Männer zu Gay-Treffen gelockt und ausgeraubt – über 10 Jahre Haft für Täter gefordert
Zusammen mit einem Komplizen hat ein 29-Jähriger über eine Datingplattform homosexuelle Männer getroffen, geschlagen und ausgeraubt. Vor dem Bezirksgericht Bülach hat er am Mittwoch die Taten zugegeben.
«Wir wollten zu Geld kommen, ohne etwas machen zu müssen», sagte der 29-jährige Beschuldigte. Er habe von einem Kollegen von der Datingplattform erfahren und sich ein Profil eingerichtet. Anschliessend habe er jene homosexuellen Männer gedatet, die ihm Geld geboten hätten.
Vorher habe er sich mit seinem Komplizen, dessen Befragung noch bevorsteht, im Wald verabredet. Dieser habe dort die gedateten Männer mit einer Waffe bedroht und geschlagen. «Bereits nach dem ersten Date habe ich ihm gesagt, dass ich nicht einverstanden bin, dass er die Männer schlägt und tritt», sagte der Beschuldigte. Es tue ihm leid, was er gemacht habe. Heute würde er das nicht mehr tun.
Neben dem 29-Jährigen muss sich am Mittwoch auch ein 23-Jähriger vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten. Wegen mehrfachen bandenmässigen Raubes und der strafbaren Vorbereitungshandlung zu Raub beantragt die Staatsanwaltschaft für den 23-jährigen Brasilianer eine Freiheitsstrafe von 10,5 Jahren und eine Landesverweisung von 12 Jahren. Der 29-Jährige soll mit einer Freiheitsstrafe von 11,5 Jahren und einer Busse von 1000 Franken bestraft werden. (sda)
