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Swiss Ice Hockey bestätigt Attacke gegen Reiber – er kam mit dem Schrecken davon



Brent Reiber, der Chef der Schweizer Eishockey-Schiedsrichter, wird während des vierten Playoff-Finalspiels am Donnerstag zwischen Zug und Bern (1:3) von einem Zuschauer tätlich angegriffen. Swiss Ice Hockey bestätigte auf Anfrage den Sachverhalt, von dem der TV-Sender MySports nach der Partie berichtet hatte.

Der Auslöser für die unschönen Szenen war der nicht gegebene Treffer von Zugs Garrett Roe zum 1:1-Ausgleich. Weil die Schiedsrichter das Tor auch nach dem Studium der Videobilder nicht anerkannten, enervierte sich ein Zuschauer derart, dass dieser seinen Platz auf den Rängen verliess, sich auf die Medientribüne zu Brent Reiber begab und diesen mit einem Schlag an der Schulter traf. Reiber kam mit dem Schrecken davon.

Das sagt Reiber:

«Es ist Playoff-Final. Zwei grossartige Teams stehen auf dem Eis. Es ist nicht der Zeitpunkt, um über einen emotionalen Ausbruch abseits des Eises zu sprechen.»

quelle: blick.ch

Gemäss «Blick» musst der EVZ-Fan nach seiner Attacke auf Reiber das Stadion umgehend verlassen. Der EVZ habe die Personalien des Mannes aufgenommen und prüfe nun, ob man Sanktionen einleiten wolle. Der Angreifer habe sich später bei Reiber entschuldigt und ihm die Hand gereicht.

Die Szene auf dem Eis war überaus umstritten. Die Schiedsrichter Mark Lemelin und Micha Hebeisen entschieden auf Torhüter-Behinderung des Zuger Stürmers Dennis Everberg an Leonardo Genoni. Der Entscheid war regeltechnisch nicht falsch, weil Everberg den Berner Keeper im Torraum tatsächlich leicht berührte. Die Reglemente lassen in solchen Szenen einen gewissen Ermessensspielraum zu. Niemand hätte sich deshalb beklagen können, wenn Lemelin/Hebeisen den Treffer gegeben hätten.

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So wurde die Szene von den MySports-Experten diskutiert. Video: YouTube/MySports

Die Szene erinnerte an den Playoff-Final 2012 zwischen Bern und den ZSC Lions, als eine ähnliche Aktion die Meisterschaft entschied. Damals schoss Steve McCarthy zwei Sekunden vor dem Ende des siebten Finalspiels in Bern das 2:1 und die Zürcher damit zum Meistertitel. Damals war Torhüter Marco Bührer ebenfalls an der Grenze des Erlaubten bedrängt worden. Der Unterschied zum aktuellen Fall in Zug: Das Tor zählte und Bern konnte – anders als Zug im laufenden Final – nicht mehr reagieren. (pre/sda)

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