Die Kaderanalyse zeigt, warum eine Hockey-Medaille eine Herkulesaufgabe wird
In die Bewertung soll nicht nur der Name einfliessen, sondern auch die aktuelle Form und die Gesundheit der jeweiligen Spieler. Bei gewissen Stars gibt es nämlich noch Fragezeichen, wie gesund sie tatsächlich sind.
Das Bewertungs-Schema
- ⭐⭐⭐⭐⭐
Zahlreiche NHL-Superstars, ergänzt von guten bis sehr guten NHL-Stammspielern. - ⭐⭐⭐⭐
Einzelne NHL-Superstars, ergänzt von guten NHL-Stammspielern oder einzelnen Stars aus europäischen Ligen. - ⭐⭐⭐
Höchstens ein NHL-Star, mehrere NHL-Stammspieler ergänzt von Stars oder guten Stammspielern aus europäischen Ligen. - ⭐⭐
Einzelne NHL-Spieler und Stars aus europäischen, mehrheitlich Stammspieler aus europäischen Top-Ligen. - ⭐
Kaum oder keine NHL-Verstärkung oder nur NHL-«Hinterbänkler» und Spieler aus schwächeren europäischen Ligen
Kanada
Verteidigung: Drew Doughty (Los Angeles), Thomas Harley (Dallas), Cale Makar (Colorado), Josh Morrissey (Winnipeg), Colton Parayko (St.Louis), Travis Sanheim (Philadelphia), Shea Theodore (Vegas), Devon Toews (Colorado).
Sturm: Macklin Celebrini (San Jose), Anthony Cirelli (Tampa), Sidney Crosby (Pittsburgh), Brandon Hagel (Tampa), Bo Horvat (NY Islanders), Nathan MacKinnon (Colorado), Brad Marchand (Florida), Mitch Marner (Vegas), Connor McDavid (Edmonton), Brayden Point (Tampa), Sam Reinhart (Florida), Mark Stone (Vegas), Nick Suzuki (Montreal), Tom Wilson (Washington).
Tor:
Den einen Punktabzug gibt es hier aufgrund der schier unfassbaren Sturheit der Funktionäre. Jordan Binnington gewann mit Kanada vor einem Jahr das 4-Nations-Faceoff, wusste aber erst im Final so richtig zu überzeugen. Diese Saison spielt er in St.Louis sehr schwach (Fangquote von 87,5 Prozent und fast 15 Tore mehr kassiert als gemäss Expected Goals zu erwarten gewesen wäre). Trotzdem geht er wohl als kanadische Nummer 1 ins Turnier. Mit Logan Thompson und Darcy Kuemper hätte Kanada trotzdem noch zwei sehr starke NHL-Goalies dabei. Trainer John Cooper und sein Team müssten einfach über ihren Schatten springen und Binnington tatsächlich auf der Tribüne lassen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Verteidigung:
Cale Makar ist der beste Eishockey-Verteidiger der Gegenwart und wird vermutlich am Ende seiner Karriere einer der besten der Geschichte sein. Bei Olympia darf er zudem mit seinem gewohnten Verteidigungspartner Devon Toews auflaufen, einem exzellenten Shutdown-Verteidiger. Sie werden flankiert von exzellenten Läufern und Spielmachern wie Josh Morrissey oder Thomas Harley und physischen Abräumern wie Travis Sanheim und Colton Parayko.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Sturm:
Es ist kaum in Worte zu fassen, wie gut der kanadische Sturm tatsächlich ist, aber ich versuche es trotzdem mal. Elf von 14 Stürmern der Ahornblätter haben in der bisherigen NHL-Saison mehr als einen Punkt pro Spiel gesammelt. Connor McDavid (75 Punkte in 43 Spielen), Nathan MacKinnon (74 Punkte in 42 Spielen) und Macklin Celebrini (64 Punkte in 42 Spielen) sind näher an zwei Punkten pro Spiel als an einem. Mitch Marner und Nick Suzuki gehören zudem zu den besten Allround-Stürmern der Welt und Tom Wilson und Brad Marchand werden auch die nötige Prise «Dreck» ins Spiel bringen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 14/15 ⭐
USA
Verteidigung: Brock Faber (Minnesota), Noah Hanifin (Vegas), Quinn Hughes (Vancouver), Seth Jones (Florida), Charlie McAvoy (Boston), Jake Sanderson (Ottawa), Jaccob Slavin (Carolina), Zach Werenski (Columbus).
Sturm: Matt Boldy (Minnesota), Kyle Connor (Winnipeg), Jack Eichel (Vegas), Jake Guentzel (Tampa Bay), Jack Hughes (New Jersey), Clayton Keller (Utah), Dylan Larkin (Detroit), Auston Matthews (Toronto), J.T. Miller (NY Rangers), Brock Nelson (NY Islanders), Tage Thompson (Buffalo), Brady Tkachuk (Ottawa), Matthew Tkachuk (Florida), Vincent Trocheck (NY Rangers).
Tor:
Trainer Mike Sullivan hat die Qual der Wahl. Connor Hellebuyck, Jake Oettinger und Jeremy Swayman sind allesamt herausragende NHL-Torhüter. Am besten in Form ist wohl Swayman, der sich bei Boston wieder gesteigert hat. Allerdings dürfte an Hellebuyck, dem besten Goalie und MVP der letzten Saison, kaum ein Weg vorbeiführen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Verteidigung:
Der Kanadier Cale Makar ist der beste Verteidiger des Turniers, aber die USA stellen wohl insgesamt die etwas bessere Verteidigung. Quinn Hughes ist in Bestform auf ähnlichem Niveau wie Makar. Auch Zach Werenski und Jake Sanderson sind herausragende Offensivverteidiger, während Brock Faber, Charlie McAvoy oder auch der oft kritisierte Seth Jones für defensive Stabilität sorgen und die gegnerischen Stars neutralisieren können.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Sturm:
Auf dem Papier sind viele ganz grosse Namen dabei: Jack Eichel, Auston Matthews oder auch Jack Hughes. Aber viele dieser Stars sind nicht in Bestform. Nur vier der US-Stürmer skoren in der NHL über einen Punkt pro Spiel – gegenüber elf bei Kanada. Matthews ist zuletzt etwas besser in Form gekommen, aber hinkt seiner Bestform trotzdem hinterher. Jack Hughes ist nach seiner Verletzung zurück, aber noch sichtlich limitiert. Zudem ist es fragwürdig, dass Spieler wie Brock Nelson oder Vincent Trocheck nominiert wurden, aber beispielsweise Jason Robertson (52 Punkte in 43 Spielen) aussen vor bleibt.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 14/15 ⭐
Schweden
Verteidigung: Rasmus Andersson (Calgary), Philip Broberg (St. Louis), Jonas Brodin (Minnesota), Rasmus Dahlin (Buffalo), Oliver Ekman-Larsson (Toronto), Gustav Forsling (Florida), Victor Hedman (Tampa Bay), Erik Karlsson (Pittsburgh).
Sturm: Jesper Bratt (New Jersey), Leo Carlsson (Anaheim), Joel Eriksson Ek (Minnesota), Filip Forsberg (Nashville), Pontus Holmberg (Tampa Bay), Alexander Wennberg (San Jose), Adrian Kempe (Los Angeles), Gabriel Landeskog (Colorado), Elias Lindholm (Boston), William Nylander (Toronto), Elias Pettersson (Vancouver), Richard Rakell (Pittsburgh), Lucas Raymond (Detroit), Mika Zibanejad (NY Rangers).
Tor:
Jacob Markström hat mit den New Jersey Devils gerade neun Tore in einem Spiel kassiert. Aber zum Glück kann Schwedens Trainer Sam Hallam (ab nächster Saison bei Genf-Servette) gleich auf beide Goalies der Minnesota Wild zählen. Jesper Wallstedt hat in dieser Saison schon vier Shutouts gefeiert, Filip Gustavsson deren drei. Auf der Goalie-Position gibt es bei Schweden keine Sorgen.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐⭐
Verteidigung:
Die ganz grossen Namen in der schwedischen Verteidigung sind entweder schon etwas über dem Zenit (Erik Karlsson), verletzt (Victor Hedman) oder aus persönlichen Gründen nicht in Bestform (Rasmus Dahlin). Mit Philip Broberg, Oliver Ekman Larsson und Gustav Forsling sind auch drei Verteidiger im Kader, die nicht (oder nicht mehr) zur absoluten NHL-Elite gehören.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Sturm:
Auch die Schweden haben einige Stars in ihrem Sturm. William Nylander ist bei Toronto immer noch ein sicherer Wert, Lucas Raymond skort in Detroit über einen Punkt pro Spiel und der erst 21-jährige Leo Carlsson feiert diese Saison seinen grossen Durchbruch. Dazu kommen alternde Stars wie Filip Forsberg, Mika Zibanejad oder Gabriel Landeskog und diverse andere gute NHL-Stammspieler. So bewegt sich der schwedische Sturm etwa auf dem Niveau der USA.
Bewertung: ⭐⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 13/15 ⭐
Finnland
Verteidigung: Miro Heiskanen (Dallas), Henri Jokiharju (Boston), Mikko Lehtonen (ZSC Lions), Esa Lindell (Dallas), Nikolas Matinpalo (Ottawa), Niko Mikkola (Florida), Olli Määttä (Utah), Rasmus Ristolainen (Philadelphia).
Sturm: Sebastian Aho (Carolina), Joel Armia (Los Angeles), Mikael Granlund (Anaheim), Erik Haula (Nashville), Roope Hintz (Dallas), Kaapo Kakko (Seattle), Oliver Kapanen (Montreal), Joel Kiviranta (Colorado), Artturi Lehkonen (Colorado), Anton Lundell (Florida), Eetu Luostarinen (Florida), Mikko Rantanen (Dallas), Teuvo Teräväinen (Chicago), Eeli Tolvanen (Seattle).
Tor:
Einen echten Star-Goalie kann Finnland bei diesen Olympischen Spielen nicht vorweisen. Juuse Saros war das einmal, doch der 30-Jährige hat nun bereits die dritte Saison in Folge grosse Mühe mit der Konstanz bei Nashville. Trotzdem dürfte er am Ende zwischen den Pfosten stehen, obwohl Buffalos Ukko-Pekka Luukkonen wohl die stabilere Option wäre. Der 26-Jährige war zuletzt einer der Gründe für eine überraschend lange Siegesserie der Sabres.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Verteidigung:
Miro Heiskanen ist ein Starverteidiger in der NHL, doch dahinter hört es rasch auf. Esa Lindell und Niko Mikkola sind starke Defensiv-Verteidiger. Henri Jokiharju oder Olli Määttä gehören hingegen nicht zur NHL-Elite. ZSC-Verteidiger Mikko Lehtonen ist zudem der einzige Spieler im finnischen Kader, der nicht in der NHL aktiv ist.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Sturm:
Zwei Stürmer Finnlands kann man als Star bezeichnen: Mikko Rantanen (59 Punkte aus 42 Spielen) und Sebastian Aho (43 Punkte aus 43 Spielen). Dahinter hat es andere gute NHL-Stürmer wie Artturi Lehkonen, Roope Hintz oder Anton Lundell, aber eben auch solche, die in der besten Eishockeyliga der Welt eher den Hinterbänklern zugeordnet werden (Joel Kiviranta, Kaapo Kakko, Joel Armia).
Bewertung: ⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 9/15 ⭐
Tschechien
Verteidigung: Radko Gudas (Anaheim), Filip Hronek (Vancouver), Michal Kempny (Brynäs/SWE), Tomas Kundratek (Trinec/CZE), Jan Rutta (Genf), Radim Simek (Liberec/CZE), David Spacek (Iowa/AHL), Jiri Tichacek (Kärpät/FIN).
Sturm: Roman Cervenka (Pardubice/CZE), Radek Faksa (Dallas), Jakub Flek (Brno/CZE), Tomas Hertl (Vegas), Ondrej Kase (Litvinov/CZE), Dominik Kubalik (Zug), David Kämpf (Vancouver), Martin Necas (Anaheim), Ondrej Palat (New Jersey), David Pastrnak (Boston), Lukas Sedlak (Pardubice/CZE), Matej Stransky (Davos), David Tomasek (Färjestad/SWE), Pavel Zacha (Boston).
Tor:
Dan Vladar spielt eine sehr gute Saison in Philadelphia. Der 28-Jährige ist einer der Gründe, warum die Flyers aktuell einigermassen komfortabel auf einem Playoff-Platz sitzen. Lukas Dostal konnte seine gute letzte Saison in Anaheim hingegen noch nicht wirklich bestätigen und auch Karel Vejmelka zieht bei Utah ein weiteres schwieriges Jahr ein.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Verteidigung:
Die Qualität der tschechischen Verteidigung wird in Online-Kommentarspalten auch von den eigenen Fans bemängelt. Ein echter NHL-Star ist keiner dabei. Ein Grossteil der Offensivaktionen dürfte über Vancouvers Filip Hronek laufen. Radim Simek (33), Michal Kempny (35), Jan Rutta (35, bei Servette unter Vertrag) und Tomas Kundratek (36) sind allesamt europäische Spieler im fortgeschrittenen Sportleralter. Ob das eine gute Idee ist, wenn auf der anderen Seite Connor McDavid und Nathan MacKinnon stehen?
Bewertung: ⭐⭐
Sturm:
Der grösste Name im tschechischen Kader ist natürlich David Pastrnak (48 Punkte in 38 Spielen). Der Stürmer der Boston Bruins hat den Schweizer Hockey-Fans im WM-Final von 2024 mit dem entscheidenden Tor bereits die Herzen gebrochen. Nun führt er gemeinsam mit Martin Necas (53 Punkte in 42 Spielen) und Tomas Hertl (32 Punkte in 41 Spielen) den tschechischen Sturm an. Daneben hat es aber auch NHL-Hinterbänkler wie David Kämpf oder Ondrej Palat und National-League-Söldner wie Matej Stransky von Davos oder EVZ-Stürmer Dominik Kubalik.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Gesamtbewertung: 8/15 ⭐
Schweiz
Verteidigung: Tim Berni (Genf), Michael Fora (Davos), Roman Josi (Nashville), Andrea Glauser (Lausanne), Dean Kukan (Zürich), Christian Marti (Zürich), Janis Moser (Tampa Bay), Jonas Siegenthaler (New Jersey).
Sturm: Sven Andrighetto (Zürich), Christoph Bertschy (Fribourg), Kevin Fiala (Los Angeles), Nico Hischier (New Jersey), Ken Jäger (Lausanne), Simon Knak (Davos), Philipp Kurashev (San Jose), Denis Malgin (Zürich), Timo Meier (New Jersey), Nino Niederreiter (Winnipeg), Damien Riat (Lausanne), Sandro Schmid (Fribourg), Pius Suter (St.Louis), Calvin Thürkauf (Lugano).
Tor:
NHL-Stars hat die Schweiz bei ihren Goalies keine. Aber mit Akira Schmid immerhin einen Spieler, der bei seinem NHL-Team die Mehrheit der Spiele absolviert hat. Zudem ist natürlich mit Leonardo Genoni der beste Torhüter und MVP der letzten Weltmeisterschaft wieder dabei. Einige Schweizer Fans sind besorgt, dass der EVZ-Goalie in dieser Saison nicht gut genug ist, um eine Nomination zu rechtfertigen.
Die Wahrheit ist: Genoni spielt dieses Jahr ziemlich gleich wie im Vorjahr, und trotzdem hexte er die Nati an der WM in den Final. Und er hat sich auch schon gegen Superstars bewiesen: Im WM-Viertelfinal 2018 gegen Kanada liess er unter anderem Connor McDavid immer wieder verzweifeln.
Bewertung: ⭐⭐
Verteidigung:
Die Verteidigung ist das Prunkstück dieses Schweizer Teams. Roman Josi kann immer noch ein NHL-Star sein, hatte die letzten zwei Jahre aber zu viele gesundheitliche Probleme, um das auch aufs Eis zu bringen. Trotzdem werden seine offensiven Fähigkeiten und seine Leader-Qualitäten essenziell sein für den Erfolg der Nati.
In dieser Saison tatsächlich ein NHL-Star ist Janis Moser. Der Bieler spielt momentan sackstark und ist gar einer der besten Verteidiger der Liga. In der verletzungsbedingten Abwesenheit von Victor Hedman hat sich Moser zu einem absoluten Leader entwickelt. Er gehört in dieser Saison defensiv zur absoluten Ligaspitze und steuert immer noch regelmässig Punkte bei.
Dazu kommen noch NHL-Stammverteidiger Jonas Siegenthaler und Dean Kukan, der einer der besten Verteidiger Europas ist. Christian Marti und Michael Fora sollen für die nötige internationale Härte sorgen.
Bewertung: ⭐⭐⭐
Sturm:
Klar, Nico Hischier, Kevin Fiala, Timo Meier oder Nino Niederreiter sind aus Schweizer Sicht NHL-Stars. Nüchtern betrachtet haben sie dieses Prädikat in dieser Saison im internationalen Vergleich aber nicht verdient. Keiner der Schweizer Stürmer sammelt auch nur annähernd einen Punkt pro Spiel. Fiala ist zuletzt wieder etwas besser in Form gekommen, hatte aber auch immer wieder schwächere Phasen. Auch Hischier und Meier haben noch keine Konstanz gefunden. Niederreiter hat seit 16 Spielen nicht mehr gepunktet und Pius Suter sowie Philipp Kurashev sind derzeit verletzt.
Was aus Schweizer Sicht Hoffnung macht: Bei Weltmeisterschaften haben die NHL-Spieler noch fast immer gut performt, egal wie zuvor die Saison verlaufen ist. Und Hischier und Co. werden von einer schlagkräftigen Truppe von National-League-Spielern unterstützt. Denis Malgin und Sven Andrighetto bringen NHL-Erfahrung mit und wissen, was sie bei Olympischen Spielen erwartet. Calvin Thürkauf ist der perfekte Viertliniencenter für ein solches Turnier: stark im Bullypunkt, physisch und trotzdem torgefährlich. Und auch Sandro Schmid und Simon Knak haben gezeigt, dass sie sich auf internationalem Niveau nicht einschüchtern lassen.
Bewertung: ⭐⭐
Gesamtbewertung: 7/15 ⭐
Deutschland
Verteidigung: Leon Gawanke (Mannheim), Korbinian Geibel (Berlin), Lukas Kälble (Mannheim), Jonas Müller (Berlin), Moritz Müller (Köln), Moritz Seider (Detroit), Fabio Wagner (München), Kai Wissmann (Berlin).
Sturm: Leon Draisaitl (Edmonton), Alexander Ehl (Mannheim), Dominik Kahun (Lausanne), Marc Michaelis (Mannheim), John-Jason Peterka (Utah), Lukas Reichel (Vancouver), Tobias Rieder (München), Joshua Samanski (Bakersfield/AHL), Justin Schütz (Mannheim), Wojciech Stachowiak (Syracuse/AHL), Tim Stützle (Ottawa), Frederik Tiffels (Berlin), Parker Tuomie (Köln).
Tor:
Goalies sind manchmal komisch: Da spielt Philipp Grubauer vier Jahre lang wirklich schon fast miserabel, und diese Saison ist er plötzlich wieder gut. Zwar hat er bei Seattle längst nur noch eine Ersatzrolle inne, doch für Deutschland könnte (und muss) er sich als solider Rückhalt beweisen. Maxi Franzreb und Mathias Niederberger dürften auf diesem Niveau nämlich nicht genügen.
Bewertung: ⭐⭐
Verteidigung:
Moritz Seider wird bei den Deutschen jede Menge Eiszeit erhalten – wohl bis zu 30 Minuten pro Spiel. Denn ansonsten gibt die Verteidigung nicht besonders viel her. Moritz Müller ist auch mit 39 Jahren noch ein Anker, auch Fabio Wagner, Kai Wissmann und Leon Gawanke bringen internationale Erfahrung mit. Aber ob das reicht, um gegen die NHL-Superstars zu bestehen?
Bewertung: ⭐
Sturm:
Der Sturm der Deutschen ist da deutlich besser besetzt. Leon Draisaitl (60 Punkte in 43 Spielen) und Tim Stützle (45 Punkte in 41 Spielen) sind Stars in der NHL. Unterstützt werden sie von NHL-Spielern wie JJ Peterka, Nico Sturm und Lukas Reichel sowie aufstrebenden AHL-Spielern wie Josh Samanski und Wojciech Stachowiak und natürlich den bekannten DEL-Akteuren wie Frederik Tiffels oder Marc Michaelis. Die deutsche Auswahl hat etwas mehr Starpotenzial, aber dafür weniger Tiefe als das Schweizer Kader, was sich am Ende ausgleicht.
Bewertung: ⭐⭐
