Schweiz
Zürich

Explosion in Illnau-Effretikon: Stadtrat verbietet Sprengungen

Nach Explosion: Stadtrat von Illnau-Effretikon untersagt Sprengungen im Tätsch

26.03.2026, 14:3326.03.2026, 14:33

Der Stadtrat von Illnau-Effretikon hat jegliche Sprengaktivitäten in der Versuchsanlage Tätsch untersagt. Er verlangt Unterlagen von der Grundeigentümerin. Wegen einer schiefgelaufenen Entsorgung von Sprengmaterial am 25. Februar war es zu rund 150 Schadensmeldungen gekommen.

Die Schadenssumme wird auf 4 Millionen Franken geschätzt. Wie der Stadtrat am Donnerstag mitteilte, will er Aktivitäten unterbinden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind. Derzeit untersucht die Bundesanwaltschaft den Unfall. Der Entscheid des Stadtrats ist noch nicht rechtskräftig.

Vereinzelte Reklamationen in der Vergangenheit

Weiter soll die Betreiberin Unterlagen vorlegen, welche die Einhaltung der kommunalen Polizeiverordnung, der kantonalen und eidgenössischen Umweltgesetzgebung sowie des kantonalen Planungs- und Baugesetzes für die Arealnutzungen aufzeigen. Als Grundlage für das Verbot dient dem Stadtrat die Polizeiverordnung.

In der Vergangenheit hatte es nur vereinzelte Reklamationen wegen Erschütterungen oder Lärmbelästigungen gegeben, wie der Statdrat weiter schreibt. Kontrete Schadenfälle seien keine bekannt.

Schulungen für Sprengungen

Das Areal «Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch» in Illnau wurde in den 1960er Jahren erstellt, später umgebaut und erweitert. Seither finden auf dem Areal verschiedene Schulungen für Blaulichtorganisationen, Sprengmeisterkurse und diverse Sprengaktivitäten statt.

Das Grundstück im Tätsch liegt in der kantonalen Landwirtschaftszone und im Wald. Betreiberin ist eine Genossenschaft. Illnau-Effretikon ist nicht beteiligt. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Verletzte nach Gasexplosion in Istanbul
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Fahrt in den Süden: So entgehst du während der Feiertage dem grössten Stauchaos
Die Feiertage stehen vor der Tür und viele Reisende machen sich auf in den Süden. Das heisst aber auch: Fahrerinnen und Fahrer müssen sich wegen des grossen Verkehrsaufkommens auf lange Wartezeiten gefasst machen.
Zur Story