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Gian Gilli, General Secretary IIFH 2020, during the semifinal game between Russia and Finland, at the IIHF 2019 World Ice Hockey Championships, at the Ondrej Nepela Arena in Bratislava, Slovakia, on Saturday, May 25, 2019. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Gilli als Besucher der vergangenen WM in der Slowakei. Bild: KEYSTONE

Beeinflusst das Coronavirus die Hockey-WM? «Die Fans können ihre Reise normal planen»

Das Coronavirus wirkt sich langsam aber sicher in der Sportwelt aus, Eishockey-Spiele im Tessin müssen ohne Zuschauer stattfinden. Auch die Organisatoren der Eishockey-WM in Zürich und Lausanne im Mai müssen sich damit beschäftigen. OK-Präsident Gian Gilli sagt aber, man dürfe nicht in Panik verfallen.



Die gestrige Meldung überraschte die Schweizer Sportwelt: Wegen des Coronavirus müssen die zwei letzten Regular-Season-Spiele der National League im Tessin ohne Zuschauer ausgetragen werden. Das bedeutet: keine Fans beim Duell zwischen Ambri und Davos am Freitag und beim Tessiner Derby zwischen Lugano und Ambri am Samstag.

«Wir müssen Szenarien entwickeln, die nicht alltäglich sind.»

Gian Gilli, OK-Präsident Eishockey-WM 2020

Einen derart einschneidenden Effekt einer Krankheit hat die Schweizer Sportwelt in der Neuzeit noch nie gesehen. Selbstverständlich ist das Virus darum auch beim Organisationskomitee der Eishockey-WM 2020 in Zürich und Lausanne ein Thema. OK-Präsident Gian Gilli sagt im Gespräch mit watson: «Natürlich nehmen wir diese Entwicklung mit einer gewissen Besorgnis zur Kenntnis. Für die Volksgesundheit wie auch für die Durchführung der Weltmeisterschaft.»

Grundsätzlich gebe es zwei Ebenen. Einerseits müsse man ganz normal weiterarbeiten, man befinde sich in der Endphase vor dem Turnier in einer intensiven Zeit. Andererseits würden die Organisatoren die Entwicklung der Krankheit genau beobachten. Zwar gehe das Turnier erst in zwei Monaten los, aber: «Wir müssen uns auf gewisse Eventualitäten vorbereiten und Szenarien entwickeln, die nicht alltäglich sind.»

Das OK wird nicht gänzlich unvorbereitet getroffen: «2009, als ich zum letzten Mal eine Eishockey-WM organisierte, war gerade die Schweinegrippe aktuell», erinnert sich Gilli. Darum habe man solche Szenarien antizipiert. Aber es sei deshalb nicht so, dass man gleich ein fertiges Konzept aus dem Hut zaubern könne. Denn: «Dass das Virus gleich so schnell und so konkret kommt, überrascht uns auch.»

«Momentan können alle Fans ihre Reise an die WM ganz normal planen.»

Gian Gilli

Es laufen nun tägliche Diskussionen mit allen Partnern, Mitorganisatoren und Behörden. Die nationalen Verbände und Teamverantwortlichen hätten sich aber noch nicht beim OK gemeldet.

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Cooly bringt den WM-Pokal in die Schweiz. Video: YouTube/IIHF Worlds 2020

Konkrete Massnahmen mit Blick aufs Turnier seien noch keine ergriffen worden: «Wir sensibilisieren unsere eigenen Mitarbeiter zum Thema. Zurzeit beobachten wir die Situation täglich und prüfen, ob konkrete Massnahmen nötig wären. Die Hoheit liegt jedoch bei den Ämtern.»

Auch wenn es nun im Tessin zu Geisterspielen kommt, glaubt Gilli nicht, dass sich Fans mit WM-Tickets Sorgen machen müssen: «Natürlich wissen wir nicht, was noch kommt. Aber momentan können alle Fans ihre Reise an die WM ganz normal planen.»

Doch was wäre, wenn es tatsächlich so weit käme, dass die WM gar nicht oder ohne Fans stattfindet? Würden die Zuschauer Geld zurück erhalten? Mit diesen hypothetischen Szenarien – auch einer allfälligen Kompensation – wird Gilli sich nun beschäftigen.

«Wir schauen, dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind.»

Gian Gilli, OK-Präsident Eishockey-WM 2020

Eine Möglichkeit, die durchaus in die Planung der Organisatoren einfloss, ist auch eine komplette Absage des Turniers: «Dieses Thema wurde in der Planung unabhängig vom Coronavirus antizipiert. Dagegen ist man auch versichert. Aber das ist natürlich alles theoretisch, denn man geht nicht davon aus, dass der Fall tatsächlich eintritt», sagt Gilli.

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Um etwas gluschtig zu machen: Die Schweizer Highlights der letzten WM. Video: YouTube/IIHF Worlds 2020

Der Engadiner will nicht den Teufel an die Wand malen: «Wichtig ist, dass wir nicht in Panik verfallen. Wir schauen, dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Wir arbeiten aber auch weiter, dass wir dann ein tolles Turnier organisiert haben, wenn es losgeht.»

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