Sport
Fussball

WM 2022: Niederlande schlägt den Senegal trotz vergebenen Chancen

Cody Gakpo of the Netherlands celebrates after scoring his side's first goal during the World Cup, group A soccer match between Senegal and Netherlands at the Al Thumama Stadium in Doha, Qatar, M ...
Bild: keystone

Am Ende sind die vergebenen niederländischen Chancen egal

Die Niederlande tat sich beim WM-Auftakt gegen den Senegal lange schwer. Erlöst werden sie vor allem auch von Fehlern des gegnerischen Goalies.
21.11.2022, 19:2429.11.2022, 14:01

84 Minuten musste die Niederlande beim WM-Auftakt gegen den Senegal zittern. Dann erlöste Cody Gakpo seine Mannschaft nach einer herrlichen Flanke von Frenkie de Jong mit einem Kopfballtor. Davor brillierte die Elftal nicht wirklich mit Effizienz. Sie hatte drei grosse Chancen, die sie allesamt kläglich vergaben

Zuerst scheiterten sie beim Versuch, den Ball ins Tor tragen zu wollen. Danach vergab de Jong eine Grosschance, weil er versuchte, noch zwei zusätzliche Gegner auszudribbeln. Und kurz nach der Pause köpfelte Virgil van Dijk nach einem Eckball völlig freistehend den Ball meterweit am Tor vorbei.

Die erste vergebene Chance.Video: streamja
Die zweite vergebene Chance.Video: streamja
Die dritte vergebene Chance.Video: streamja

Ansonsten taten sich die Niederländer gegen solide organisierte Senegalesen schwer, wirklich viel Gefährliches herauszuspielen. Im Gegenteil: Je länger die Partie dauerte, desto gefährlicher wurde der Senegal. Es brauchte zwei gute Paraden von WM-Debütant Andries Noppert, um seine Mannschaft vor dem Rückstand zu bewahren.

Und genau dies machte am Ende den Unterschied aus. Ein Fehler von Senegals Goalie Édouard Mendy – bis zu diesem Zeitpunkt kaum geprüft – brachte die Entscheidung zugunsten der Niederlande. Der Chelsea-Goalie verschätzte sich bei einer Flanke von de Jong, segelte am Ball vorbei und ermöglichte Gapko das 1:0. Auch beim 2:0 sah Mendy mit seiner Abwehr nach vorne nicht gerade glücklich aus.

So schrammt das Team von Louis van Gaal am Ende auch etwas glücklich an einem Punktverlust vorbei. Und der Senegal wird ausgerechnet von seinen auf dem Papier besten verbleibenden Spieler um den Erfolg des Spiels gebracht. Fürs Weiterkommen brauchen die Afrikaner nun Erfolge gegen Gastgeber Katar und Ecuador. Und gegen südamerikanische Mannschaften tat sich der Senegal in der Vergangenheit stets schwer.

Senegal - Niederlande 0:2 (0:0)
Al Thumama Stadium, Doha. - 40'000 Zuschauer. - SR Sampaio (BRA).
Tore: 84. Gakpo 0:1. 99. Klaassen 0:2.
Senegal: Edouard Mendy; Sabaly, Koulibaly, Cissé, Diallo (62. Jakobs); Nampalys Mendy, Idrissa Gueye, Cheikhou Kouyaté (74. Pape Gueye); Diatta (74. Jackson), Dia (69. Bamba Dieng), Ismaila Sarr.
Niederlande: Noppert; Dumfries, De Ligt, Van Dijk, Aké, Blind; Berghuis (79. Koopmeiners), Frenkie De Jong, Gakpo (94. De Roon); Janssen (62. Depay), Bergwijn (79. Klaassen).
Bemerkungen: Senegal ohne Ballo-Touré (verletzt). Niederlande komplett.
Verwarnungen: 56. De Ligt, 94. Nampalys Mendy, 96. Idrissa Gueye.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die besten Bilder der Fussball-WM 2022 in Katar
Werbung
Dieses «Wein doch» ist für alle, die den Fussball-WM-Hype verabscheuen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Joel Wicki: Vom Bergbauer zum König – und zurück
Er hat den Fleiss und die Bescheidenheit der Bergbauern mit dem Ehrgeiz eines Spitzensportlers kombiniert. Eine königliche Mischung. Aber einer aus dem modernen Sägemehl-Adel ist er nicht geworden und deshalb tritt er zurück. Fast ein wenig so überraschend wie einst Niki Lauda.
Wer dem Innerschweizer Teilverband angehört, muss sein eigenes Ding durchziehen. Ein Zusammenhalt beim Eidgenössischen Fest wie bei den Bernern oder den Nordostschweizern ist bei den vielen unterschiedlichen Mentalitäten zwischen Luzernern und Urnern oder Zugern und Obwaldner nicht möglich. Deshalb gibt es nur einen einzigen echten König aus der Innerschweiz: Joel Wicki. Juristisch gehört auch Harry Knüsel, der König von 1986 zum grössten Teilverband. Aber er wohnte im Kanton Aargau.
Zur Story