Gerber erlöst Fribourg gegen HCD in Verlängerung – im Playoff-Final gibt es ein 7. Spiel!
Spiel 4 hatte Fribourg-Gottéron zuhause zumindest optisch dominiert, aber 0:1 verloren. Das Szenario im Spiel 6 war das genaue Gegenteil. Das Heimteam ging früh in Führung und verteidigte das 1:0 in einer eigentlichen Abwehrschlacht – bis Simon Knak eine Verwirrung in der Freiburger Abwehr nutzte und via Rücken von Goalie Reto Berra zum Ausgleich traf. Mit dem 28. Davoser Schuss aufs Tor. Gottéron hatte erstmals in diesem Final zuhause in Führung gelegen.
Und auch am Ende jubelte trotz Zusatzschlaufe das Heimteam. In der 4. Minute der Verlängerung brachte Jeremi Gerber mit dem Treffer zum 2:1 die grosse Mehrheit der 9372 Zuschauer in der zum 101. Mal ausverkauften Arena zum Kochen.
Vierte Finalissima in fünf Jahren
Damit kommt es zum vierten Mal in den letzten fünf Jahren zu einer alles entscheidenden Finalissima. Die letzten drei gewann jeweils das Heimteam. Das Momentum könnte nach diesem so knapp verpassten ersten Davoser Matchpuck nun aber wieder kehren, zumal bei Fribourg der angeschlagene Marcus Sörensen auflaufen konnte. Prognosen sind in dieser dramatischen Finalserie mit nun schon drei Verlängerungen in sechs Partien aber sowieso meist Makulatur.
Rönnbergs wichtiges Timeout
Fribourg startete besser in die Partie als in den beiden ersten Heimspielen. Erstmals gingen die «Drachen» in Führung – und es war wieder einmal Vereinsikone Julien Sprunger, die für den guten Auftakt sorgte. In der 8. Minute bezwang der Captain HCD-Goalie Sandro Aeschlimann mit einem Hammer aus kurzer Distanz. Mit einem Mann mehr, aber begünstigt durch einen Fehlpass von Rasmus Asplund. Das Powerplay war ansonsten für die Freiburger einmal mehr ein Ärgernis.
Das zweite Drittel gehörte wie am letzten Sonntag in Davos fast komplett den Bündnern, diesmal jedoch ohne zählbares Ergebnis. Zwar setzten die Freiburger ein paar vereinzelte Nadelstiche, doch mehrheitlich sahen sie sich in der eigenen Abwehr eingeschnürt und kamen minutenlang nicht über die Mittellinie. In der 28. Minute reagierte Coach Roger Rönnberg, bei dem vor allem Sprunger auf seine Teamkollegen einredete. Es nützte zumindest einigermassen. Auch dank einem überragenden Reto Berra rettete Fribourg den Minivorsprung ins letzte Drittel.
Fribourg-Gottéron - Davos 2:1 (1:0, 0:0, 0:1, 1:0) n.V.
9372 Zuschauer (ausverkauft). SR Borga/Kaukokari; Altmann/Duc.
Tore: 8. Sprunger (Ausschluss Ryfors) 1:0. 57. Knak 1:1. 64. Gerber (Kapla, Wallmark) 2:1.
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Seiler, Streule; Jecker, Nemeth; Johnson; Bertschy, Borgström, Biasca; Sörensen, Wallmark, Marchon; Gerber, De la Rose, Reber; Sprunger, Walser, Dorthe; Nicolet.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Gross, Barandun; Guebey; Frehner, Ryfors, Tambellini; Waidacher, Asplund, Zadina; Stransky, Corvi, Kessler; Knak, Egli, Parrée; Aebli.
Bemerkungen: Fribourg ohne Glauser, Schmid (beide verletzt), Arola, Ljunggren, Rau und Rattie (überzählige Ausländer), Davos ohne Fora, Nussbaumer, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Lemieux, Claesson, und Taponen (überzählige Ausländer). 28. Timeout Fribourg.(nih/sda)
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
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