Schweiz
Zürich

Kunsthändler spenden 70 Millionen Franken an Zürcher Kinderspital

Der Schriftzug
Der Schriftzug vor dem Neubau des Kinderspitals Zürich.Bild: keystone

Kunsthändler spenden 70 Millionen Franken an Zürcher Kinderspital

24.04.2025, 09:0924.04.2025, 09:09

Die Thomas und Doris Ammann Stiftung vermacht dem Kinderspital Zürich 70 Millionen Franken. Die Spende der Kunsthändler kommt sowohl der Infrastruktur als auch der Forschung zugute.

Unter anderem werde mit dem Geld ein Labor im neuen Gebäude für Forschung und Lehre finanziert, wie das Zürcher Kinderspital in einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt. Dort soll mithilfe innovativer Zelltechnologie Hautersatz für brandverletzte Kinder entwickelt werden.

Zudem werden Forschungsprojekte unterstützt, medizinische Geräte für das Kinderspital angeschafft und ein neuer Forschungspreis ins Leben gerufen, wie aus der Medienmitteilung weiter hervorgeht. Mit einer jährlichen Preissumme von 250'000 Franken sei dieser einer der weltweit höchstdotierten Preise im Bereich der Kindermedizin, schreibt das Kinderspital.

Hochkarätige Kunstsammlung

Die Thomas und Doris Ammann Stiftung war 2021 gemäss dem letzten Willen der Zürcher Kunsthändlerin Doris Ammann gegründet worden, wie das Kinderspital schreibt.

epa09936996 Christie's auctioneer ends the auction of 'Shot Sage Blue Marilyn' by Andy Warhol for $170 million dollars during an Evening Sale of works from The Collection of Thomas and  ...
Die Versteigerung eines Bildes von Andy Warhol aus der Kunstsammlung von Doris Ammann.Bild: keystone

Ammann hinterliess eine hochkarätige Kunstsammlung, die ursprünglich von ihrem Bruder Thomas Ammann stammte. Gemeinsam mit ihrem Lebenspartner Georg Frei hatte sie diese Sammlung stetig erweitert. Doris Ammann ordnete testamentarisch an, dass die Kunstsammlung verkauft wird, um gemeinnützige Zwecke zu unterstützen.

Ein zentrales Werk der Sammlung ist Andy Warhols ikonisches Porträt von Marilyn Monroe «Shot Sage Blue Marilyn». Das Werk wurde 2022 bei Christie’s New York für 195 Millionen US-Dollar versteigert. Es sei damit bis anhin das teuerste Kunstwerk des 20. Jahrhunderts, schreibt das Kinderspital.

Mit ihrer Unterstützung werde die Thomas und Doris Ammann Stiftung zur wichtigsten privaten Geldgeberin des Kinderspitals, hält dieses fest. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Worin Kinder wirklich ganz miserabel sind: im Verstecken
1 / 13
Worin Kinder wirklich ganz miserabel sind: im Verstecken

Blöder Anfängerfehler.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Kinder, Hobbysportler und Schnee = Skifails!
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Eine Zürcher Handschuh­ma­che­rei erobert die Hände der Schweiz
Um 1920 waren die Hände einer vornehmen Dame oder eines vornehmen Herren von Zürich über Basel bis Lausanne mit feinen Lederhandschuhen der Marke Wiessner geziert. Der Familienbetrieb erlangte schweizweit grossen Ruhm – bis luxuriöse Handschuhe aus der Mode kamen.
Die Anfänge der Handschuhmacherei in der Schweiz basieren auf einer wichtigen Erfindung, die das aufwändige Zuschneiden des Leders erleichterte: der Jouvin-Schnitt. Der Handschuhmacher Xavier Jouvin (1801–1844) aus Grenoble, dem Zentrum der französischen Handschuhherstellung, studierte diverse Menschenhände, die er in 320 Hand-Typen in einer Tabelle gliederte. Diese wiederum übersetzte er in 32 Grössen für Handschuhe. Um 1834 patentierte er die von ihm entwickelten einheitlichen Handschuhgrössen und 1838 eine Stanzform (main de fer), mit welcher die Grössen aus mehreren Stücken Leder gleichzeitig gestanzt werden konnten.
Zur Story