Sport
Eishockey

Eishockey-WM: Schweiz schlägt Finnland – im Viertelfinal gegen Deutsche

Switzerland's Kevin Fiala celebrates after scoring his side's third goal during the preliminary round match between Finland and Switzerland at the Ice Hockey World Championships in Prague, C ...
Er war der Mann des Spiels: Kevin Fiala war an allen drei Toren beteiligt.Bild: keystone

Die Schweiz schlägt Finnland – und trifft im WM-Viertelfinal somit auf Deutschland

Die Schweizer schliessen die Vorrunde an der WM in Tschechien mit einem 3:1-Sieg gegen Finnland ab. Als Gruppen-Zweiter treffen sie am Donnerstag (16.20 Uhr) im Viertelfinal wie schon 2021 und 2023 auf Deutschland. Es ist Zeit, den Erzrivalen zu bezwingen.
21.05.2024, 23:08
Mehr «Sport»

Da Österreich gegen Absteiger Grossbritannien (2:4) überraschend verlor, ging es für die Finnen in diesem Spiel nicht mehr um viel, für sie war schon klar, dass sie im Viertelfinal auf Schweden treffen. Das war zu spüren, dem Olympiasieger fehlte die letzte Konsequenz.

«Es wird ein hartes Spiel, aber wir freuen uns darauf. Gegen die Deutschen macht es immer Spass.»
Captain Roman Josi

Das schmälert aber nicht die Leistung der Schweizer. Im Mitteldrittel drückten sie der Partie vor 17'118 Zuschauern klar den Stempel auf und gingen verdient 2:0 in Führung. Das 1:0 schoss Kevin Fiala, der in der 57. Minute nach einem Konter mit dem 3:1 nachdoppelte. Beim ersten Treffer profitierte er von einem Abpraller von Harri Säteri nach einem Schuss von Romain Loeffel von der eigenen blauen Linie und umkurvte er den finnischen Goalie. Der kürzlich Vater gewordene Ostschweizer zeigt sich in der Heimatstadt seiner Eltern äusserst spielfreudig. Fiala hatte auch beim 2:0 von Andrea Glauser den Stock im Spiel und steht nun bei zehn Skorerpunkten.

Zuvor hatten die Eisgenossen nahezu nichts zugelassen. Und als Mikael Granlund in der 29. Minute mit einem herrlichen Ablenker traf, nahm Trainer Patrick Fischer die Coaches Challenge und bekam Recht. Dem Tor ging ein Offside voraus. Im letzten Abschnitt kontrollierten die Schweizer die Partie ohne grössere Probleme. Sie kassierten im fünften Spiel in Folge kein Tor bei nummerischem Gleichstand.

Die Schweizer beendeten die Vorrunde mit sechs Siegen. Die einzige Niederlage kassierten sie mit 2:3 gegen Titelverteidiger Kanada. Gegen Finnland traten sie ohne Jonas Siegenthaler an, der Verteidiger der New Jersey Devils ist leicht angeschlagen. Chicagos Philipp Kuraschew nahm die Rolle des 13. Stürmers ein. Christoph Bertschy bestritt sein 100. Länderspiel an der Seite von Calvin Thürkauf und Sven Andrighetto. Gaëtan Haas stand erstmals seit dem Startspiel gegen Norwegen wieder zur Verfügung.

«Wir haben sie kontrolliert, ich bin stolz auf das Team. Es war schön, von der Bank zuzusehen und auf dem Eis hat es genauso viel Spass gemacht.»
Kevin Fiala
Die Highlights der Partie.Video: YouTube/IIHF Worlds 2024

Finnland - Schweiz 1:3 (0:0, 1:2, 0:1)
Prag. SR Campbell/Frano (CAN/CZE), Wyonzek/Zunde (CAN/LAT).
Tore: 26. Fiala (Loeffel) 0:1. 28. Glauser (Niederreiter, Fiala) 0:2. 38. Innala (Granlund, Lehtonen/Ausschluss Ambühl) 1:2. 57. Fiala (Niederreiter) 1:3.
Strafen: 2mal 2 Minuten plus 5 Minuten (Granlund) plus Spieldauer (Granlund) gegen Finnland, 2mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Finnland: Säteri; Mattila, Määttä; Vittasmäki, Lehtonen; Kaski, Rissanen; Saarijärvi, Riikola; Jormakka, Björninen, Mäenalanen; Pakarinen, Granlund, Innala; Puljujärvi, Kapanen, Puistola; Helenius, Hyry, Jääskä.
Schweiz: Schmid; Glauser, Josi; Kukan, Jung; Loeffel, Marti; Fora; Niederreiter, Hischier, Fiala; Bertschy, Thürkauf, Andrighetto; Simion, Senteler, Herzog; Ambühl, Haas, Scherwey; Kuraschew.
Bemerkungen: Schweiz ohne Siegenthaler (angeschlagen), Genoni, Jäger (beide überzählig) und Berra (Ersatzgoalie). - 100. Länderspiel von Bertschy. - 29. Tor von Granlund wegen Offsides aberkannt. - Marti verletzt ausgeschieden. - Schüsse: Finnland 16 (6-4-6); Schweiz 26 (11-10-5). - Powerplay-Ausbeute: Finnland 1/2; Schweiz 0/3. (nih/sda)

Die Viertelfinal-Paarungen vom Donnerstag
Kanada – Slowakei (16.20 Uhr)
Schweiz – Deutschland (16.20 Uhr)
Tschechien – USA (20.20 Uhr)
Finnland – Schweden (20.20 Uhr)
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
So feierte YB den 17. Meistertitel der Klubgeschichte
1 / 16
So feierte YB den 17. Meistertitel der Klubgeschichte
YB hat mal wieder geschafft! Die Berner Young Boys holen den 17. Meistertitel der Klubgeschichte, den sechsten in den letzten sieben Jahren.
quelle: keystone / valentin flauraud
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Spektakulärer Lichtblitz erhellte Portugal am Pfingstwochenende
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
64 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Pat the Rat (das Original)
21.05.2024 22:01registriert Februar 2017
Was zeigt bzw. bestätigt uns dieses Spiel bis jetzt?
- 5 gegen 5 ist die Nati sackstark
- Eine Strafe gegen die Nati = ein Tor gegen die Nati
Diese Baustelle PK muss für den Viertelfinal UNBEDINGT aufgeräumt/verbessert werden!!!
590
Melden
Zum Kommentar
avatar
TodosSomosSecondos
21.05.2024 22:40registriert April 2016
Ok dann müssen halt die Deutschen dran glauben.. mir wäre selbst Schweden lieber gewesen aber gut genug die Deutschen zu schlagen sind wir allemal.. hopp 🇨🇭🇨🇭🇨🇭
303
Melden
Zum Kommentar
avatar
Baron Ekel von Etzmolch
21.05.2024 21:49registriert April 2022
Das Boxplay ist und bleibt eine Grossbaustelle. Viel zu tief und viel zu passiv.
266
Melden
Zum Kommentar
64
Apropos Fussball: Luis Rubiales muss nach Kuss-Skandal im Februar 2025 vor Gericht
Im vergangenen Jahr hat Luis Rubiales mit einem Kuss für Empörung gesorgt. Nun steht fest, wann er vor Gericht muss.

Der umstrittene ehemalige spanische Fussballfunktionär Luis Rubiales muss sich im Zuge des Kuss-Skandals vom 3. bis 19. Februar 2025 vor Gericht verantworten. Das gab der Nationale Gerichtshof von Spanien in Madrid am Montag bekannt.

Zur Story