Schweiz
Zürich

Amag-Erbe spendet Kunsthaus Zürich 30 Millionen Franken

AMAG-Erbe spendet Kunsthaus Zürich 30 Millionen Franken

12.05.2025, 11:2312.05.2025, 12:18

AMAG-Erbe Martin Haefner will dem Kunsthaus Zürich 30 Millionen Franken spenden. Die neue Stiftung soll Ausstellungen von «internationalem Renommee» ermöglichen. Für andere Zwecke kann das Kunsthaus das Geld nicht verwenden.

Das sogenannte Endowment ist die Startfinanzierung der Stiftung, wie das Kunsthaus Zürich am Montag mitteilte. Ziel sei, dass jährlich mindestens eine Ausstellung finanziert wird. Das Ehepaar Martin und Marianne Haefner unterzeichnete mit dem Kunsthaus eine entsprechende Absichtserklärung.

Die Stiftung soll im Verlauf des Jahres gegründet werden. Das Stiftungsvermögen könne weiter wachsen, heisst es in der Mitteilung, sowohl durch Erträge aus den Vermögensanlagen, als auch durch weitere Beiträge, auch anderer Mäzeninnen und Mäzene. Der alleinige Zweck der neuen Stiftung sind die zeitlich begrenzten Einzelausstellungen. Das Kunsthaus kann das Geld nicht anders einsetzen.

Besucher beim Kunsthaus Zuerich Chipperfield-Erweiterungsbau am Heimplatz, aufgenommen am Donnerstag, 6. Juni 2024 in Zuerich. (KEYSTONE/Michael Buholzer).
Der Chipperfield-Erweiterungsbau des Kunsthauses.Bild: keystone

Anspruchsvolle Finanzlage

Das Kunsthaus Zürich kämpft trotz hoher Besucherzahlen mit finanziellen Problemen. Im vergangenen Jahr machte es einen Verlust von über 1,5 Millionen Franken. Hauptproblem ist die Eröffnung des Chipperfield-Erweiterungsbaus, mit dem die Ausstellungsfläche verdoppelt wurde. Dort ist unter anderem die umstrittene Bührle-Sammlung untergebracht. Die Eröffnung führte zu viel höheren Personalausgaben, was das Kunsthaus gemäss eigenen Angaben «nicht ausreichend antizipiert» habe.

Derzeit befindet die Stadt Zürich über die Höhe der Subventionen. Das Kunsthaus hatte einen Antrag auf Erhöhung gestellt. 2023 bezahlte die Stadt rund 13,2 Millionen Franken. (rbu/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Korruption und Gigantismus» – das sagen Politiker zu Olympia in der Schweiz
Eine exklusive watson-Umfrage zeigt: Nur eine Minderheit ist für eine Austragung der Olympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz. Während ein Skeptiker der Spiele das IOC als korrupt geisselt, geben sich die Unterstützenden kämpferisch.
Das Olympische Feuer ist in der Schweiz nicht richtig entfacht. Die Schweizer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2038 erfährt aktuell mehr Gegenwind als Rückhalt.
Zur Story