Norweger gewinnt Medaille – und gesteht dann Seitensprung im Live-TV
Es hätte eigentlich einer der schönsten Momente seiner Karriere werden können: Sturla Laegreid gewann im Einzel der Biathleten über 20 km Olympia-Bronze. Es war seine erste olympische Einzelmedaille, nachdem er vor vier Jahren in Peking Staffelgold gewann. Doch der 28-jährige Norweger sprach danach beim norwegischen Fernsehsender NRK von der «schwersten Woche meines Lebens».
Der Grund dafür war, dass sich seine Freundin unmittelbar vor den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina von ihm getrennt habe. Laegreid gab live im TV zu, sie betrogen zu haben. Dies habe er ihr kurz vor den Winterspielen gestanden, was zur Trennung geführt habe. Die Situation habe ihn stark belastet und der Sport sei zeitweise in den Hintergrund gerückt.
Norsk OS-intervju tog en oväntad vändning
— Existenz.se (@Existenzse) February 10, 2026
Efter att ha tagit brons i skidskyttarnas första individuella OS gren, bakom lagkamraten Johan Olav Botn och fransmannen Éric Perrot, stod Sturla Holm Lægreid för en oväntat känslosam intervju.
Den 28 år gamla norrmannen träffade 19 av… pic.twitter.com/vrs65Ncxd9
«Es gibt jemanden, mit dem ich das gerne teilen würde, die heute vielleicht nicht zuschaut», berichtete Laegreid unter Tränen und führte dann aus: «Vor einem halben Jahr habe ich die Liebe meines Lebens getroffen. Die schönste, tollste Person der Welt.» Doch vor drei Monaten habe er «den grössten Fehler meines Lebens begangen», indem er seiner damaligen Freundin untreu war. Er habe das Gefühl, «die Goldmedaille meines Lebens» weggeworfen zu haben. «Ich wäre gerne ein gutes Vorbild und es tut weh, jemandem Schmerzen zuzufügen, den man so sehr liebt», erklärte Laegreid, «aber so ist das Leben.»
Das Live-Geständnis sei im Falle eines Medaillengewinns schon im Vorhinein geplant gewesen, erklärte sein Teamkollege Johannes Dale-Skjevdal. Laegreids Ziel sei es, seine Ex-Freundin zurückzugewinnen. «Ich begehe lieber sozialen Selbstmord, als diese Frau aufzugeben», erklärte er.
Den Sieg holte sich in Antholz Laegreids Landsmann Johan-Olav Botn, der nach dem Überqueren der Ziellinie ebenfalls einen emotionalen Moment erlebte. Er zeigte in Gedenken an seinen im Dezember verstorbenen Teamkollegen Sivert Bakken gen Himmel und rief: «Ja, Sivert, wir haben es geschafft!»
Botn hatte den 27-jährigen Bakken leblos auf dessen Hotelzimmer aufgefunden und danach mehrere Wochen pausiert. Im Interview nach seinem Olympiasieg sagte er: «Es war eine emotionale letzte Runde für mich. Ich habe mich gefühlt, als wäre er bei mir. Ich hoffe, er hat mir zugesehen und ist stolz auf meine Leistung.» (nih)
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