Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Davos' Reto von Arx, left, fights for the puck against Team Canada's Ryan Parent during the game between Switzerland’s HC Davos and Team Canada at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 26, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Reto von Arx geht auch mit 38 Jahren noch dorthin, wo's wehtut. Bild: KEYSTONE

Nach dem Auftaktsieg

Drei wichtige Lehren aus dem Davoser Sieg gegen das Team Canada

In einem taktisch nahezu perfekten Spiel besiegt der HC Davos Team Canada 2:1. Ganz besonders interessant war die Schlussphase – auch im Zusammenhang mit der HCD-Zukunft. 



>> Hier gibt's den Liveticker zum Nachlesen!

Die HCD-Defensivorganisation war nahezu perfekt. Torhüter Leonardo Genoni spielt sein bestes Hockey und wehrte 97 Prozent von den Schüssen ab. So ist der HCD fast nicht zu besiegen. Selbst in der hektischen Schlussphase hielten die Davoser dem Druck von physisch starken Kanadiern stand.  

Zum letzten Bully schickte Arno Del Curto den zum Verteidiger umfunktionierten Center Reto von Arx aufs Eis. Der alternde HCD-Leitwolf gewann das Anspiel und stand auch im Einsatz, als es darum ging, das 2:1 in der Schlussphase ins Ziel zu retten. Die Trainer schicken in den entscheidenden Phasen ihre Vertrauensspieler aufs Eis. Reto von Arx (38) ist also ganz offensichtlich immer noch ein Schlüsselspieler in diesem Team. 

Davos' player celebrate their victory after the game between Switzerland’s HC Davos and Team Canada at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 26, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Auftakt geglückt: Aber jetzt nur nicht abheben. Bild: KEYSTONE

«Von Arx möchte weiterspielen»: Vertragsverlängerung zeichnet sich ab

In diesen Tagen laufen die Verhandlungen über die Zukunft von Reto von Arx. Präsident Gaudenz Domenig ist aus den USA zurück und führt die Gespräche. «Reto hat uns signalisiert, dass er seine Karriere noch nicht beenden und weiterspielen möchte», sagt der HCD-Präsident. 

Die wahrscheinlichste Lösung ist deshalb wohl eine Vertragsverlängerung um zwei Jahre – aber zu einem erheblich reduzierten Salär. Die Frage ist ganz offensichtlich nicht mehr, ob Reto von Arx, seit 1995 beim HCD, auch nächste Saison noch für den HCD spielt. Sondern nur noch zu welchen finanziellen Bedingungen. 

Team Canada dieses Jahr wohl nicht stark genug

Kann der HCD den Spengler Cup gewinnen? Nach diesem gelungenen Startspiel neigt der neutrale Beobachter dazu diese Frage zu bejahen. Aber diese Partie war möglicherweise nicht typisch für den weiteren Verlauf vom Turnier. Die KHL-Teams von Jokerit und Ufa dürften tempofester sein als die Kanadier – und deshalb eher schwierigere Gegner. 

Team Canada ist physisch stark. Aber die Mannschaft ist weniger talentiert als in den letzten Jahren. Ob es bei diesem kräftezehrenden Turnier gelingt dieses Manko an Talent durch Härte auszugleichen, ist fraglich.  

Team Canada's head coach Guy Boucher leaves the ice rink after the game between Switzerland’s HC Davos and Team Canada at the 88th Spengler Cup ice hockey tournament in Davos, Switzerland, Friday, December 26, 2014. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Wie stark die Kanadier wirklich sind, werden erst die nächsten Tage zeigen. Bild: KEYSTONE

HCD möchte Spengler Cup von NLA lösen

Die Kanadier haben ihr Team mit sieben Spielern aus der AHL ergänzt. Das ist kein Zufall. HCD-Präsident Gaudenz Domenig sagt, eine kanadische Mannschaft aus AHL-Spielern sei das langfristige Ziel. Denn dann würde Team Canada unabhängig von Spielern aus unseren Nationalliga-Clubs. Es wäre ein erster Schritt zur gänzlichen Emanzipation von der Liga und die NLA-Meisterschaft müsste dann wegen dem Spengler Cup nicht mehr unterbrochen werden. 

Dies würde auch bedeuten, dass der HCD die nicht beim Spengler Cup engagierten NLA-Teams nicht mehr für die Meisterschaftspause finanziell entschädigen müsste. Der HCD könnte so jedes Jahr 800'000 Franken einsparen. 

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fertig Stadt-Abenteuer! Inti Pestoni soll zu Ambri zurückkehren

Der erste Transfer-Hammer in der Corona-Ära ist Tatsache! Inti Pestoni verlässt den SC Bern nach dieser Saison und kehrt zu seinem Stammklub Ambri-Piotta zurück. Gemäss Information des «Blick», ist der Wechsel bereits beschlossene Sache.

Vor fünf Jahren verliess Ambri, nachdem er bis dato sein ganzes Eishockey-Leben für den Klub spielte. Doch weder bei den ZSC Lions, noch in Davos oder beim SC Bern wurde der heute 29-jährige so richtig glücklich. Beim ZSC war er zwar beim Titelgewinn von 2018 …

Artikel lesen
Link zum Artikel