Explosion sorgte im Umkreis von 10 Kilometern für Schäden – weitere Sprengungen geplant
Auf dem Gelände der Versuchs- und Testanlage Tätsch im Weiler Luckhausen bei Illnau-Effretikon hat sich am Mittwochnachmittag eine Explosion ereignet, die kilometerweit zu hören und zu spüren war. Später wurde bekannt, dass es bei der kontrollierten Vernichtung von Sprengmitteln zum Unfall kam. Zwei Personen wurden verletzt, über die Schäden gab es am Mittwoch noch keine Übersicht.
Nun hat die Polizei eine erste Bilanz veröffentlicht. Insgesamt seien bis am Donnerstagvormittag aus dem Umkreis von bis zu zehn Kilometern um den Schadensplatz 70 Meldungen über Schäden eingegangen, heisst es in der Mitteilung der Kantonspolizei Zürich. Beschädigt worden seien etwa Dächer, Mauern, Fenster, Türen und ein Aquarium. Die Schadenssumme kann noch nicht beziffert werden.
Die Ermittlungen der Polizei zum Unfallhergang laufen noch. Auch am Donnerstagmorgen war die Polizei auf dem Sprenggelände Tätsch vor Ort. Die Spurensicherung hatte am Mittwoch weitere explosive Stoffe gefunden, die nicht weggebracht werden können. Aus diesem Grund werden sie von Spezialisten des Zürcher Entschärfungsdienstes des Forensischen Instituts Zürich noch vor Ort vernichtet. Laut der Polizei können deshalb weitere Explosionen hörbar sein. Wie lange dies dauert, ist noch nicht klar. Aus Sicherheitsgründen seien das Gelände Tätsch und die Umgebung abgesperrt.
Die Polizei weist darauf hin, dass durch die Explosion entstandene Schäden weiterhin gemeldet werden können. (vro)
