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Der SCB zeigte sich in Lugano zu wenig aggressiv und spielfreudig.
Der SCB zeigte sich in Lugano zu wenig aggressiv und spielfreudig.
Bild: keystone

SCB fällt in Lugano ins alte Fahrwasser zurück – Biel, Zug und ZSC lassen Federn

Der EV Zug spürt erstmals diese Saison den Meister-Blues. Nach sechs Siegen in den ersten sechs Runden verlieren die Zuger bei den Rapperswil-Jona Lakers mit 1:3 zum dritten Mal in Serie. Mit dem EHC Biel ist aber auch der Leader ins Straucheln geraten.
25.09.2021, 23:1726.09.2021, 13:02

Lugano – Bern 3:1

Lugano findet in der Resega langsam seine Form. Nach Heimniederlagen gegen die SCL Tigers (1:4) und Biel (3:5) setzte es zuletzt Siege gegen Zug (3:2) und Bern (3:1) ab. Der Sieg über Bern entsprach dem Spielverlauf, denn der SCB liess einmal viel vermissen, was ihn an guten Abenden wie zuletzt gegen Langnau und Ajoie jeweils auszeichnet.

Lugano spielte mutiger, offensiver und zielstrebiger. Sie gingen durch Luca Fazzini früh in Führung und reagierten auf den Berner Ausgleich durch Jeremi Gerber nur dreieinhalb Minuten später mit dem 2:1 durch Alessio Bertaggia.

Die Entscheidung im Finish passte zu Berns Darbietungen im September. Der SCB konnte in Überzahl und ohne Goalie (mit 6 gegen 4 Feldspieler) den Ausgleich anstreben, Tim Kast verlor aber ziemlich unbedrängt in der eigenen Zone den Puck an Julian Walker, der zum 3:1 ins verlassene Goal einnetzen konnte.

Lugano - Bern 3:1 (1:0, 1:1, 1:0)
5206 Zuschauer. - SR Wiegand/Hungerbühler, Progin/Duarte.
Tore: 14. Fazzini 1:0. 23. Jeremi Gerber (Moser, Scherwey/Powerplaytor) 1:1. 27. Bertaggia (Riva, Thürkauf) 2:1. 59. Walker (Unterzahltor!) 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Müller) gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Fazzini; Conacher.
Lugano: Fatton; Nodari, Müller; Alatalo, Riva; Chiesa, Guerra; Traber, Wolf; Walker, Arcobello, Fazzini; Boedker, Herburger, Morini; Bertaggia, Thürkauf, Stoffel; Vedova, Cortiana, Chiquet.
Bern: Manzato; Andersson, Beat Gerber; Untersander, Henauer; Thiry, Colin Gerber; Pinana; Conacher, Jeffrey, Scherwey; Kast, Kahun, Moser; Fahrni, Daugavins, Jeremi Gerber; Sciaroni, Neuenschwander, Bader; Berger.
Bemerkungen: Lugano ohne Carr, Haussener, Josephs, Loeffel (alle verletzt) und Tschumi (gesperrt), Bern ohne Praplan (verletzt). Bern von 58:10 bis 58:30 und ab 58:50 ohne Torhüter.

Bertaggia bejubelt seinen Treffer zum 2:1.
Bertaggia bejubelt seinen Treffer zum 2:1.
Bild: keystone

Biel – SCL Tigers 1:4

Den SCL Tigers gelingt, was der Rest der Liga nicht schaffte: Ein Sieg über den EHC Biel. Die Langnauer setzen sich im Seeland mit 4:1 durch.

Damit verspielte der Leader innerhalb von 24 Stunden alle möglichen Rekorde. Vor neun Jahren startete der Genève-Servette Hockey Club mit neun Siegen und 26 von 27 möglichen Punkten in eine National-League-Saison. Die Marke von 26 Zählern aus 9 Partien konnte Biel schon nach dem Overtime-Sieg in Bern vom Freitag nicht mehr erreichen. Nach der Heimniederlage gegen die SCL Tigers ist auch der zweite Start-Rekord (10 Siege zu Beginn einer Saison) nicht mehr möglich.

An der Basis von Langnaus Überraschungserfolg stand Robert Mayer, der vom HC Davos verpflichtete Goalie. Mayer parierte insgesamt 35 und die ersten 30 Schüsse auf sein Tor. Einzig Tino Kessler vermochte nach 51 Minuten Langnaus neuen Schlussmann zu überwinden. Jesper Olofsson sorgte mit seinem neunten Saisontreffer zum 4:1 nur 58 Sekunden später aber dafür, dass Biel nicht mehr wie gegen die Lakers (6:4 nach 2:4), Freiburg (4:3 nach 0:3) und Bern (4:3 nach 1:3) zur Aufholjagd ansetzen konnte.

In der Offensive stahl Langnaus Harri Pesonen allen die Show. Am Freitag wies ein Gegentor in Überzahl den Langnauern gegen die Lakers den Weg in die 4:5-Heimniederlage. 24 Stunden später stellte Pesonen mit einem Shorthander nach zwölf Minuten zum 1:0 für die Tigers die Weiche auf Sieg. In Überzahl markierte Pesonen in der 38. Minute auch das beruhigende 2:0. Auch Jesper Olofsson gelangen zwei Treffer.

Die SCL Tigers holten acht ihrer neun Zähler auf fremdem Eis - mit Siegen in Lugano, Davos und Biel. Und mit Mayer und Ivars Punnenovs verfügen sie ab sofort über eines der stärksten Goalie-Duos der Liga.

Biel - SCL Tigers 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)
5107 Zuschauer. - SR Stricker/Mollard, Gnemmi/Steenstra.
Tore: 13. Pesonen (Unterzahltor!) 0:1. 38. Grenier (Powerplaytor) 0:2. 43. Olofsson (Huguenin, Grenier) 0:3. 52. (51:01) Kessler (Lööv) 1:3. 52. (51:59) Olofsson 1:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Brunner; Olofsson.
Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Lööv; Jakowenko, Grossmann; Stampfli, Forster; Schneeberger; Brunner, Schläpfer, Rajala; Kessler, Sallinen, Hügli; Beglieri, Karaffa, Künzle; Kohler, Froidevaux, Garessus; Jobin.
SCL Tigers: Mayer; Blaser, Erni; Huguenin, Zryd; Guggenheim, Grossniklaus; Grenier, Schmutz, Olofsson; Loosli, Diem, Pesonen; Petrini, Berger, Sturny; Schweri, Salzgeber, Lapinskis.
Bemerkungen: Biel ohne Cunti, Fey, Haas, Hischier, Hofer und Tanner (alle verletzt), SCL Tigers ohne Elsener, Leeger, Punnenovs, Saarela, Schilt, Weibel und Zaetta (alle verletzt).

Tigers-Topskorer Olofsson ist derzeit einfach nicht zu bremsen.
Tigers-Topskorer Olofsson ist derzeit einfach nicht zu bremsen.
Bild: keystone

SCRJ Lakers – Zug 3:1

Die Rapperswil-Jona Lakers und der EV Zug bewegen sich in unterschiedliche Richtungen. Die Lakers holten nach fünf Niederlagen zum Auftakt zuletzt vier Siege und zwölf Punkte. Der EV Zug dagegen startete mit sechs Siegen, verlor zuletzt aber dreimal hintereinander und übers Wochenende innerhalb von 24 Stunden daheim gegen Ajoie und auswärts gegen die Lakers.

Beim 3:1-Heimsieg der Lakers über den Meister lief nur 30 Minuten lang alles nach Drehbuch. Die Lakers spielten zwar mutig, Zug führte aber durch den vierten Saisontreffer von Anton Lander mit 1:0 und schien die Partie zu kontrollieren. Innerhalb von fünf Minuten kippten aber Nando Eggenberger (6. Saisontor) und Sandro Zangger (mit einem Powerplay-Tor) die Partie. Emil Djuse stellte mit einem Schuss ins leere Tor 65 Sekunden vor Schluss Rapperswils Sieg sicher.

Rapperswil-Jona Lakers - Zug 3:1 (0:0, 2:1, 1:0)
3613 Zuschauer. - SR Lemelin/Hürlimann, Meusy/Cattaneo.
Tore: 27. Lander (Herzog, Klingberg) 0:1. 30. Eggenberger (Cervenka) 1:1. 35. Zangger (Djuse/Powerplaytor) 2:1. 59. Djuse 3:1 (ins leere Tor).
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Eggenberger; Hansson.
Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Aebischer, Djuse; Vouardoux, Profico; Sataric, Jelovac; Baragano, Maier; Eggenberger, Rowe, Cervenka; Zangger, Albrecht, Brüschweiler; Wick, Dünner, Neukom; Wetter, Mitchell, Forrer.
Zug: Genoni; Hansson, Stadler; Cadonau, Djoos; Schlumpf, Gross; Wüthrich, Kreis; Simion, Kovar, Allenspach; Klingberg, Lander, Herzog; Hofer, Leuenberger, Bachofner; Stehli, Wüest, De Nisco.
Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Lammer, Lehmann und Moses (alle verletzt), Zug ohne Suri (krank), Martschini, Müller, Senteler und Zehnder (alle verletzt). Zug von 58:10 bis 58:55 und ab 59:08 ohne Torhüter.

Genoni hatte in Rappi mehr zu tun als auch schon.
Genoni hatte in Rappi mehr zu tun als auch schon.
Bild: keystone

Fribourg – ZSC Lions 1:0

Eine hochspannende Partie vor 7012 Zuschauern lieferten sich Fribourg-Gottéron und die ZSC Lions. David Desharnais erzielte nach 43 Minuten das einzige Goal des Spiels. Reto Berra kam mit 28 Paraden zum ersten Shutout in dieser Saison, nachdem er schon am Freitagabend bei Gottérons 3:1-Sieg in Genf geglänzt hatte.

Einen grossen Anteil an Freiburgs Treffer hatte Killian Mottet. Der Flügelstürmer eroberte hinter dem Gehäuse den Puck, spielte Desharnais an, der nach dem Turnover praktisch unbehindert einschiessen konnte.

Gottéron liess in den beiden Partien dieses Wochenendes nur ein Gegentor zu und befindet sich wieder auf dem Vormarsch. Die ZSC Lions verloren nach drei Siegen erstmals wieder.

Fribourg-Gottéron - ZSC Lions 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)
7012 Zuschauer. - SR Piechaczek/Stolc, Altmann/Stalder.
Tor: 43. Desharnais (Mottet, Brodin) 1:0.
Strafen: je 2mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Mottet; Roe.
Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Dufner, Jecker; Brodin, Desharnais, Mottet; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Bykow, Walser, Herren; Rossi, Bougro, Jörg; Jobin.
ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Trutmann, Geering; Weber, Guebey; Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Azevedo, Malgin, Quenneville; Sopa, Krüger, Sigrist; Aeschlimann, Schäppi, Pedretti.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Diaz, Marchon (beide krank) und Kamerzin (verletzt), ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant, Riedi (alle verletzt) und Diem (krank). ZSC Lions ab 57:06 ohne Torhüter.

In der BCF Arena ging es ganz schön zur Sache.
In der BCF Arena ging es ganz schön zur Sache.
Bild: keystone

Ajoie – Servette 3:4 n.P.

Nach vier Niederlagen in Folge kehrte Genève-Servette zum Erfolg zurück. Nicht zuletzt dank Daniel Winnik siegte der letztjährige Playoff-Finalist auswärts gegen Aufsteiger Ajoie im Penaltyschiessen 4:3.

Ganz zufrieden konnten die Genfer mit dem Abend trotzdem nicht sein: Beim Tabellenletzten hatten sie sich drei Punkte erhofft. Dieses Ziel verpassten sie, weil Ajoies Alain Birbaum 83 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in Überzahl zum 3:3 traf.

Matchwinner bei Servette war der Kanadier Daniel Winnik. Der 36-jährige Routinier traf zweimal, realisierte einen Assist und war auch im Penaltyschiessen, das die Genfer mit 3:0 für sich entschieden, erfolgreich.

Ajoie ging zwar als Verlierer vom Eis, durfte sich aber irgendwie doch als einer der Gewinner der letzten 24 Stunden sehen. Nach dem Sieg gegen Meister Zug nach Verlängerung am Freitag holte der Aufsteiger auch gegen Servette einen Punkt und verliess auf Kosten des spielfreien Lausanne den letzten Platz.

Ajoie - Genève-Servette 3:4 (0:2, 2:1, 1:0, 0:0) n.P.
3497 Zuschauer. - SR Dipietro/Urban, Kehrli/Huguet.
Tore: 10. Winnik (Filppula) 0:1. 16. Winnik 0:2. 31. Romanenghi (Huber/Powerplaytor) 1:2. 36. Filppula (Winnik, Tömmernes/Powerplaytor) 1:3. 39. Devos (Frossard) 2:3. 59. Birbaum (Powerplaytor) 3:3.
Penaltyschiessen: Winnik 0:1, Devos -; Filppula -, Hazen -; Tömmernes 0:2, Frossard -; Moy 0:3.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Frossard; Filppula.Ajoie: Wolf; Birbaum, Pouilly; Rouiller, Eigenmann; Macquat, Hauert; Malo Gfeller, Helfer; Hazen, Devos, Schmutz; Bogdanoff, Frossard, Frei; Rohrbach, Romanenghi, Huber; Colin Gfeller, Ness, Schnegg.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Smons, Maurer; Ugazzi; Vermin, Filppula, Winnik; Moy, Jooris, Miranda; Völlmin, Berthon, Vouillamoz; Cavalleri, Smirnovs, Patry; Riat.
Bemerkungen: Ajoie ohne Asselin, Gauthier-Leduc und Östlund (alle verletzt), Genève-Servette ohne Antonietti, Mercier, Pouliot, Richard, Rod und Tanner (alle verletzt). Ajoie von 57:07 bis 57:44 ohne Torhüter. (pre/sda)

Ajoie zeigt auch gegen Servette sein Kämpferherz.
Ajoie zeigt auch gegen Servette sein Kämpferherz.
Bild: keystone

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