Akanji und Sommer vorzeitig Meister mit Inter +++ Klassenerhalt für Gladbach und Mainz
Bundesliga
St. Pauli – Mainz 1:2
Urs Fischer hat den Klassenerhalt mit Mainz in der drittletzten Runde der Bundesliga gesichert. Nach dem 2:1-Auswärtssieg bei St. Pauli beträgt der Vorsprung auf die auf dem Relegationsplatz klassierten Hamburger elf Punkte.
Es ist eine weitere Erfolgsgeschichte von Urs Fischer als Bundesliga-Trainer. Der 60-jährige Zürcher hat sich zwischen 2018 und 2023 bei Union Berlin Kultstatus erarbeitet, mit dem Aufstieg, dem souveränen Klassenerhalt bis hin zur Champions-League-Teilnahme.
In Mainz übernahm Fischer den Trainerposten von Bo Henriksen Anfang Dezember. Damals war der Klub mit sechs Punkten aus 13 Spielen Schlusslicht der Bundesliga. Beeindruckend schnell brachte er die Mannschaft um den Schweizer Captain Silvan Widmer wieder auf Kurs. Unter ihm kassierten die Mainzer bis Mitte April nur zwei Niederlagen. Erst in den letzten Wochen harzte es etwas mit vier sieglosen Spielen und dem Out im Viertelfinal der Conference League gegen Strasbourg.
Am Sonntag fand Mainz zurück zum Siegen. Phillip Tietz und Phillipp Mwene nach Vorlage von Widmer schossen die Tore der Gäste schon in der ersten Halbzeit. Für St. Pauli, das erst in der Schlussphase zum Anschlusstreffer kam, bedeutet die Niederlage, dass der Klassenerhalt, wenn überhaupt, wohl nur noch über die Relegationsspiele zu schaffen ist.
St. Pauli - Mainz 05 1:2 (0:2)
Tore: 6. Tietz 0:1. 40. Mwene 0:2. 87. Ceesay 1:2.
Bemerkungen: Mainz 05 mit Widmer (bis 77.).
Gladbach – Dortmund 1:0
Auch Nico Elvedi mit Borussia Mönchengladbach ist die letzten Abstiegssorgen losgeworden und gleichzeitig zu einem Prestigesieg gekommen. Dank eines späten Tores von Haris Tabakovic feierten die Gladbacher im Borussen-Derby einen 1:0-Heimsieg gegen Gregor Kobels Dortmund.
Borussia Mönchengladbach - Borussia Dortmund 1:0 (0:0)
54'042 Zuschauer.
Tor: 88. Tabakovic 1:0.
Bemerkungen: Borussia Mönchengladbach mit Elvedi. Borussia Dortmund mit Kobel.
Freiburg – Wolfsburg 1:1
Einen wichtigen Punkt holte sich im Abstiegskampf der VfL Wolfsburg. Die Wölfe konnten dank des 1:1 auswärts in Freiburg St.Pauli überholen und sich auf den Relegationsplatz schieben. Wolfsburg ging dank Konstantinos Koulierakis in Führung, Philipp Lienhart glich für Freiburg noch aus.
Freiburg - Wolfsburg 1:1 (0:0)
Tore: 55. Koulierakis 0:1. 75. Lienhart 1:1.
Bemerkungen: Freiburg mit Ogbus (bis 58.) und Manzambi. (abu/sda)
Premier League
Manchester United – Liverpool 3:2
Manchester United spielt in der nächsten Saison wieder in der Champions League. Der 20-fache Meister sichert sich die Rückkehr in die Königsklasse in der 35. Runde der Premier League mit dem 3:2-Heimsieg gegen Liverpool.
Nach zwei Jahren Absenz feierte Manchester United den Sprung zurück unter die besten Mannschaften Europas auf die schönste Art: mit einem Sieg gegen den Erzrivalen und Co-Rekordmeister. In der 79. Minute gelang dem Eigengewächs Kobbie Mainoo der Siegtreffer.
Zuvor hatte Liverpool durch Dominik Szoboszlai und Cody Gakpo einen 0:2-Pausenrückstand wettgemacht. Die ersten zwei Tore Manchester Uniteds hatten Matheus Cunha und Benjamin Sesko in der Startviertelstunde geschossen. (abu/sda)
Serie A
Inter Mailand – Parma 2:0
Inter Mailand mit den Schweizern Manuel Akanji und Yann Sommer sichert sich in der Serie A vorzeitig den Meistertitel. Nach dem 2:0 in der 35. Runde gegen Parma sind die Nerazzurri nicht mehr von der Spitze zu verdrängen.
Marcus Thuram in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit und Henrich Michitarjan zehn Minuten vor dem Ende sorgten im Giuseppe-Meazza-Stadion für die umjubelten Treffer des Heimteams, das zum 17. Mal in der Meisterschaft ohne Gegentreffer blieb.
Massgeblichen Anteil daran und an der erfolgreichen Titelverteidigung hatten Innenverteidiger Manuel Akanji und Goalie Yann Sommer. Sie gehörten wie Aussenverteidiger Federico Dimarco, der eine Vergangenheit beim FC Sion hat, zu den Eckpfeilern im Team von Christian Chivu, das mit nur 31 Gegentreffern die viertbeste Defensive der Liga stellt. Kombiniert mit der mit Abstand besten Offensive der Liga (82 Tore) war der Titel die logische Konsequenz - auch wenn der Start in die Saison mit zwei Niederlagen aus den ersten drei Spielen alles andere als gut war.
Drei Runden vor Schluss führt Inter die Tabelle mit zwölf Punkten Vorsprung auf Napoli an. Die Süditaliener hatten sich vor einem Jahr den Scudetto gesichert und folgten damals auf Inter, das sich die Meisterehren nun zurückholte. Für die Lombarden ist es der 21. Meistertitel, der dritte in den letzten sechs Jahren. Zu Rekordmeister Juventus Turin (36 Titel) klafft nach wie vor eine grosse Lücke.
Inter hat noch die Chance auf das Double. Am 13. Mai geht es im Final der Coppa Italia in Rom gegen Lazio.
