EV Zug findet auch in der Meisterschaft nicht aus der Krise
Zug – Lugano 2:3
Die Innerschweizer verlieren die direkte Playoff-Qualifikation immer mehr aus den Augen. Zuletzt kassierte Zug sieben Niederlagen hintereinander, vier davon im eigenen Stadion. Bei den Heimniederlagen gegen Kloten (1:2 n.V.), die ZSC Lions (2:3 n.V.), Lulea (2:3) und Lugano schossen die Zuger nie mehr drei Goals in einem Spiel.
Noch schlechter erging es dem EVZ vor zwei Jahren im Februar. Damals gingen sogar acht Pflichtspiele hintereinander verloren - einen Monat lang gab es damals überhaupt keinen Sieg. In den Playoffs resultierte daraufhin in den Viertelfinals ein Weiterkommen gegen Bern (mit 4:3 Siegen) und ein ruhmloses Ausscheiden in den Halbfinals gegen die ZSC Lions (mit 0:4).
Playoffs? Die sind für Zug in dieser Saison noch alles andere als gesichert. Der Rückstand auf Platz 6 - den letzten Platz, der die direkte Qualifikation garantiert - beträgt bereits acht Punkte. Und von hinten schleichen sich die SCL Tigers an. Und auch dem Schlittschuhclub Bern ist ein Steigerungslauf durchaus noch zuzutrauen.
Zug - Lugano 2:3 (0:1, 1:2, 1:0)
6930 Zuschauer. - SR Piechaczek/Hungerbühler, Bachelut/Meusy. - Tore: 19. Fazzini (Sanford, Aebischer) 0:1. 33. Sanford 0:2. 37. (36:30) Canonica (Fazzini) 0:3. 38. (37:37) Hofmann (Kubalik, Tobias Geisser) 1:3. 60. (59:38) Hofmann (Tatar, Riva) 2:3 (ohne Torhüter). - Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Sklenicka) plus Spieldauer (Sklenicka) gegen Zug, 1mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Kubalik; Fazzini.
Zug: Wolf; Sklenicka, Riva; Schlumpf, Tobias Geisser; Stadler, Mischa Geisser; Moret; Wingerli, Kovar, Kubalik; Künzle, Tatar, Hofmann; Vozenilek, Senteler, Eggenberger; Antenen, Leuenberger, Herzog; Wey.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Brian Zanetti; Simion, Thürkauf, Emanuelsson; Fazzini, Sanford, Canonica; Perlini, Tanner, Sekac; Marco Zanetti, Morini, Bertaggia; Aleksi Peltonen.
Bemerkungen: Zug ohne Balestra, Bengtsson, Diaz, Fueter, Guerra und Martschini (alle verletzt), Lugano ohne Kupari (verletzt). Zug ab 58:23 ohne Torhüter.
Ajoie – Langnau 2:1 n.P.
Ein spektakuläres Torhüter-Duell gab es bei Ajoie gegen die SCL Tigers (2:1 n.P.). Damiano Ciaccio, der vor zehn Jahren Langnau zurück in die National League «hexte», sicherte dem HC Ajoie mit 41 Paraden und vier parierten Penaltys die ersten Punkte im neuen Jahr. Bei den SCL Tigers hütete erstmals der erst 20-jährige Franzose Martin Neckar in der National League das Tor. Neckar kam zu 18 Paraden plus drei gehaltenen Penaltys, was aber nicht zum Sieg ausreichte.
Neckar kam bislang in dieser Saison zu 18 Einsätzen (und 8 Siegen) mit Chur in der Swiss League. Er debütierte mit den Tigers, weil Luca Boltshauser und Robin Meyer beide krank flachliegen.
Ajoie - SCL Tigers 2:1 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) n.P.
Pruntrut. - 3496 Zuschauer. - SR Dipietro/Fonselius, Allenspach/Humair. - Tore: 3. Salzgeber (Lapinskis) 0:1. 28. Devos (Powerplaytor) 1:1. - Penaltyschiessen: Sopa -, Rohrbach -; Nättinen -, Felcman -; Friman 1:0, Paschoud -; Devos -, Petrini -; Mottet 2:0. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Honka; Rohrbach.
Ajoie: Ciaccio; Christe, Honka; Pilet, Friman; Fischer, Berthoud; Nussbaumer; Hazen, Devos, Nättinen; Sopa, Wick, Mottet; Pedretti, Romanenghi, Bozon; Cormier, Cavalleri, Veckaktins; Pouilly.
SCL Tigers: Neckar; Meier, Riikola; Kinnunen, Mathys; Paschoud, Baltisberger; Lehmann; Allenspach, Malone, Pesonen; Rohrbach, Felcman, Mäenalanen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Bachofner; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Aeschlimann.
Bemerkungen: Ajoie ohne Bellemare, Conz, Fey, Garessus, Gauthier, Keller, Patenaude, Robin und Turkulainen (alle verletzt), SCL Tigers ohne Erni (krank), Björninen und Petersson (beide verletzt).
Lausanne – Genf 0:3
Am letzten Wochenende überholte Servette erstmals seit dem 23. September Lausanne in der Tabelle der National League. Die Genfer bleiben nach dem 3:0-Auswärtssieg in Lausanne die Nummer 1 am Genfersee. Das sind die Fakten der drei Spiele vom Mittwoch.
Zuletzt war die Hierarchie in der Romandie eine andere: Lausanne fegte im Herbst Servette mit 11:0 aus der Malley-Halle. Bis vor einer Woche hielten die Waadtländer hinter dem souveränen Leader HC Davos den 2. Platz. Mittlerweile sind die Lausanner hinter Fribourg-Gottéron (2.), Genf-Servette (3.) und Lugano (4.) auf Platz 5 zurückgefallen. Die letzten fünf und sieben der letzten acht Spiele gingen für Lausanne alle verloren.
Gegen Servette gelang Lausanne zum zweiten Mal nacheinander (nach dem 0:4 gegen Gottéron) auf heimischem Eis nicht einmal ein Tor. Aus den letzten drei Partien resultierte bloss ein Goal (beim 1:5 in Davos). Markus Granlund (2 Tore) und Junior Simas Ignatavicius (18-jährig) erzielten die drei Treffer für Servette, das seit dem 0:11 im Herbst alle drei weiteren Partien gegen Lausanne gewonnen hat (5:3, 7:3, 3:0).
Lausanne - Genève-Servette 0:3 (0:0, 0:2, 0:1)
9600 Zuschauer (ausverkauft). - SR Kaukokari/Wiegand, Urfer/Duc. - Tore: 26. Granlund (Puljujärvi, Vesey) 0:1. 35. Ignatavicius (Pouliot, Praplan) 0:2. 59. Granlund 0:3 (ins leere Tor). - Strafen: je 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Czarnik; Puljujärvi.
Lausanne: Hughes; Brännström, Sansonnens; Niku, Marti; Vouardoux, Fiedler; Haas; Fuchs, Czarnik, Caggiula; Riat, Rochette, Oksanen; Hügli, Spooner, Zehnder; Prassl, Bougro, Douay; Holdener.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Schneller, Sutter; Puljujärvi, Granlund, Vesey; Bozon, Pouliot, Ignatavicius; Praplan, Jooris, Akeson; Miranda, Verboon, Rod.
Bemerkungen: Lausanne ohne Baragano, Heldner, Jäger, Kahun, Suomela (alle verletzt), Genève-Servette ohne Brassard, Hischier, Richard (alle verletzt) und Manninen (krank). Lausanne von 56:45 bis 58:25 ohne Torhüter. (hkl/sda)
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