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Kt. Zürich wehrt sich gegen Folter-Vorwürfe im Fall «Carlos»

«Aggressiv und unkooperativ»: Kt. Zürich wehrt sich gegen Folter-Vorwürfe im Fall «Carlos»

09.08.2021, 14:38
ARCHIVBILD ZUM URTEIL DES ZUERCHER OBERGERICHTS IM FALL CARLOS, AM MITTWOCH, 16. JUNI 2021 - Portraitzeichnung des Haeftlings Brian (bekannt als Carlos). Die Anwaelte von Carlos, der mittlerweile auch ...
Bild: keystone

Der Kanton Zürich weist in einer Stellungnahme Vorwürfe des Uno-Sonderberichterstatters für Folter im Fall von «Carlos» vollumfänglich zurück. Das aggressive und unkooperative Verhalten des 25-jährigen Brian, wie er mit richtigem Namen heisst, lasse den Behörden gar keine andere Wahl, als ihn - völlig gesetzeskonform - unter sehr restriktiven Bedingungen einzusperren.

Die vom Uno-Sonderberichterstatter für Folter, dem Schweizer Juristen Nils Melzer, erhobenen Vorwürfe im Fall Brian sind für die zuständigen Behörden im Kanton Zürich «inakzeptabel» und «befremdend», heisst es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme des Amts für Justizvollzug und Wiedereingliederung des Kantons Zürich (JuWe).

Melzer forderte im Juni den Schweizer Aussenminister, Bundesrat Ignazio Cassis (FDP), in einem Schreiben dazu auf, eine Stellungnahme zu den Haftbedingungen von Brian abzugeben. Das Antwortschreiben besteht hauptsächlich aus der Stellungnahme des Kantons Zürich.

Der Uno-Sonderberichterstatter erhob unter anderem den Vorwurf, dass Brians Haftbedingungen einer verbotenen Form der Isolationshaft gleichkommen würden. Gemäss der Stellungnahme des Kantons Zürich sei die bei ihm angewandte Einzelhaft jedoch gesetzeskonform und nicht ansatzweise vergleichbar mit der im Schweizer Rechtssystem unbekannten Isolationshaft, bei welcher Gefangene sensorisch und sozial komplett isoliert würden. (aeg/sda)

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60 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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der_senf_istda
09.08.2021 16:49registriert Juni 2017
Seinen Taten sprechen ein klare Sprache. Und diejenigen, die jetzt die Brian-Perspektive einnehmen, wie wäre damit das mal aus der Sicht der Angegriffenen zu betrachten ? Der Mann schlägt spontan und hart zu, lebensgefährlich für die Getroffenen, für mich geht deshalb der Schutz potentiellen Opfer vor.
Brian hat nämlich eine Wahl: einfach aufhören zu schlagen, dan hören auch die Massnahmen auf.
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Knacker
09.08.2021 17:13registriert Juni 2020
Der Fall zieht sich nun schon über so viele Jahre dahin, irgendwann muss einfach mal ein Schlussstrich gezogen werden. Eine Verwahrung fände ich sinnvoll bei dem.
Die Idee der Resozialisierung in Ehren, aber wenn nichts funktioniert muss es in erster Linie darum gehen die Gesellschaft vor solchen notorischen Gewalttätern zu schützen.
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carlos zapato
09.08.2021 17:10registriert Mai 2017
Wieviele Chancen braucht ein Mensch? Er hatte sie am Laufmeter und hat keine genutzt. Sperrt in weg.
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