Schweiz
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In der Stadt Zürich beziehen rund 22'000 Personen Sozialhilfe



A view of the skyline of Zurich, Switzerland, with high fog, seen from the Hoenggerberg, on Friday, October 21, 2016. (KEYSTONE/Manuel Lopez)

Bild: KEYSTONE

Die Zahl der Sozialhilfebeziehenden in der Stadt Zürich hat sich stabilisiert. Gut 22'000 Menschen waren irgendwann im Laufe des vergangenen Jahres teilweise oder ganz von Sozialhilfe abhängig. Schwierig ist es, sie im ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.

Im Jahr 2018 waren 22'108 Personen - und damit nur 220 mehr als im Vorjahr - vorübergehend oder dauerhaft auf die Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen. Dies teilte die Stadt am Dienstag mit.

Der Aufwand für die Sozialhilfe inklusive der Beiträge an die Krankenkassenprämien beliefen sich im letzten Jahr auf rund 355 Millionen Franken, im Vorjahr waren es 363 Millionen.

Gemäss Mitteilung ist der leichte Anstieg in den Fallzahlen durch das Bevölkerungswachstum kompensiert worden. Denn die Sozialhilfequote, also der Anteil der Einwohner, die von Sozialhilfe abhängig sind, blieb unverändert bei 5.4 Prozent.

Im kommenden Jahr dürfte die Soziahlhilfequote voraussichtlich sinken - obwohl nicht mehr Menschen den Sprung in die finanzielle Selbstständigkeit schaffen dürften. Verantwortlich dafür könnte eine Systemänderung sein.

Seit Juli 2018 werden vorläufig Aufgenommene im Kanton Zürich neu via Asylfürsorge finanziert. Dadurch wurde die Anzahl Sozialhilfedossiers per Mitte Jahr um 1190 reduziert. Dies zeige einmal mehr die unmittelbare Abhängigkeit des Sozialhilfesystems von anderen Systemen der sozialen Sicherung, heisst es in der Mitteilung weiter.

Dasselbe Abhängigkeitsverhältnis - wenn auch in anderer Richtung - zeige sich, wenn zum Beispiel die Zugangsvoraussetzungen für die IV verschärft werden und in der Folge mehr Menschen auf Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen sind.

Arbeitsmarkt bleibt schwierig

Die grösste Herausforderung für alle Beteiligten bleibt die dauerhafte Ablösung - also die Sicherung der Existenz durch eine Erwerbsarbeit im ersten Arbeitsmarkt - von Sozialhilfebeziehenden.

Denn der grösste Teil der Bezugsberechtigten ist aktuell nicht arbeitsfähig: Es handelt sich hierbei um Kinder, um Menschen über 55 oder um Personen mit Betreuungspflichten oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Lediglich rund 20 Prozent der Sozialhilfebeziehenden in der Stadt Zürich sind grundsätzlich arbeitsfähig. Sie werden seit der Einführung einer neuen Strategie zur beruflichen und sozialen Integration gemäss ihren Erfolgschancen für einen Stellenantritt im ersten Arbeitsmarkt kategorisiert.

Die Erfahrung der ersten Monate zeigt nun, dass lediglich ein gutes Drittel der arbeitsfähigen Sozialhilfebeziehenden überhaupt einen erfolgversprechenden Rucksack für einen schnellen und dauerhaften Wiedereintritt in den ersten Arbeitsmarkt mitbringt. Die restlichen zwei Drittel bringen zu wenig Kompetenzen und Qualifikationen mit, «um zum jetzigen Zeitpunkt vom Arbeitsmarkt nachgefragt zu werden». (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 22.05.2019 06:22
    Highlight Highlight Sozialhilfe setzt keine Anreize zur Arbeit

    Der Anreiz zu arbeiten muss für alle Sozialhilfeempfänger immer gegeben sein. Da ein Mindestmass bei der Sozialhilfe nicht unterschritten werden kann, müssen im primären Arbeitsmarkt Löhne bezahlt werden, welche einen Anreiz zum Arbeiten bieten, oder es müssen entsprechende Beschäftigungsprogramme durch die öffentliche Hand angeboten werden.
    • dorfne 22.05.2019 10:16
      Highlight Highlight Ein Drittel der Bezüger arbeitet, ein Drittel will arbeiten, bekommt aber keine Chance und ein weiteres Drittel ist krank und sollte einfach in Ruhe gelassen werden. Versuchen Sie doch mal mit 900 Franken Grundbedarf auszukommen. Nicht vergessen: Telefon/TV, Internet, Strom, Putzmittel, Hygieneartikel, Coiffeur, Kleider und Schuhe (Unterhosen und Socken/Strümpfe gehen nicht second hand). Dann bleibt nichts mehr übrig für Dinge, die für uns selbstverstänlich sind: Gäste zum Essen, Zirkus, Konzert, Tagesausflüge. Nichts von dem liegt drin, auch keine Bio-Lebensmittel.
  • Mutbürgerin 21.05.2019 13:43
    Highlight Highlight 22'000 sind mehr als jede ländliche Gemeinde. Wieso müssen diese in der teuersten Stadt der Welt leben, anstelle dass man irgendwo in der Pampa eine neue Stadt gründet?
    • Hierundjetzt 21.05.2019 16:12
      Highlight Highlight 😂😂😂😂😂😂😂

      Und dort ist es günstiger? Weil...? Die SKOS Ansätze bleiben im Kanton Zürich überall die selben.

      Wir sind nicht im Thorgau oder im Aargau wo man die Ärmsten der Armen aktiv vertreibt und auch noch Stolz darauf ist.

      Wir sind Zürich. Wir kümmern uns um die zu kurz gekommenen.
    • Maracuja 21.05.2019 16:32
      Highlight Highlight @Mutbürgerin: , anstelle dass man irgendwo in der Pampa eine neue Stadt gründet?

      Eine Neubauwohnung für alle Sozialhilfeempfänger? Bezweifle, dass dies im Wutbürger-Milieu gut ankommt. Da hätten Sie wohl besser Zeltlager geschrieben.
    • Eh Doch 21.05.2019 16:42
      Highlight Highlight Dont feed the troll
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 21.05.2019 12:12
    Highlight Highlight Die Zeit, während der jemand Sozialhilfe bezieht, sollte dazu genutzt werden, die Menschen weiterzubilden, aber genau das ist per Gesetz verboten, weil sonst der Staat die Bedürftigen bevorzugen würde.

    Eigentlich eine total schizophrene Situation!

    Es braucht darum dringend einen anderen Ansatz, als Bedürftige nur mit Geld ruhig zu stellen und wenn die Bürgerlichen dauernd hetzen und die Armen als Faule darstellen, hilft das keinem, ausser dass man sieht, was für ein katastrophal schlechtes Menschenbild gewisse rechte Sesselfurzende haben.
    • Mutbürgerin 21.05.2019 13:47
      Highlight Highlight Zigtausend arbeiten schwarz als Haushaltshilfen , Putzfachkräfte oder in der Pflege. Es gibt nach wie vor unendlich Bedarf. Dafür braucht es keine Ausbildung, sondern den Willen nicht von der Allgemeinheit abhängig zu sein.
    • Hierundjetzt 21.05.2019 16:13
      Highlight Highlight Schwarzarbeit als Putzhilfe generiert 3‘000.- im Monat.

      Wo genau?

      Du hast doch absolut keine Ahnung
    • Maracuja 21.05.2019 16:19
      Highlight Highlight Mutbürgerin : oder in der Pflege. Es gibt nach wie vor unendlich Bedarf. Dafür braucht es keine Ausbildung

      Im Gegensatz zum Schreiben von Kommentaren, braucht es für die Pflege bestimmte Qualifikationen. Kann mir bildlich vorstellen wie die Wutbürger ausrasten würden, wenn in der Pflege Personen ohne Deutschkenntnisse, Grundwissen in Medizin, Hygiene und Umgang mit pflegebedürftigen Menschen eingesetzt würden.
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