Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Paterlini ist neuer U 20-Nationaltrainer und der Verband spart beim Nachwuchs

Eine Schlüsselposition in unserem Hockey ist endlich besetzt: Thierry Paterlini wird als Nachfolger von Christian Wohlwend neuer U 20-Nationalcoach.



Der Cheftrainer des U 20-Nationalteams steht nicht so im Rampenlicht der Öffentlichkeit wie der «richtige Nationaltrainer (Patrick Fischer). Aber sein Job ist für die Entwicklung unseres Hockeys ebenso wichtig.

Weil Christian Wohlwend (42) als Cheftrainer zum HC Davos wechselt, braucht der Verband (Swiss Ice Hockey) einen neuen U 20-Nationalcoach. Den Job übernimmt ab sofort Thierry Paterlini (44). Der ehemalige Nationalstürmer hat sich in den letzten vier Jahren als Cheftrainer der U 18-Nationalmannschaft bestens bewährt. Er hat der Beförderung ins nächsthöhere Nationalteam akzeptiert.

Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: der Verband muss sparen. Es ist nämlich so, dass die Sportfördergelder, die der Verband vom Bund wegen der WM 2020 in unserem Land bekommt, nur noch in der nächsten Saison fliessen. Wie üblich wird deshalb beim Nachwuchs und nicht etwa bei den fürstlich honorierten Hobby-Verbands-Verwaltungsräten gespart, die je nach Funktion inklusive Fixspesen völlig leistungsunabhängig bis zu 80 000 Franken pro Jahr abkassieren. Der Plan: U 17-Nationaltrainer Martin Höhener soll Nachfolger von Thierry Paterlini neuer U 18-Nationaltrainer und die Stelle des U 17-Nationaltrainers gestrichen werden.

Bisher war der U 20-Nationaltrainer automatisch auch der Assistent unseres Nationaltrainers bei der WM. Noch ist offen, ob das auch bei Thierry Paterlini so sein wird. Die Idee: Christian Wohlwend assistiert Patrick Fischer auch bei der nächsten WM in Zürich und Lausanne. Die Saison beim HCD ist ja dann vorbei und er hätte Zeit (und Lust), seine Erfahrung ins WM-Coaching-Team einzubringen. Das Problem: die Klubs müssen einverstanden sein.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die Eishockey-Nationalspieler mit den meisten Einsätzen

Nico Hischier beantwortet unsere ungewöhnlichen Fragen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • FischersFritz 07.06.2019 21:17
    Highlight Highlight Mit Paterlini ist fertig mit der spielerischen Weiterentwicklung der U20! Hat bereits bei der U18 bewiesen, dass immer das mangelnde Talent der Spieler Schuld sein soll an den peniblen Resultaten, er als Verantwortlicher hingegen ist über jeden Zweifel erhaben... Schade für die U20...
    • SirMike 08.06.2019 10:34
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Der Leistungsausweis ist äusserst bescheiden, Connections sind bei unserem Verband immer noch die Hauptkriterien für die Besetzung eines solchen Postens...
    • FischersFritz 08.06.2019 21:24
      Highlight Highlight Tatsächlich gibt es wohl kaum einen Nationalverband, der einen Trainer zum U20 Coach macht, dessen Trainererfshrung sich auf ein offenbar nicht sehr gelungenes kurzes Gastspiel in der Amateurliga beschränkt...
  • Theophilus Carter 07.06.2019 21:03
    Highlight Highlight Es ist Sommer! No one cares! Yet... 😉
  • El Tirador 07.06.2019 19:48
    Highlight Highlight Eine weitere Entscheidung die uns aufzeigt, dass die Klubs zu viel Macht haben.
    ...beim Nachwuchs sparen, aber 6 Ausländer fordern und über Mittläuferlöhne meckern...

    man kann nur den Kopf schütteln
    • Gapunsa 08.06.2019 07:40
      Highlight Highlight Ja teilweise, ein Natitrainer muss auch neutral agieren... Oder man fragt die Klubs ob sie dies akzeptieren.
  • BernensisU 07.06.2019 19:33
    Highlight Highlight Beim Nachwuchs zu sparen ist das dümmste, was ein Verband tun kann. Gerade wenn man wie Swiss Ice Hockey mittelfristig zu den Top 6 aufschliessen will! Die U17 ist in der Entwicklung eine immens wichtige Stufe. Was mit seriöser Arbeit in diesem Bereich erreicht werden kann, zeigen die USA. Aus den Top 10 prospects für den diesjährigen Draft stammen 5 aus dem USNTDP!

Hockey-Fans starten Petition – sie fordern, dass der Bundesrat die 1000er-Grenze aufhebt

Hinter den Kulissen des Sports bewegt sich viel: Eishockey-Fans haben am Donnerstagnachmittag die Petition «Verantwortungsvolle Sportevents» gestartet. Und Vertreter des Eishockey- und Fussballverbands sprachen beim Bundesamt für Gesundheit vor.

Nun kommt doch noch Druck auf die Politik – aus dem Eishockeybereich. Fans, Spieler, Klubs und sportinteressierte Politiker haben sich hinter den Kulissen zusammengerauft. Sozusagen in letzter Sekunde versuchen sie, den Bundesrat mit einer Petition davon zu überzeugen, die 1000er-Grenze für Sportanlässe aufzuheben.

Die Regierung berät am 12. August – der ersten Sitzung nach der Sommerpause – über das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als tausend Zuschauern.

Der Bundesrat werde darüber …

Artikel lesen
Link zum Artikel