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VCS willigt ein: Schwingfans dürfen ihre Autos auf dem Weissenstein abstellen

Der mehrmonatige Hosenlupf zwischen dem Weissenstein-Schwinget und dem VCS ist beendet. Der VCS willigt ein, dass Tausende von Zuschauern ihre Autos am Schwingfest abstellen dürfen.



Vor dem diesjährigen Weissenstein-Schwinget Mitte Juli hatte sich die Sektion Solothurn des Verkehrs-Clubs der Schweiz VCS kämpferisch gegeben. Co-Präsident Heinz Flück sagte in einem Artikel der Solothurner Zeitung: «Der VCS will, dass die vielen Zuschauer nicht mehr mit dem privaten Auto auf den Berg fahren. Der VCS fordert den Kanton auf, das Parkierungsregime durchzusetzen.» Gemäss diesen Vorschriften dürfte auf dem Solothurner Hausberg nur noch auf den wenigen ausgesteckten Plätzen parkiert werden. Flück schlug als Alternative für den Transport die kapazitätsschwache Gondelbahn ab Oberdorf SO und den Einsatz von Bussen vor.

«Wenn man nicht mit den Privatautos hinauffahren kann, dann ist das Bergkranzfest Weissenstein gestorben.»

Claude Bridevaux, Schwinger-OK

Selbst mit beiden Transportmitteln könnte der Andrang jedoch nur zu einem Bruchteil bewältigt werden, wie einfache Berechnungen ergeben haben. Im gleichen Atemzug beteuerte Flück, der VCS habe nichts gegen die Schwinger, wenngleich das traditionelle Bergkranzfest durch das Ansinnen des VCS verunmöglicht würde.

Bereit für Kompromisse

Noch vor einer Woche sagte Anita Wüthrich, Geschäftsleiterin VCS Sektion Solothurn, in einem Beitrag von Tele M1: «Wir wollen, dass möglichst wenig motorisierter Individualverkehr hinauffährt. Das Ökogebiet und die Magerwiesen sollen geschont werden. Man soll dort nicht alles zuparkieren. Wir wollen, dass es eine klare Begrenzung gibt.» Der Beitrag von Tele M1 wurde nach einem entsprechenden Artikel der Nachrichtenagentur SDA aufbereitet. Im TV-Interview hielt Claude Bridevaux vom Schwinger-OK fest: «Wenn man nicht mit den Privatautos hinauffahren kann, dann ist das Bergkranzfest Weissenstein gestorben.»

«Es sollen pro Jahr höchstens drei Grossveranstaltungen bewilligt werden dürfen.»

Heinz Flück, VCS

In dieser Woche nun lässt der VCS der Kompromisslosigkeit die Kompromissbereitschaft folgen. Wieder in der Solothurner Zeitung sagt Heinz Flück, der VCS schlage vor, dass «pro Jahr höchstens drei Grossveranstaltungen bewilligt werden dürfen. Damit wären traditionelle Veranstaltungen wie der Weissenstein-Schwinget oder das Uhuru-Festival weiterhin möglich.» Die Beschränkung auf drei Grossveranstaltungen diene dem Schutz der Landschaft von nationaler Bedeutung auf dem Weissenstein.

Uebersicht am 64. Weissenstein-Schwinget auf dem Weissenstein am Samstag, 18. Juli 2015. (KEYSTONE/Thomas Hodel)

Die Schwing-Fans werden auch dieses Jahr auf dem Weissenstein parkieren. Bild: KEYSTONE

Wie der Schwingsport allgemein ist der Weissenstein-Schwinget in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Für das diesjährige Fest fanden sich 4200 Zuschauer ein, so viele wie noch nie. (sda)

Der neue Schwingerkönig: Matthias Glarner

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    Alle Leser-Kommentare
  • Skip Bo 13.10.2016 07:21
    Highlight Highlight Geht es dem VCS in diesem Fall wirklich nur um die Einhaltung des Parkplatzreglementes? Wenn die Landeigentümer und die Behörden bereit sind einmal im Jahr eine Ausnahme zu bewilligen ist das eigentlich kein Grund sich querzustellen.
    Es macht eher den Anschein, dass der VCS in diesem Fall vor allem ideologisch agiert: Wie kann man den "bösen, patriotisch gefärbten" Schwingfreunden ein Bein stellen. Eine durchsichtige Aktion.
  • pamayer 12.10.2016 23:13
    Highlight Highlight Bravo VCS! grosser Einsatz, dass Mobilität nicht alles einnimmt und dann wieder Kompromisse eingehen können.



    Die 8jea schreibt bei ihren parkuhren süffig, dass ich wegen dem VCS nicht gratis parkieren kann.
    Kreuzfalsch: der VSC boxte einfach durch, dass das bestehende Gesetz eingehalten wird...
    ebenso die Gewerkschaften, die vor allem damit überlastet sind, weil die Arbeitgeber die Gesetze nicht einhalten.
    Ebenso die geschwindigkeitskontrollen...

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