Gericht stoppt neuen McDonald’s am Zürcher Limmatquai
Ein geplanter McDonald’s am Limmatquai in Zürich ist vorerst gestoppt. Das Baurekursgericht des Kantons Zürich hat die Baubewilligung aufgehoben und damit den Einsprachen von Anwohnern und Gewerbetreibenden recht gegeben.
Gegen das Projekt hatten sich insgesamt 15 Rekurrenten gewehrt. Sie kritisierten unter anderem lange Öffnungszeiten, mögliche Geruchsbelästigung sowie zusätzlichen Abfall rund um das geplante Restaurant.
Kamine als «Fremdkörper» im Stadtbild
Zentraler Streitpunkt waren die Abluftkamine der geplanten Filiale. Einer davon hätte über zehn Meter in die Höhe geragt. Laut Gericht fügen sich diese sogenannten Fortluftkamine nicht in das historische Erscheinungsbild der Altstadthäuser ein.
Die Anlagen seien vom öffentlichen Raum aus sichtbar und wirkten «störend». Da sich das Problem nicht mit Auflagen lösen lasse, sei die «Aufhebung der Baubewilligung» notwendig, heisst es im Entscheid, der laut «Blick» vorliegt.
Auch von anderen Standorten aus müsse ein Bauprojekt gestalterischen Anforderungen entsprechen, hielt das Gericht fest.
McDonald’s zeigt sich überrascht
Der Entscheid sorgt beim Unternehmen für Verwunderung. Laut «Blick» teilte McDonald’s Schweiz mit, man habe bislang keine offizielle Mitteilung erhalten und sei «äusserst überrascht», dass der Entscheid bereits öffentlich sei.
Das Unternehmen will die Begründung nun prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Eine Beschwerde beim Verwaltungsgericht ist möglich.
Die Gerichtskosten von 6200 Franken tragen die Stadt Zürich und McDonald’s. Die Rekurrenten erhalten zudem eine Entschädigung vo je 2000 Franken. (mke)
