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Switzerland's Damien Riat celebrates after the goal (1-1) next to Finland's Julius Nattinen during a ice hockey U18 World Championships semi finals match between Switzerland and Finland, at the ice stadium Bossard Arena in Zug, Switzerland, Saturday, April 25, 2015. (KEYSTONE/Valeriano Di Domenico)

Damien Riat gelang gegen die Slowakei das 1:0. Bild: KEYSTONE

Die Schweiz gewinnt überraschend das Vierländerturnier in der Slowakei

Bravo Eisgenossen! Das Eishockey-Nationalteam feiert in Nitra einen der überraschendsten Turniersiege der letzten Jahre. Die Schweizer gewinnen den Final des slowakischen Vierländerturniers gegen Gastgeber Slowakei mit 4:3.



Die Basis zum Sieg legten die Schweizer in der ersten Spielhälfte. Nach neun Minuten führte das junge, unerfahrene Nationalteam von Patrick Fischer mit 2:0. Damien Riat fälschte nach 87 Sekunden einen Slapshot von Dave Sutter ins Netz ab. Riat hatte die Schweiz schon im Halbfinal gegen Weissrussland (4:2) in den ersten zwei Minuten in Führung geschossen. In der 9. Minute erhöhte Sutter mit einem weiteren Slapshot auf 2:0. Auch Sutter kam im zweiten Länderspiel zum zweiten Goal. «Diese frühen Tore haben uns geholfen», resümierte Fischer. «Aber wir verdienten uns diese Tore auch. Die Mannschaft spielte mit unheimlich viel Herzblut.»

Im zweiten Abschnitt erhöhte Robin Leone in der 29. Minute sogar auf 3:0, ehe die Slowaken für ihren furiosen Sturmlauf mit zwei Anschluss-Goals belohnt wurden. Im Schlussabschnitt bekamen die Schweizer die Partie aber wieder besser in den Griff. Luca Fazzini realisierte in der 47. Minute das 4:2, nachdem der slowakische Verteidiger Andrej Kudrna mit einem Fehlpass in der eigenen Zone Gregory Hofmann zum Konter eingeladen hatte.

Packend verlief das Finish: Fünf Minuten vor Schluss verkürzte Jan Ceresnak nochmals auf 3:4. Luca Boltshauser, einer der herausragenden Schweizer Akteure, parierte aber die letzten drei Schüsse auf sein Gehäuse und verhinderte so die Verlängerung.

Nach dem ernüchternden Deutschland-Cup im November (drei Niederlagen) feierte das Nationalteam im Dezember in Biel und im Februar in Nitra vier Länderspielerfolge und zwei Turniersiege hintereinander. Den Slovakia Cup hatten die Schweizer zuletzt vor elf Jahren unter Ralph Krueger gewonnen. In den letzten drei Auswärtsländerspielen in der Slowakei war den Schweizern nicht einmal mehr ein Tor gelungen (0:2, 0:5, 0:4). Den letzten Auswärtssieg holten die Schweizer gegen die Slowakei am 19. Dezember 2009 in Spisska Nova Ves mit 3:2.

Switzerland's head coach Patrick Fischer reacts during the Ice Hockey Deutschland Cup at the Curt-Frenzel-Eisstadion in Augsburg, Germany, Saturday, November 5, 2016. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Nationaltrainer Patrick Fischer darf zufrieden sein. Bild: KEYSTONE

Die Schweizer profitierten bei ihrem Überraschungs-Coup in Nitra auch von slowakischer Unterstützung. Der slowakische Goalie Jaroslav Janus spielte nicht gut. Drei der ersten zehn Schüsse auf sein Goal liess er passieren. Ausserdem zeigten die Slowaken Ermüdungserscheinungen, weil sie im Gegensatz zu den Schweizern bereits das dritte Länderspiel innerhalb von 46 Stunden bestritten. Die Slowakei nützte die Gunst der Stunde, eine russische Auswahl im Land zu haben, für ein zusätzliches Länderspiel am Donnerstagabend.

Die nächsten Länderspiele bestreitet die Schweizer Auswahl im April im Rahmen der Vorbereitung auf die WM in Paris. In den nächsten beiden Länderspielen trifft die Schweiz auswärts auf Frankreich. «Für die WM-Vorbereitung wurde unser Spieler-Pool wieder etwas grösser», stellte Patrick Fischer zufrieden fest. Wird es der eine oder andere «Held von Nitra» auch an die Weltmeisterschaft nach Paris schaffen? Fischer: «Für viele wird es in diesem Frühling wohl noch nicht reichen. Aber der eine oder andere wird es sicher bis nach Paris schaffen.» (sda/drd)

Das Telegramm

Slowakei - Schweiz 3:4 (0:2, 2:1, 1:1)
Nitra. - 3505 Zuschauer. - SR Baluska/Konc, Tvrdon/Vyleta (alle SVK).
Tore: 2. Riat (Dave Sutter, Sandro Zangger) 0:1. 9. Dave Sutter (Leone, Senteler) 0:2. 29. Leone 0:3. 36. Gernat (Cingel) 1:3. 37. Bakos (Sedivy) 2:3. 47. Fazzini (Gregory Hofmann) 2:4. 56. Ceresnak (Andrej Stastny) 3:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Slowakei, 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Slowakei: Janus; Ceresnak, Janosik; Cajkovsky, Gernat; Sedivy, Svarny; Valach; Macik, Slovak, Hrnka; Kudrna, Cingel, Libor Hudacek; Skokan, Suja, Bakos; Buc, Lusnak, Andrej Stastny.
Schweiz: Boltshauser; Fora, Marti; Heldner, Paschoud; Dave Sutter, Samuel Guerra; Phil Baltisberger; Julian Schmutz, Samuel Walser, Jörg; Chris Baltisberger, Gregory Hofmann, Fazzini; Riat, Albrecht, Sandro Zangger; Leone, Senteler, Herren.
Bemerkungen: Schweiz ohne Senn (Ersatztorhüter). - Timeouts: Slowakei (59.); Schweiz (37.). - Powerplay-Ausbeute: Slowakei 0/3; Schweiz 0/1. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • goldmandli 11.02.2017 22:29
    Highlight Highlight Warum nicht die "welpen", gespickt mit veteranen, an die wm schicken? Die "Stars" unserer Nati haben weniger gerissen.
  • Sanchez 11.02.2017 21:59
    Highlight Highlight Da kommt mir spontan das Turnier in Lake Placid 1980 in den Sinn, als ein Haufen College Spieler das Olympiaturnier gewann.. Well done boys! :-)
    • Hubertus Goggi 11.02.2017 22:52
      Highlight Highlight Die Blinden gegen die Lahmen, warum wir Schweizer immer denken wir hätten gleich Gretzky geschlagen? Dass in den anderen Teams auch nur B-Spieler waren wird grosszügig ignoriert

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