Obwalden: FDP schnappt der SVP Regierungssitz weg
Die FDP kehrt in Obwalden nach vier Jahren wieder in die Regierung zurück. Der Freisinnige Marius Küchler holte den frei gewordenen Sitz der SVP, die somit nicht mehr in der Regierung vertreten ist.
Alle sechs Kandidierenden erreichten bei den Gesamterneuerungswahlen das absolute Mehr von 7902 Stimmen, wie Landschreiberin Nicole Frunz am Sonntag im Rathaus in Sarnen bekannt gab. Franziska Kathriner, die für die SVP den frei gewordenen Sitz von Daniel Wyler verteidigen sollte, schied aber als Überzählige aus.
Der Sitz der SVP geht damit an die FDP über, welche die letzten vier Jahre nicht im Regierungsrat vertreten war. Der Freisinnige Marius Küchler machte mit 8413 Stimmen 127 Stimmen mehr als Kathriner.
Die vier Bisherigen - Cornelia Kaufmann (Mitte), Christoph Amstad (Mitte), Josef Hess (parteilos) und Christian Schäli (CSP) - machten alle mehr als 10'000 Stimmen.
Im Kantonsrat legt die SVP zu
Die SVP ist im Obwaldner Kantonsrat neu die stärkste Partei. Vor allem die Mitte und die SP mussten Verluste hinnehmen.
Die SVP hält neu 18 der 55 Sitze. Sie legte gegenüber 2022 um 5 Sitze zu. Die Mitte, bislang stärkste Kraft in Obwalden, verlor 4 Mandate und kommt noch auf 15 Sitze. Die FDP verlor einen Sitz und ist noch mit 10 Personen im Parlament vertreten.
Die CSP gewann einen Sitz dazu. Mit 5 Sitzen hat sie neu wieder Fraktionsstärke. Die Fraktionsstärke verloren hat dagegen die SP. Sie hat noch 4 Sitze, 2 weniger als bislang. Die GLP, die vor vier Jahren mit 2 Sitzen in den Kantonsrat eingezogen ist, kommt neu auf 3 Sitze. (sda)
