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National League: Nussbaumer schiesst HCD gegen Ajoie zum Sieg

Der Davoser Valentin Nussbaumer bejubelt sein 2-1, beim Eishockey Spiel der National League zwischen dem HC Davos und dem HC Ajoie, am Dienstag, 23. Februar 2024, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gia ...
Der Mann des Spiels: Valentin Nussbaumer erzielte gegen Ajoie gleich drei Tore.Bild: keystone

Nussbaumer schiesst Ajoie mit Hattrick ab – Lausanne lässt Genf im Derby keine Chance

27.02.2024, 22:31
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Davos – Ajoie 6:4

Der HC Davos bezwingt den Tabellenletzten Ajoie dank drei Toren von Valentin Nussbaumer zu Hause 6:4 und rückt bis auf einen Punkt an den sechstklassierten SC Bern heran.

In der 28. Minute brachte Nussbaumer die Bündner im Powerplay nach einem herrlichen Zuspiel von Oldie Andres Ambühl mit seinem dritten Tor an diesem Abend zum dritten Mal in Führung. Hatte Ajoie auf die ersten beiden Gegentreffer jeweils eine rasche Antwort parat, legten die Davoser nach dem 3:2 nach. Verteidiger Sven Jung traf in der 32. Minute mit seinem zweiten Saisontor zum 4:2. Zwar kamen die Gäste im letzten Drittel noch zweimal auf einen Treffer heran, mehr liess der HCD aber nicht zu. 16 Sekunden vor dem Ende machte Chris Egli mit einem Schuss ins leere Gehäuse alles klar.

Matchwinner Nussbaumer ist in der laufenden Meisterschaft aufgeblüht, die Zusammenarbeit mit einer Mentaltrainerin hat den gewünschten Effekt gebracht. Der 23-jährige Stürmer steht nun bei 18 Treffern in dieser Spielzeit, zuvor waren ihm in 171 Partien in der höchsten Liga 24 Tore gelungen. Dass er zum ersten Mal in der National League drei Treffer in einer Partie erzielte, war umso spezieller, als ihm dies gegen Ajoie gelang. Die Jurassier sind sein Stammverein.

Ajoies Trainer Christian Wohlwend beim Eishockey Spiel der National League zwischen dem HC Davos und dem HC Ajoie, am Dienstag, 23. Februar 2024, im Eisstadion in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)
Christian Wohlwend muss sich erstmals dem HC Davos geschlagen geben.Bild: keystone

Davos bezwang Ajoie zum ersten Mal, seit der ehemalige Trainer Christian Wohlwend beim Tabellenletzten an der Bande steht. In den ersten beiden Saisonduellen hatte es jeweils eine 1:2-Niederlage abgesetzt.

Davos - Ajoie 6:4 (1:1, 3:1, 2:2)
5003 Zuschauer. - SR Kohlmüller (GER)/Hebeisen, Meusy/Obwegeser.
Tore: 6. Nussbaumer (Mustonen, Barandun) 1:0. 10. Brennan (Fey, Devos) 1:1. 23. Nussbaumer (Fora, Jung) 2:1. 25. Fey (Hazen) 2:2. 28. Nussbaumer (Ambühl, Mustonen/Powerplaytor) 3:2. 32. Jung (Chris Egli) 4:2. 45. Hazen 4:3. 50. Frehner (Bristedt, Corvi) 5:3. 60. (59:17) Audette (Hazen) 5:4 (ohne Torhüter). 60. (59:44) Chris Egli 6:4 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Ajoie.
PostFinance-Topskorer: Stransky; Audette.
Davos: Aeschlimann; Dominik Egli, Dahlbeck; Guebey, Näkyvä; Fora, Jung; Minder, Barandun; Frehner, Corvi, Bristedt; Ambühl, Mustonen, Nussbaumer; Stransky, Rasmussen, Gredig; Wieser, Chris Egli, Parrée.
Ajoie: Ciaccio; Fey, Brennan; Birbaum, Zgraggen; Thiry, Pilet; Garessus, Devos, Romanenghi; Arnold, Gauthier, Audette; Hazen, Frossard, Timashov; Sciaroni, Rundqvist, Bozon; Münger.
Bemerkungen: Davos ohne Hammerer, Knak, Prassl, Schneeberger (alle verletzt) und Nordström (überzähliger Ausländer), Ajoie ohne Fischer, Scheidegger, Schmutz, Sopa (alle verletzt), Asselin und Gelinas (beide überzählige Ausländer). Ajoie von 58:24 bis 59:17 und 59:31 bis 59:44 ohne Torhüter.

Lausanne – Genf 4:0

Nach den ZSC Lions und Fribourg-Gottéron löst auch der Lausanne HC das Ticket für die Playoff-Viertelfinals. Die Waadtländer gewinnen das Léman-Derby gegen Genève-Servette nach einem Schockmoment mit 4:0.

Lausanne legte im zweiten Drittel einen Gang zu, und das zahlte sich aus. Dass Damien Riat in der 26. Minute das Skore eröffnete, entbehrte nicht einer gewissen Logik, da sich der am Montag 27 Jahre alt gewordene Stürmer in Topform befindet. Es war für ihn das fünfte Tor in den letzten fünf Spielen. Neun Minuten später erhöhte Jiri Sekac auf 2:0.

Geneve-Servette's forward Marco Miranda, top left, Geneve-Servette's defender Tim Berni #21and Geneve-Servette's defender Roger Karrer #25 argue with Lausanne's forward Jiri Sekac  ...
Wildwest-Szenen in Lausanne: Jiri Sekac prügelt sich mit Marco Miranda, Roger Karrer mit Damien Riat.Bild: keystone

Kurz nach der zweiten Pause vergab Valtteri Filppula allein vor Connor Hughes die grosse Chance zum 1:2. Das rächte sich. Tim Bozon (53.) und Jason Fuchs (54.) erhöhten mit einem Doppelschlag innert 61 Sekunden auf 4:0. Letzterer hatte schon bei den ersten zwei Treffern den Stock im Spiel gehabt und wurde zum besten Akteur seines Teams gekürt. Für Hughes war es der zweite Shutout in seinen letzten vier Einsätzen. Er benötigte dafür 26 Paraden. Somit setzte sich auch im vierten Saisonduell dieser beiden Mannschaften der Gastgeber durch.

Lausanne ist in der aktuellen Form ein heisser Titelkandidat. Die Waadtländer feierten den fünfen Sieg in den vergangenen sechs Partien. Derweil erlitt Servette eine Woche nach dem Triumph in der Champions Hockey League einen herben Rückschlag im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Die achtplatzierten Genfer haben weiterhin fünf Punkte Rückstand auf den sechstklassierten SC Bern.

Lausanne's forward Antti Suomela greets his supporters after defeating the team Geneve-Servette, during a National League regular season game of the Swiss Championship between Lausanne HC and Gen ...
Lausanne-Topskorer Antti Suomela feiert mit den Fans.Bild: keystone

Der Titelverteidiger verlor nicht nur, er musste auch den Ausfall von Teemu Hartikainen verkraften. Der finnische Topstürmer wurde in der 15. Minute vom Lausanner Verteidiger Christian Djoos mit dem Schlittschuh am Kopf getroffen und verlor viel Blut. Er hatte allerdings Glück im Unglück, die Genfer gaben Entwarnung.

Lausanne - Genève-Servette 4:0 (0:0, 2:0, 2:0)
9600 Zuschauer. - SR Wiegand/Eriksson (SWE), Burgy/Altmann.
Tore: 26. Riat (Fuchs) 1:0. 35. Sekac (Fuchs) 2:0. 53. (52:17) Bozon 3:0. 54. (53:18) Fuchs (Sekac) 4:0.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lausanne, 8mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Suomela; Manninen.
Lausanne: Hughes; Glauser, Djoos; Heldner, Frick; Pilut, Marti; Genazzi; Rochette, Suomela, Salomäki; Riat, Fuchs, Sekac; Bozon, Jäger, Raffl; Holdener, Almond, Pedretti; Fuhrer.
Genève-Servette: Olkinuora; Vatanen, Chanton; Karrer, Berni; Jacquemet, Le Coultre; Völlmin; Praplan, Filppula, Pouliot; Miranda, Jooris, Winnik; Hartikainen, Manninen, Bertaggia; Cavalleri, Maillard, Berthon; Guignard.
Bemerkungen: Lausanne ohne Haapala, Perrenoud (beide verletzt) und Kovacs (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Mayer, Richard, Rod (alle verletzt) und Lennström (überzähliger Ausländer).

(dab/sda)

Die Tabelle

  • Stürmer
  • Verteidiger
  • Torhüter
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Nation Flag

Aktuelle
Note

  • 7

    Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.

  • 6-7

    Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.

  • 5-6

    Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.

  • 4-5

    Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.

  • 3-4

    Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.

  • Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.

5,2

09.22

5,2

09.23

5,2

01.24

Punkte

Goals/Assists

Spiele

Strafminuten

  • Er ist

  • Er kann

  • Erwarte

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