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Seit 911 Minuten ohne Treffer – warum sie in Freiburg trotz Torflaute noch an Admir Mehmedi glauben

Admir Mehmedi ist beim SC Freiburg nur noch zweite Wahl.
Admir Mehmedi ist beim SC Freiburg nur noch zweite Wahl.Bild: Eibner/freshfocus

Seit 911 Minuten ohne Treffer – warum sie in Freiburg trotz Torflaute noch an Admir Mehmedi glauben

In der letzten Saison sicherte Admir Mehmedi dem SC Freiburg mit 12 Toren den Klassenerhalt. Das war einmal: Mittlerweile ist der Schweizer Nati-Stürmer beim Sport-Club seit 911 Minuten ohne Torerfolg und nur noch Ersatz.
06.04.2015, 08:4506.04.2015, 08:59
Thomas Wiehle, freiburg

«Ich kann noch besser!» Das versprach Admir Mehmedi (23) im Interview mit der Bild-Zeitung allen Freiburg-Fans vor der Saison. Damals hatte der Publikumsliebling den Sport-Club gerade erst mit zwölf Treffern fast im Alleingang zum Klassenerhalt geschossen.

Der Autor: Thomas Wiehle
Berichtet seit 1989 über den SC Freiburg – davon die letzten 12 Jahre als «Bild»-Reporter. Ansonsten ist er Pressereferent des ADAC Südbaden.
Auf Twitter folgen: @bild_freiburg

Acht Monate später ist von dieser vollmundigen Ankündigung nichts übrig geblieben. Reden möchte Mehmedi auch nicht mehr. Positives berichten kann er sowieso nicht. Im Gegenteil: Seine Bilanz ist verheerend! Der Schweizer Nati-Stürmer kommt – natürlich auch verletzungsbedingt – auf ein läppisches Törchen und auch sieben Spieltage vor Saisonende überhaupt nicht in Form.

Aus zwölf mach eins: Wann erzielt Admir Mehmedi endlich sein zweites Saisontor.
Aus zwölf mach eins: Wann erzielt Admir Mehmedi endlich sein zweites Saisontor.Bild: Laegler/freshfocus

Ein einziges Mal blitzte sein Können so richtig auf: Beim 5:2-Sieg im DFB-Pokal bei 1860 München im Oktober 2014 schoss der Vier-Millionen-Mann gleich drei Tore. Alle dachten, der Knoten ist geplatzt. Doch so wie er in diesem Spiel explodierte, so verglühte er danach wieder. Seit über 15 Stunden (911 Minuten) warten die SC-Fans nun schon auf einen Treffer ihres einstigen Lieblings ...

Jüngster Tiefpunkt: Beim enorm wichtigen 1:0-Sieg gegen Köln setzte ihn Trainer Christian Streich (49) erstmals auf die Bank. Und als in der 63. Minute Stürmer Mike Frantz (28) ausgewechselt wurde, kam der junge Maximilian Philipp (20) aus der eigenen Fussballschule aufs Feld. Erst zehn Minuten später durfte dann auch noch Admir Mehmedi ran, bei seiner einzigen Aktion traf er kurz nach seiner Einwechslung nur den Pfosten.

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Mehmedis Pfostenschuss gegen Köln.gif: Zdf

Ganz Freiburg hält zu Mehmedi

Doch der SC Freiburg wäre nicht der SC Freiburg, wenn sie ihren letztjährigen Retter jetzt schon aufgeben würden. Immer noch glauben sie fest, dass «ihr Admir» wieder ganz der alte Mehmedi wird.

«Wir werden noch viel Freude an ihm haben.»
Roman Bürki über Admir Mehmedi

SC-Keeper Roman Bürki (24) weiss zwar, dass es «für Admir gerade eine schwierige Zeit ist». Doch sein Kumpel aus der Nati ist total überzeugt: «Ich kenne ihn lange genug. So wie er arbeitet, werden wir noch viel Freude an ihm haben.»

Im Training hängt sich Admir Mehmedi voll rein.
Im Training hängt sich Admir Mehmedi voll rein.Bild: Andy Mueller/freshfocus

Auch Klemens Hartenbach (50) ist guten Mutes. Der SC-Sportdirektor sagt zu watson: «Wichtig ist jetzt, dass er komplett bei sich bleibt – an sich glaubt, weiter alles für sich und die Mannschaft tut.» Hartenbachs Eingebung: «Ich fühle, dass er noch total wichtig für uns wird.»

Vielleicht schon am Dienstagabend in Wolfsburg? Denn dann ist ja mal wieder DFB-Pokal ...

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