Sport
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epa04179010 Women cry during the funeral of 25 year old dancer Douglas Pereira, who was a member of the dancing group from a popular television show and who died on 21 April lduring a police operation in the Pavao-Pavaozinho slum, in Rio de Janeiro, Brazil, 24 April 2014. The death of a dancer in one of Rio de Janeiro's slums touched off violent protests and sparked an investigation on 24 April into the role that the militarized police might have played. Eight officers with the so-called militarized police appeared on 24 April before the civilian police in the case, which was causing great tension in the city only 49 days ahead of the World Cup.  EPA/Antonio Lacerda

Trauernde Frauen bei der Beisetzung des getöteten Tänzers in Rio de Janeiro. Bild: EPA/EFE

Brasilien

Trauer und Wut bei Beisetzung von Tänzer nach Unruhen in Rio



Zwei Tage nach den Unruhen bei der Copacabana in Rio de Janeiro ist unter grosser Anteilnahme der Tänzer beigesetzt worden, dessen Tod die Strassenschlachten ausgelöst hatte. Rund 400 Menschen erwiesen am Donnerstag Douglas Rafael da Silva Pereira die letzte Ehre. Dabei mischte sich in die Trauer um den 27-Jährigen auch immer wieder Wut auf die brasilianischen Sicherheitskräfte. 

«Sie haben meinen Sohn getötet.»

Mutter von Douglas Rafael da Silva Pereira

Teilnehmer skandierten «Polizei – Mörder» und forderten in Sprechchören «Gerechtigkeit». Die Mutter des 25-Jährigen rief mit Blick auf am Friedhof postierte Polizisten: «Sie haben meinen Sohn getötet.»

A boy is comforted by a friend wearing a shirt with a photo of Douglas Rafael da Silva Pereira, during Pareira's burial in Rio de Janeiro, Brazil, Thursday, April 24, 2014. A protest followed the burial of Douglas Pereira, whose shooting death sparked clashes Tuesday night between police and residents of the Pavao-Pavaozinho slum. (AP Photo/Felipe Dana)

Vorbild für junge Slumbewohner: Bild des Getöteten auf dem T-Shirt. Bild: AP/AP

Der durch TV-Sendungen bekannte Tänzer – ein Idol für viele junge Slumbewohner – war nach Darstellung von Freunden in eine Schiesserei zwischen Drogendealern und Polizisten nahe der weltberühmten Copacabana geraten. Er habe sich in einen Kinderhort geflüchtet, sei jedoch von den Sicherheitskräften aufgegriffen und zu Tode geprügelt worden. Die Polizei sprach hingegen von Hinweisen, der 25-Jährige sei nach einem Sturz gestorben. 

epa04178999 Police clash with residents from the Pavao-Pavaozinho shanty town, in the neighborhood of Copacabana, south of the city of Rio de Janeiro, Brazil, 24 April 2014. The death of a dancer in one of Rio de Janeiro's slums touched off violent protests and sparked an investigation on 24 April into the role that the militarized police might have played. Eight officers with the so-called militarized police appeared on 24 April before the civilian police in the case, which was causing great tension in the city only 49 days ahead of the World Cup.  EPA/Antonio Lacerda BEST QUALITY AVAILABLE

Stundenlange Strassenschlachten nach dem Tod des Tänzers in Rio. Bild: EPA/EFE

Der Tod des Tänzers hatte stundenlange Strassenschlachten mit der Polizei ausgelöst, bei denen ein 27-Jähriger erschossen wurde. Die Unruhen waren ein neuer, trauriger Höhepunkt der Proteste vor der Fussball-WM in Brasilien, die in sieben Wochen beginnt. Schon im vergangenen Jahr war es zu monatelangen, teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Milliardenausgaben für die Infrastruktur gekommen, während grosse Bevölkerungsteile unter Armut und Gewalt leiden. (kad/sda/afp)

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Die Zeit ist reif, der Fussball nicht – warum sich kein homosexueller Profi outet

Im Männerfussball ist Homose­xualität bis heute ein Tabu. Um Jahre scheint der Sport der westlichen Gesellschaft bezüglich Akzeptanz von Homosexualität hinterherzuhinken. Noch immer gibt es in den grossen Ligen Europas keinen aktiven Profi, der offen zu seiner homosexuellen Orientierung stehen würde. Wieso nur?

Plötzlich war es da, dieses Twitter-Profil, in dem sich ein angeblich schwuler Spieler der 2. Bundesliga anonym Gedanken zu seinem Coming-out macht. Es geht um Scheinfreundinnen, Existenzängste, um Unterstützung der Liga, der Vereine, um das ganz alltägliche Versteckspiel. Quasi über Nacht gewann der Account an die 15'000 Follower, seine Tweets wurden sofort dutzendfach kommentiert.

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