Alle Entscheidungen gefallen: Biel letzter Play-In-Teilnehmer – Ambri muss ins Play-Out
Lausanne fehlte noch ein Punkt, um sicher in den Viertelfinals zu stehen. Die Waadtländer standen im Auswärtsspiel gegen Fribourg-Gottéron vor einer schwierigen Aufgabe, lösten diese aber mit einem 4:3-Sieg.
Das zehntplatzierte Biel setzte sich im Heimspiel gegen die SCL Tigers nach einem 0:1-Rückstand mit 5:1 durch. Die Seeländer liegen nun drei Punkte vor den Emmentalern, und weil sie in den Direktbegegnungen mehr Zähler geholt haben, können sie von Langnau am Montag in der letzten Runde nicht mehr überholt werden.
Genève-Servette gewann beim Tabellenletzten Ajoie 6:2 und ist nun Dritter. Die Genfer überholten die ZSC Lions (4.) und Lugano (5.). Die Zürcher unterlagen Qualifikationssieger Davos zu Hause 1:2, Lugano verlor in Kloten 1:2 nach Verlängerung. Servette und der ZSC haben jeweils 88 Punkte auf dem Konto, Lugano 86. Lausanne steht bei 84 Zählern.
Weil Kloten gegen Lugano zwei Punkte geholt hat, wird Ambri-Piotta trotz eines 4:1-Heimsieges gegen Bern die Regular Season auf dem vorletzten Platz abschliessen, weshalb die Leventiner das Abstiegs-Playoff gegen Ajoie bestreiten müssen. Die Rapperswil-Jona Lakers bezwangen Zug auswärts 3:2 nach Verlängerung.
Biel – SCL Tigers 5:1
Die Ausgangslage in der wegweisenden Partie zwischen Biel und den SCL Tigers war klar: Gibt es nach 60 Minuten einen Sieger, steht dieser in den Play-Ins. Die Bieler drückten dem Spiel klar den Stempel auf. Im ersten Drittel lautete das Schussverhältnis 12:2 zu ihren Gunsten, dennoch führten die Gäste. Dario Rohrbach brachte die Langnauer im Powerplay mit 1:0 in Führung.
Auch im Mittelabschnitt (16:8 Torschüsse) waren die Seeländer das klar aktivere Team, und nun zahlte sich die Überlegenheit aus. Jere Sallinen glich in der 29. Minute aus, in der 36. Minute gelang Fabio Hofer in Überzahl mit seinem 19. Saisontreffer das 2:1. In der 43. Minute vergab Patrick Petrini eine gute Chance zum 2:2, eine Minute später erhöhte Gaëtan Haas auf 3:1. Nach dem 4:1 (53.) für das ebenfalls Haas verantwortlich zeichnete, gab es über den Ausgang des Derbys keine Zweifel mehr. Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte Luca Christen 56 Sekunden vor dem Ende mit einem Empty Netter. Die Langnauer brachten im letzten Drittel trotz 18 Torschüssen keinen Treffer zustande.
Die Bieler bezwangen die Tigers im vierten Aufeinandertreffen in der laufenden Meisterschaft zum dritten Mal und dürfen sich auf ein Play-In-Duell gegen Bern freuen. Dass die Saison für die Langnauer am Montag zu Ende geht, entbehrt nicht einer gewissen Logik, kamen sie doch nach der Olympia-Pause nicht mehr auf Touren - fünf Niederlagen in fünf Spielen.
Biel - SCL Tigers 5:1 (0:1, 2:0, 3:0)
6556 Zuschauer. - SR Borga/Stricker, Steenstra (CAN)/Humair.
Tore: 10. Rohrbach (Kinnunen/Powerplaytor) 0:1. 29. Sallinen (Sever, Hultström) 1:1. 36. Hofer (Dionicio, Sylvegard/Powerplaytor) 2:1. 44. Haas (Sever) 3:1. 53. Haas (Rajala, Hofer) 4:1. 60. (59:04) Christen (Stampfli/Powerplaytor) 5:1 (ins leere Tor).
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Biel, 7mal 2 Minuten gegen SCL Tigers.
PostFinance-Topskorer: Andersson; Petersson.
Biel: Säteri; Hultström, Zryd; Dionicio, Blessing; Christen, Stampfli; Burren; Rajala, Andersson, Hofer; Sallinen, Haas, Sever; Sylvegard, Cajka, Neuenschwander; Sablatnig, Müller, Kneubuehler; Bärtschi.
SCL Tigers: Boltshauser; Baltisberger, Riikola; Kinnunen, Mathys; Erni, Paschoud; Lehmann; Rohrbach, Björninen, Pesonen; Petersson, Felcman, Mäenalanen; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Allenspach; Petrini, Salzgeber, Lapinskis; Bachofner.
Bemerkungen: Biel ohne Grossmann (verletzt) und Huuhtanen (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Meier (verletzt) und Malone (überzähliger Ausländer). SCL Tigers von 55:57 bis 58:35 und ab 58:55 ohne Torhüter.
Kloten – Lugano 2:1 n.V.
34 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung schoss Axel Simic Kloten mit seinem zehnten Saisontor zum Heimsieg gegen Lugano. Die zwei Punkte reichen den Zürchern, um sicher vor dem Vorletzten Ambri-Piotta zu bleiben. Den Assist zum 2:1 gab die 39-jährige Klublegende Steve Kellenberger, der sein vorletztes Spiel bestritt. Lugano verlor zum dritten Mal hintereinander.
Kloten - Lugano 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 1:0) n.V.
6404 Zuschauer. - SR Hebeisen/Staudenmann, Schlegel/Bachelut.
Tore: 8. Kupari (Brian Zanetti) 0:1. 45. Henry (Ramel, Profico) 1:1. 65. (64:26) Simic (Kellenberger) 2:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kloten, 3mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Meyer; Fazzini.
Kloten: Waeber; Delémont, Lindroth; Wolf, Klok; Profico, Steiner; Kellenberger; Meyer, Gignac, Morley; Simic, Leino, Derungs; Aberg, Henry, Ramel; Weibel, Diem, Schäppi; Rafael Meier.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Jesper Peltonen; Carrick, Brian Zanetti; Aebischer, Meile; Togni; Simion, Thürkauf, Emanuelsson; Fazzini, Sanford, Canonica; Perlini, Kupari, Sekac; Marco Zanetti, Morini, Bertaggia; Tanner.
Bemerkungen: Kloten ohne Puhakka (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Dahlström, Müller, Aleksi Peltonen (alle verletzt) und Valk (überzähliger Ausländer).
Ambri – Bern 4:1
Ambri-Piotta kam gegen Bern zum nutzlosen 4:1-Heimsieg. Michael Joly zeichnete sich bei den Leventinern als Doppel-Torschütze aus: Der Kanadier erzielte im letzten Drittel das 3:1 (45.) und 4:1 (58.). Trotz der drei Punkte muss Ambri das Abstiegs-Playoff gegen Ajoie bestreiten.
Ambri-Piotta - Bern 4:1 (1:0, 1:1, 2:0)
6775 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Gerber, Obwegeser/Bichsel.
Tore: 13. Isacco Dotti (Formenton, Joly) 1:0. 37. Bemström (Vermin) 1:1. 39. Heim (De Luca, Heed) 2:1. 45. Joly (Formenton) 3:1. 58. Joly 4:1 (ins leere Tor).
Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Miles Müller) plus Spieldauer (Miles Müller) gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Bern.
PostFinance-Topskorer: Joly; Merelä.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Dario Wüthrich, Virtanen; Heed, Bachmann; Zgraggen, Pezzullo; Isacco Dotti, Zaccheo Dotti; Joly, Manix Landry, Formenton; Miles Müller, Heim, De Luca; Bürgler, Tierney, Borradori; Grassi, Lukas Landry, Muggli.
Bern: Reideborn; Loeffel, Häman Aktell; Untersander, Kreis; Rhyn, Iakovenko; Kindschi, Füllemann; Schild, Merelä, Lehmann; Bemström, Sgarbossa, Vermin; Alge, Marco Müller, Marchon; Levin Moser, Bont.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Kostner und Zwerger (beide verletzt), Bern ohne Baumgartner, Graf, Lindholm, Simon Moser, Ritzmann (alle verletzt), Aaltonen, Ejdsell und Scherwey (alle krank). Bern ab 56:32 ohne Torhüter.
ZSC Lions – Davos 1:2
Davos legte die Basis zum 2:1-Sieg bei den ZSC Lions im ersten Drittel, das die Bündner dank Toren von Valentin Nussbaumer (2.) und Rasmus Asplund (18.) 2:0 gewannen. Mehr als der Anschlusstreffer durch Derek Grant nach 69 Sekunden im Mittelabschnitt gelang den Lions anschliessend nicht. Der Davoser Keeper Sandro Aeschlimann überzeugte mit 35 Paraden. Der HCD hatte bereits im ersten Auswärtsspiel dieser Saison gegen die Lions (5:2) gesiegt. Die Bilanz der Zürcher im eigenen Stadion beträgt 13 Siege und 13 Niederlagen.
ZSC Lions - Davos 1:2 (0:2, 1:0, 0:0)
12000 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Piechaczek (GER), Cattaneo/Bürgy.
Tore: 2. Nussbaumer (Stransky) 0:1. 18. Asplund (Parrée) 0:2. 22. Grant (Andrighetto) 1:2.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Davos.
PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Stransky.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Ustinkov, Marti; Trutmann, Schwendeler; Oejdemark; Andrighetto, Grant, Balcers; Frödén, Lammikko, Denis Hollenstein; Rohrer, Baechler, Gruber; Baltisberger, Sigrist, Schreiber; Segafredo.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Fora, Barandun; Andersson, Jung; Guebey; Kessler, Asplund, Lemieux; Frehner, Ryfors, Tambellini; Stransky, Nussbaumer, Gredig; Knak, Egli, Parrée; Waidacher.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bader, Geering, Malgin, Riedi, Weber (alle verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer), Davos ohne Corvi, Gross, Luca Hollenstein (alle verletzt) und Zadina (überzähliger Ausländer). ZSC Lions ab 58:07 ohne Torhüter.
Zug – SCRJ Lakers 2:3 n.V.
Die Rapperswil-Jona Lakers gaben in Zug im letzten Drittel einen 2:0-Vorsprung preis, dennoch siegten sie: Gian-Marco Wetter traf 25 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung zum 3:2. Die Lakers hatten schon das erste Saisonduell in Zug (6:0) gewonnen. In den Play-Ins treten die beiden Teams erneut gegeneinander an.
Zug - Rapperswil-Jona Lakers 2:3 (0:0, 0:2, 2:0, 0:1) n.V.
7450 Zuschauer. - SR Wiegand/Hungerbühler, Gnemmi/Huguet.
Tore: 25. (24:32) Strömwall (Moy/bei 5 gegen 3) 0:1. 26. (25:05) Fritz (Taibel, Pilut/Powerplaytor) 0:2. 45. Vozenilek (Senteler/Powerplaytor) 1:2. 58. Tatar (Antenen, Hofmann) 2:2. 65. (64:35) Wetter (Henauer) 2:3.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers.
PostFinance-Topskorer: Kubalik; Moy.
Zug: Genoni; Bengtsson, Tobias Geisser; Diaz, Stadler; Schlumpf, Sklenicka; Riva; Herzog, Kovar, Kubalik; Künzle, Tatar, Hofmann; Vozenilek, Senteler, Eggenberger; Lindemann, Leuenberger, Antenen.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Maier, Pilut; Capaul, Larsson; Henauer, Jelovac; Dufner; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Moy, Lammer; Fritz, Taibel, Maillet; Hofer, Albrecht, Graf; Hornecker.
Bemerkungen: Zug ohne Balestra, Guerra, Martschini, Wingerli (alle verletzt) und Lilja (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Dünner, Quinn (beide verletzt) und Honka (überzähliger Ausländer).
Fribourg – Lausanne 3:4
Lausanne sicherte sich die direkte Playoff-Qualifikation mit einem 4:3-Sieg bei Fribourg-Gottéron. Ahti Oksanen im Powerplay (19.) und Antti Suomela (20.) drehten kurz vor der ersten Pause innert 85 Sekunden einen 0:1-Rückstand (13.) in eine 2:1-Führung. Nach 21 Sekunden im Mitteldrittel gelang Drake Caggiula das 3:1, in der 25. Minute erhöhte Fabian Heldner auf 4:1. Diese Hypothek konnte Fribourg, das erst zum fünften Mal in dieser Saison zu Hause verlor, nicht mehr aufholen. Gottéron hatte zuvor neun Heimspiele in Serie gewonnen. Für den LHC war es in der 16. Partie in diesem Jahr erst der sechste Sieg.
Fribourg-Gottéron - Lausanne 3:4 (1:2, 1:2, 1:0)
9372 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Dipietro, Stalder/Francey.
Tore: 13. Bertschy (Borgström, Rathgeb) 1:0. 19. (18:15) Oksanen (Czarnik, Fuchs/Powerplaytor) 1:1. 20. (19:40) Suomela (Oksanen, Brännström) 1:2. 21. (20:21) Caggiula (Riat, Kahun) 1:3. 25. Heldner (Fuchs) 1:4. 29. Nicolet (Dorthe) 2:4. 57. Rathgeb (Schmid, Rattie) 3:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Schmid; Czarnik.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Glauser, Johnson; Jecker, Nemeth; Seiler; Rattie, Wallmark, Schmid; Bertschy, Borgström, Biasca; Sprunger, De la Rose, Marchon; Nicolet, Walser, Dorthe; Gerber.
Lausanne: Hughes; Baragano, Brännström; Heldner, Sansonnens; Vouardoux, Marti; Fiedler; Czarnik, Suomela, Oksanen; Riat, Kahun, Caggiula; Fuchs, Jäger, Zehnder; Prassl, Bougro, Douay; Holdener.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Etter, Sörensen (beide verletzt), Arola und Rau (beide überzählige Ausländer), Lausanne ohne Rochette (verletzt) und Niku (überzähliger Ausländer). Fribourg-Gottéron ab 58:00 ohne Torhüter.
Ajoie – Servette 2:6
Genève-Servette ist auf gutem Weg, sich das Heimrecht in den Playoff-Viertelfinals zu sichern. Servette gab sich auswärts gegen den Tabellenletzten Ajoie keine Blösse und siegte 6:2. Zwar gerieten die Genfer nach einem Tor von Julius Nättinen (9.) in Rückstand, nach 36 Minuten lagen sie dann aber 5:1 vorne. Das 3:1 und 4:1 erzielten Josh Jooris respektive Markus Granlund in der 31. Minute innert 49 Sekunden. Granlund traf auch noch zum 6:2 (39.). Im vierten Saisonduell dieser beiden Teams gab es den ersten Auswärtssieg. Die Genfer gewannen zum vierten Mal in Folge und sind nun Dritter.
Ajoie - Genève-Servette 2:6 (1:2, 1:4, 0:0)
4275 Zuschauer. - SR Tscherrig/Ruprecht, Altmann/Duc.
Tore: 9. (8:17) Nättinen 1:0. 9. (8:57) Miranda (Rutta, Verboon) 1:1. 18. Karrer (Ignatavicius, Hischier) 1:2. 31. (30:04) Jooris (Vesey) 1:3. 31. (30:53) Granlund (Puljujärvi, Berni) 1:4. 36. Pouliot (Berni, Ignatavicius) 1:5. 39. (38:22) Mottet (Hazen, Wick/Powerplaytor) 2:5. 39. (38:34) Granlund (Berni, Rutta) 2:6.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Ajoie, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette.
PostFinance-Topskorer: Honka; Granlund.
Ajoie: Ciaccio (41. Keller); Reunanen, Honka; Nussbaumer, Fey; Berthoud, Christe; Pouilly; Robin, Bellemare, Nättinen; Cormier, Devos, Mottet; Cavalleri, Romanenghi, Pedretti; Hazen, Wick, Schmutz.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Praplan, Jooris, Vesey; Ignatavicius, Pouliot, Hischier; Miranda, Verboon, Rod; Akeson.
Bemerkungen: Ajoie ohne Kevin Bozon, Fischer, Friman, Garessus, Gauthier, Patenaude, Pilet, Sopa, Thiry und Turkulainen (alle verletzt), Genève-Servette ohne Tim Bozon, Brassard und Richard (alle verletzt). (pre/sda)
