, sondern regle auch den Weg dorthin. Die Wissenschaftlerin würde es zudem begrüssen, wenn die Klimakrise analog der Coronakrise behandelt würde. «Auch bei der Klimakrise sind wir jetzt in einen Bereich gekommen, wo sehr schnell Entscheidungen getroffen werden müssen. Dazu bräuchte man einen schnelleren Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Entscheidungsträgern», sagt sie. Darum wäre laut ihr auch eine Klima-Taskforce vonnöten.

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102 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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DerTaran
11.07.2021 08:39registriert Oktober 2015
Haben wir nicht gerade darüber abgestimmt, dass uns das Klima egal ist?
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Rethinking
11.07.2021 08:46registriert Oktober 2018
Viele der aktuell in der Schweiz Betroffenen haben wohl gegen das co2-Gesetz gestimmt…

Insofern hält sich mein Mittleid mit diesen in Grenzen…

Wer stimmt, bestimmt und wer bestimmt muss die Konsequenzen tragen…
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plaga versus
11.07.2021 08:09registriert November 2015
Es braucht keine Klima Task Force. Die Grundlagen sind ja vorhanden.

Es braucht eigentlich nur noch einen politisch genügend grossen Willen, griffige Massnahmen zu ergreifen. Do it!
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Geheime Unterstüt­zung für Maria Stuart
Ringe können mehr sein als nur Zierde, Ausdruck persönlicher Empfindungen oder Statussymbol – sie können auch die Verbindung mit einer politischen Angelegenheit verschleiern oder offenlegen. In einigen Fällen hatten solche Verbindungen potenziell gefährliche Folgen, bis hin zum Tod.

Ein Beispiel für einen solches Schmuckstück ist ein nicht veröffentlichter Goldring aus der Zeit von Maria I. von Schottland – auch bekannt als Maria Stuart oder Maria, Königin von Schottland (1542-1587). Maria Stuart regierte Schottland von 1542 bis zu ihrer erzwungenen Abdankung im Jahr 1567. Ihr Leben war von Tragödien und Betrug gezeichnet. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen mit Akanthusblättern verzierten Siegelring mit einem Familienwappen zu handeln.

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