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10 grossartige Filme, die am Cannes Film Festival ausgebuht wurden

24.05.2017, 08:1724.05.2017, 16:58

Momentan läuft das alljährliche Stelldichein der Grossen und Schönen des Filmbusiness, das Festival de Cannes. Hier gilt das Augenmerk auf Kreativität und Qualität im Filmschaffen. Somit kann es gut und gerne passieren, dass, wenn ein Film beim Festival-Publikum gut ankommt, es am Schluss eine bis zu 20 Minuten dauernde stehende Ovation gibt.

Und wenn der Film beim Publikum durchfällt, dann kann es Buhrufe geben. Oh ja. Am Erstaunlichsten daran ist aber, dass es immer wieder mal grossartige, von Zuschauern und Kritikern gleichermassen gelobte und geliebte Filme sind, die beim Cannes-Publikum derartig ablehnende Reaktionen hervorrufen. Zum Beispiel ...

«L'Avventura» (1960)

Michelangelo Antonionis unverfrorener (und laaaaaaangsamer) Film gilt seit jeher als Meisterwerk, doch bei der Premiere 1960 in Cannes wurde er derart heftig ausgebuht, dass der Regisseur und Hauptdarstellerin Monica Vitti fluchtartig den Saal verlassen mussten. Nichtsdestotrotz verlieh die Jury dem Film einen Preis.

«Taxi Driver» (1976)

Schwer vorstellbar, aber wahr: Martin Scorseses «Taxi Driver», der gar die Palme d'Or gewann, war nach der Vorführung ausgebuht worden. Angeblich waren «der Nihilismus und die Gewalt, die Robert de Niros Filmfigur Travis Bickle darstellte», zu viel für das Festivalpublikum.

«Wild At Heart» (1990)

Schon wieder ein Palme-d'Or-Gewinner! Gut, hier war es nur ein kleiner Anteil des Publikums, der offenbar der Meinung war, David Lynchs Gewaltdarstellungen seien «zu weit gegangen». Lautstark waren sie trotzdem.

«Twin Peaks: Fire Walk With Me» (1992)

Nicht jedermann war vom Kino-Prequel zu der TV-Serie «Twin Peaks» angetan (inzwischen gilt es als Meisterwerk) – am wenigsten das Cannes-Publikum, das Regisseur David Lynch zum zweiten Mal mit Buhrufen quittierte.

«Pulp Fiction» (1994)

Okay, nein, «Pulp Fiction» wurde nicht am Premierenabend in Cannes ausgebuht. Als Tarantinos Film aber die Palme d'Or gegen Krzysztof Kieślowskis «Drei Farben: Rot» gewann, zeigten nicht wenige ihren Unmut darüber. 

«Crash» (1996)

David Cronenbergs Film über Menschen, die sexuelles Vergnügen aus Autounfällen gewinnen – ein Geniestreich. Das Cannes-Publikum nahm aber Anstoss an dessen «Verdorbenheit».

«Irréversible» (2002)

Buhrufe wären das Eine, doch wenn das Publikum aus Ekel scharenweise den Saal verlässt, ist das ebenfalls ein Statement. So geschehen bei der Cannes-Premiere von Gaspar Noés Gewaltinszenierungen (unter anderem eine äusserst brutale, zehn Minuten lange Vergewaltigungsszene) in «Irréversible». Presseberichten zufolge stürmten insgesamt 250 Zuschauer aus dem Kino; «einige mussten medizinisch behandelt werden».

«Marie Antoinette» (2006)

Vielleicht war es der Rock-Soundtrack. Vielleicht war es Regisseurin Sofia Coppolas allzu unverklärter Blick auf eine historische Figur, die am Ende immer noch eine Ikone der französischen Geschichte ist (vielleicht war es alleine schon die Tatsache, dass Regisseurin und Hauptdarstellerinnen Amerikanerinnen waren, who knows). Jedenfalls wurde «Marie Antoinette» in Cannes von einem beträchtlichen Teil des Publikums ausgebuht – und wurde trotzdem ein Erfolg, nicht zuletzt in Frankreich.

«Antichrist» (2009)

Lars von Trier wusste, dass sein Film «Antichrist» heftige Reaktionen hervorrufen würde. Bis heute ist der Film unter Filmkennern umstritten. Damals beim Screening in Cannes war er unumstritten unbeliebt.

«Inglourious Basterds» (2009)

In diesem Fall ist man sich nicht sicher, wie heftig die Buhrufe ausfielen, denn vieles wurde durch die Presse aufgebauscht. Vielleicht waren es nur vereinzelte. Fakt aber ist, dass Tarantinos «Inglourious Basterds» am Festival grösstenteils Schulterzucken auslöste. Es mussten erst noch ein paar Monate vergehen, während denen der Film zum Hit wurde, bis er als das Meisterwerk anerkannt wurde, als das er heute gilt.

(obi via esquire et al)

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