DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Ein Freudentag für die FDP»: Müller und Noser verteidigen Ständerats-Sitze



Es ist ein erfolgreicher Wahlsonntag für die FDP: Philipp Müller und Ruedi Noser schaffen die Wahl in den Ständerat. Parteipräsident Müller verteidigt den langjährigen FDP-Sitz im Aargau gegen den Angriff der SVP und überflügelte Nationalrat Hansjörg Knecht. Im Kanton Zürich lässt Ruedi Noser seine Herausforderer Bastien Girod (Grüne) und Hans-Ueli Vogt (SVP) deutlich zurück.

Müller schaffte den Sprung in den Ständerat mit 63'174 Stimmen und folgt damit Pascale Bruderer, die im ersten Wahlgang das Rennen machte. Knecht scheiterte mit 53'824 Stimmen. CVP-Nationalrätin Ruth Humbel erhielt 35'909 Stimmen.

WAHLEN 2015 - STAENDERAT - KANTON AARGAU - Pascale Bruderer (bisher), SP, links, und Philipp Mueller (neu), FDP, rechts. (KEYSTONE/Parteien/Handout) === COMBO, HANDOUT, NO SALES ===

Die Aargauer Vertretung im Ständerat: Pascale Bruderer (SP) und Philipp Müller (FDP). 
Bild: PARTEIEN

Wahlsieger Müller ist von diesem deutlichen Resultat selbst überrascht, wie er in einem ersten Interview mit Tele M1 sagt (Video unten). «Das freut mich, denn so riecht es nicht nach Zufall», so Müller. Er sei stolz, dass er «diesen grossen und wichtigen» Kanton im Ständerat vertreten dürfe. «Es ist eine lange Tradition, dass die FDP den Aargau mit einer Stimme in der kleinen Kammer vertritt.»

Wahlsieger Müller im Interview

Video: Tele M1
Video: kaltura.com

Vor den Medien sprach Müller von einem «Freudentag für die FDP», kommentierte er vor den Medien den Ausgang der letzten zwei Wahlgänge für den Ständerat in den Kantonen Aargau und Zürich.

Die FDP sei mit ihren 13 Sitzen im Ständerat gleich auf mit der CVP, hielt Müller am Sonntag vor den Medien im Regierungsgebäude in Aarau fest. Das sei ein «Riesenerfolg für die FDP». Dies führe zu Veränderungen. Es sei jedoch klar, dass es im Ständerat nicht nur um Parteipolitik gehe.

Müller verteidigte in der kleinen Kammer den freigewordenen Sitz von Christine Egerszegi. Die Aargauer FDP ist seit 1948 ohne Unterbruch im Ständerat vertreten. Die SVP hatte ihren Sitz 2011 an die SP verloren. Im ersten Wahlgang war Müller noch rund 6000 Stimmen hinter Knecht gelegen. Der FDP-Präsident vertritt den Kanton Aargau im Ständerat zusammen mit der im Oktober wiedergewählten Pascale Bruderer (SP).

Nach der Wahl von Müller in den Ständerat wird im Nationalrat voraussichtlich Matthias Jauslin nachrücken. Der 53-jährige Jauslin aus dem Freiamt ist Unternehmer und FDP-Kantonalpräsident.

AG Jauslin Matthias FDP

Matthias Jauslin rückt im Nationalrat nach. 
Bild: KEYSTONE

Nosers Sieg keine Überraschung

In Zürich hatte sich der Sieg Nosers schon am frühen Nachmittag abgezeichnet. Gemäss dem Statistischen Amt des Kantons Zürich dürfte Noser voraussichtlich zwischen 143'000 und 153'000 Stimmen erhalten. Sein Herausforderer, der Grüne Bastien Girod dürfte zwischen 102'000 und 110'000 Stimmen erhalten. Auf dem dritten Platz folgt SVP-Politiker Hans-Ueli Vogt, der zwischen 73'000 und 75'000 Stimmen holen könnte.

Beat Walti, links, Praesident der FDP ZH, gratuliert FDP-Staenderatskandidat Ruedi Noser, rechts, anlaesslich der Wahlfeier von FDP, am Sonntag, 18. Oktober 2015, im Zunfthaus zur Zimmerleuten, in Zuerich. Heute finden die eidgenoessischen Wahlen 2015 in der Schweiz statt. Dabei werden die 200 Mandate des Nationalrates sowie 45 der 46 Mitglieder des Staenderates neu gewaehlt. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Beat Walti, links, Präsident der FDP ZH, gratuliert FDP-Ständeratskandidat Ruedi Noser, anlässlich der Wahlfeier der FDP am Sonntag, 18. Oktober 2015. (KEYSTONE/Anthony Anex)
Bild: KEYSTONE

Im ersten Wahlgang hatte der 54-jährige Noser das zweitbeste Resultat erzielt, das absolute Mehr aber klar verfehlt. Dahinter platzierten sich damals – mit deutlichem Abstand – Vogt und Girod.

Bastien Girod, Nationalrat Gruene, orientiert an einer Medienkonferenz in Zuerich am Mittwoch, 4. November 2015 ueber seine breite Unterstuetzung im 2. Wahlgang fuer die Staenderatswahlen im Kanton Zuerich am 22. November. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Mit seinem Angriff gescheitert: Der Grüne Girod.
Bild: KEYSTONE

Am komfortabelsten war die Ausgangslage für den Freisinnigen Noser. Der Unternehmer kann auf die Unterstützung von CVP, EVP sowie der christlich-konservativen EDU zählen. Auch prominente SP-Vertreter haben sich für Noser ausgesprochen. Sie argumentieren, mit jeder Stimme für Girod steige die Gefahr, dass der SVP-Kandidat gewählt werde.

(sda/meg)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Initiative steht: Ein bedingungsloses Grundeinkommen für 500 Menschen aus Zürich

In einem wissenschaftlichen Pilotversuch sollen 500 Menschen in der Stadt Zürich während drei Jahren ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten. Dies fordert eine Initiative vom Zürcher Stadtrat. Über 4000 Unterschriften wurden gesammelt.

Innerhalb der letzten 6 Monate konnten mehr als 4000 Unterschriften für die Initiative «Wissenschaftlicher Pilotversuch Grundeinkommen» gesammelt werden. Heute werden diese nun dem Zürcher Stadtrat übergeben, wie das Initiativkomitee mitteilt.

Im Rahmen des Projektes sollen mindestens 500 Personen während drei Jahren ein Grundeinkommen erhalten. Die Höhe des Grundeinkommens ist im Pilotversuch noch nicht festgelegt. Bedingung ist aber, dass das soziale Existenzminimum der Stadt Zürich nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel