Die unheimliche Parallele zwischen den verlorenen WM-Finals, die dir nicht aufgefallen ist
In der Schweiz wäre mal wieder alles angerichtet gewesen für eine grosse Weltmeisterfeier. Doch die Eishockey-Nati verliert erneut im Final. Nach 2013, 2018, 2024 und 2025 zum fünften Mal innerhalb von 13 Jahren.
Wie bereits im letzten Jahr entschied sich das Spiel um die Goldmedaille erst in der Verlängerung und wieder endete die reguläre Spielzeit torlos. Doch dies ist nicht die einzige Parallele zu 2025.
Nachdem vor einem Jahr Tage Thompson die USA zum Titel schoss, war es dieses Mal Konsta Helenius. Das Kuriose daran: Beide spielen bei den Buffalo Sabres.
Der 20-jährige Helenius machte erst im Januar 2026 sein Debüt in der NHL. Zuvor wurde die Nummer 14 des NHL-Drafts 2024 beim AHL-Team Rochester Americans eingesetzt, wo sie in der vergangenen Saison mit 67 Skorerpunkten in 66 Einsätzen brillierte. Auch in der NHL konnte der Finne gut Fuss fassen und wurde in den Stanley-Cup-Playoffs viermal eingesetzt, wobei er zweimal traf.
Nach dem Aus in den Playoffs reiste der Sabres-Stürmer direkt zur Weltmeisterschaft. In fünf von sechs Einsätzen war Helenius mindestens an einem Tor beteiligt und erzielte bereits im Halbfinal gegen Kanada mit dem 3:2 den entscheidenden Treffer. «Es war einfach, sich in der Mannschaft einzufügen», erklärte der Goldschütze nach dem Final gegenüber der finnischen Zeitung yle und sprach von einem richtigen Traumteam, in dem auch ein paar alte Hasen dabei waren, welche sich alle voll reinhängten.
So richtig realisieren konnte Helenius noch nicht, was kurz zuvor passiert war: «Als ich in der Verlängerung die Chance hatte, habe ich den Schuss abgegeben und er ging rein.» Ähnlich ging es seiner Mutter, die nach dem entscheidenden Treffer in Ohnmacht fiel, wie sie finnischen Medien bestätigte: «Plötzlich fand ich mich zwischen den Stühlen wieder.»
Während sich die Finnen über den fünften Weltmeistertitel der Geschichte freuen, muss die Schweiz mindestens ein weiteres Jahr auf die verflixte Goldmedaille warten. Die nächste Chance bietet sich 2027 in Deutschland, in einem allfälligen Final hat es auf der anderen Seite hoffentlich keinen Spieler der Buffalo Sabres.
