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Trauernde Frauen bei der Beisetzung des getöteten Tänzers in Rio de Janeiro.
Trauernde Frauen bei der Beisetzung des getöteten Tänzers in Rio de Janeiro.Bild: EPA/EFE
Brasilien

Trauer und Wut bei Beisetzung von Tänzer nach Unruhen in Rio

25.04.2014, 03:2325.04.2014, 08:28

Zwei Tage nach den Unruhen bei der Copacabana in Rio de Janeiro ist unter grosser Anteilnahme der Tänzer beigesetzt worden, dessen Tod die Strassenschlachten ausgelöst hatte. Rund 400 Menschen erwiesen am Donnerstag Douglas Rafael da Silva Pereira die letzte Ehre. Dabei mischte sich in die Trauer um den 27-Jährigen auch immer wieder Wut auf die brasilianischen Sicherheitskräfte. 

«Sie haben meinen Sohn getötet.»
Mutter von Douglas Rafael da Silva Pereira

Teilnehmer skandierten «Polizei – Mörder» und forderten in Sprechchören «Gerechtigkeit». Die Mutter des 25-Jährigen rief mit Blick auf am Friedhof postierte Polizisten: «Sie haben meinen Sohn getötet.»

Vorbild für junge Slumbewohner: Bild des Getöteten auf dem T-Shirt.
Vorbild für junge Slumbewohner: Bild des Getöteten auf dem T-Shirt.Bild: AP/AP

Der durch TV-Sendungen bekannte Tänzer – ein Idol für viele junge Slumbewohner – war nach Darstellung von Freunden in eine Schiesserei zwischen Drogendealern und Polizisten nahe der weltberühmten Copacabana geraten. Er habe sich in einen Kinderhort geflüchtet, sei jedoch von den Sicherheitskräften aufgegriffen und zu Tode geprügelt worden. Die Polizei sprach hingegen von Hinweisen, der 25-Jährige sei nach einem Sturz gestorben. 

Stundenlange Strassenschlachten nach dem Tod des Tänzers in Rio.
Stundenlange Strassenschlachten nach dem Tod des Tänzers in Rio.Bild: EPA/EFE

Der Tod des Tänzers hatte stundenlange Strassenschlachten mit der Polizei ausgelöst, bei denen ein 27-Jähriger erschossen wurde. Die Unruhen waren ein neuer, trauriger Höhepunkt der Proteste vor der Fussball-WM in Brasilien, die in sieben Wochen beginnt. Schon im vergangenen Jahr war es zu monatelangen, teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Milliardenausgaben für die Infrastruktur gekommen, während grosse Bevölkerungsteile unter Armut und Gewalt leiden. (kad/sda/afp)

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