Schweiz
Zürich

Lehrer wegen sexueller Handlungen mit Schülern vor Zürcher Gericht

ARCHIV - 27.06.2024, Baden-W
Der 28-Jährige sei vor Gericht geständig. (Symbolbild)Bild: keystone

Lehrer wegen sexueller Handlungen mit Schülern vor Zürcher Gericht

29.09.2025, 13:1329.09.2025, 13:13

Ein 28-jähriger Lehrer muss sich am Donnerstag vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Er ist wegen mehrfacher sexueller Handlungen mit zehn- und elfjährigen Schülern sowie sexueller Belästigung angeklagt. Er ist geständig.

Weil der Lehrer die Taten im Grundsatz zugibt, wird der Prozess im abgekürzten Verfahren durchgeführt. Er einigte sich mit der Staatsanwaltschaft auf eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten, wobei ihm 42 Tage aus der bereits abgesessenen Haft angerechnet werden sollen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe soll bedingt aufgeschoben werden, die Probezeit beträgt zwei Jahre.

Dazu kommt ein lebenslängliches Tätigkeitsverbot sowie ein Kontaktverbot zu den drei geschädigten Schülern.

Während des Unterrichts und im Klassenlager

Der Klassenlehrer hatte zwischen Dezember 2023 und Sommer 2024 in einem Klassenzimmer eines Stadtzürcher Schulhauses drei Viertklässler «regelmässig innig und ungewöhnlich lange» umarmt, wie es in der Anklageschrift heisst.

Nach einer dieser Umarmungen soll der Lehrer eine «sichtbare Erektion» gehabt haben, welche eine Betreuungsperson beobachtet hatte. Der Lehrer fasste die drei Schüler zudem mehrmals über der Kleidung im Intimbereich an – während des Unterrichts sowie während eines Klassenlagers im Tessin.

Diese Handlungen habe der Beschuldigte vorgenommen, um seine sexuelle Lust zu befriedigen, schreibt die Staatsanwaltschaft. Der Beschädigte wusste laut Anklageschrift um das kindliche Alter der Schüler und dass er die Handlungen nicht vornehmen durfte.

Die Stadt Zürich hatte den Lehrer Ende Juni 2024 freigestellt – im gegenseitigen Einvernehmen, wie das Schul- und Sportdepartement damals mittelte. Die Schulleitung habe von einer Mitarbeitenden Hinweise auf das «grenzüberschreitende Verhalten» bekommen. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Laborhasen
1 / 4
Laborhasen

Versteckte Aufnahmen zeigen das Leid von Labor-Kaninchen.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Meryl Streep taucht plötzlich an der Fashion Week auf
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Recherche zeigt: 95 Prozent der Zürcher Musikförderung fliesst in die klassische Musik
Eine neue Untersuchung vergleicht die Musikförderung in sechs Schweizer Städten. Dabei zeigt sich, dass die klassische Musik die meisten Fördergelder erhält.
Der Verein IG Musik hat die öffentlichen Fördergelder untersucht, die in die Musikbranche von sechs Schweizer Städten fliessen. Dabei wurden die Beträge auf Pro-Kopf-Ausgaben heruntergerechnet und miteinander verglichen. Als Grundlage für die Berechnungen wurden Zahlen aus dem Jahr 2024 genutzt.
Zur Story