DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

«Jetzt ist mir doch etwas warm»: Die Tigers können den sensationellen Aufstieg noch gar nicht fassen – und nennen den entscheidenden Faktor



Auch wenn Tigers-Sportchef Jörg Reber während dem vierten Spiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers noch beteuert hat, dass keine Aufstiegsfeier geplant sei: Heute Nacht wird in Langnau so richtig die Post abgehen.

Gratulationen von den Unterlegenen. 

Nach zweijähriger Absenz werden die SCL Tigers in der kommenden Saison wieder das Oberhaus aufmischen. In der Ligaqualifikation gegen die Rapperswil-Jona Lakers hat sich der NLB-Meister auch im vierten Spiel keine Blösse gegeben und dank einem souveränen 5:1 den Aufstieg perfekt gemacht.

Tigers-Captain: «Wir haben uns gehen lassen»

Dabei hat es im Mitteldrittel lange nach einer unerwarteten Wende zugunsten der Lakers ausgesehen. «Im zweiten Drittel haben wir uns gehen lassen», bestätigt Tigers-Captain Martin Stettler gegenüber Teleclub. «Doch der Coach hat uns in der Garderobe wieder wachgerüttelt.»

Und tatsächlich: Nach dem frühen Doppelschlag im ersten gelingt Langnau auch im letzten Drittel ein Doppelschlag, der den Lakers endgültig das Genick bricht.

09.04.2015; Langnau; Eishockey Ligaqualifikation SCL Tigers - Rapperswil-Jona Lakers; 
Chris DiDomenico (Tigers) jubelt nach dem Tor zum 3:1
(Urs Lindt/freshfocus)

Topskorer Chris DiDomenico assistiert das wichtige 1:0 und trifft selber zum vorentscheidenden 3:1. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Die Emotionen sind den Spielern von Langnau-Coach Bengt-Ake Gustafsson kurz nach Spielschluss noch nicht wirklich anzusehen, fast gar keine Regung zeigt derweil ihr Trainer selber: «Es ist immer schön, wenn man gewinnt», konstatiert der Schwede trocken.

Dass die Serie 4:0 ausgehen werde, habe er definitiv nicht erwartet, gesteht Gustafsson, und lässt sich dann doch zu einem kleinen Lächeln hinreissen: «Jetzt ist mir doch etwas warm.»

Sommertraining als entscheidender Faktor

Wärme hat beim Erfolg der Tigers scheinbar eine grosse Rolle gespielt, zumindest, wenn man Captain Stettler glaubt. Der Verteidiger ortet den Schlüssel zum Erfolg nämlich im Sommer: «Wir hatten ein sehr gutes Aufbautraining, und das hat uns durch die gesamte Saison getragen.»

Während in der kochenden Ilfisarena im Hintergrund der Queen-Hit «We are the Champions» aus den Lautsprecher dröhnt, nimmt auch noch Lukas Haas vor den Mikrofonen Stellung – und lobt die Fans in den höchsten Tönen: «Es ist unglaublich, diesen Sieg vor einer solchen Kulisse einzufahren.»

Mit dem schönen Schlusswort wartet Langnau-Präsident Peter Jakob auf: «Wir wissen, was verlieren heisst. Umso schöner ist, wenn man dann in der Sonne steht.» Weil die Tigers Wärme ja so lieben.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Eismeister Zaugg

«Abstürzende Adler» – die besten Schweizer seit 1998 sind gescheitert

Ist es Leichtsinn? Ist es gar Hybris? Nein, es ist eine Laune der Hockeygötter. Die Schweizer verlieren einen WM-Viertelfinal gegen Deutschland nach Penaltys (2:3), den sie nie hätten verlieren dürfen. Weltmeister werden wir wieder nicht. Aber wir sind die Dramakönige der Hockeygeschichte.

Ach, es wäre so schön gewesen. Nur 43 Sekunden fehlten für den Halbfinal. Um zu zeigen, wie schmal der Grat zwischen Triumph und sportlicher Tragödie sein kann und wie gut die Schweizer bei dieser WM und in diesem Viertelfinal-Drama waren, machen wir hier kurz ein Gedankenspiel. Nach dem Motto: Was wäre wenn?

Also; hätten wir gewonnen, so wäre hier nun zu lesen:

«Unser Eishockey, unser Sieg, unser Halbfinal: Die Schweiz besiegt in einer der besten WM-Partien der Neuzeit Deutschland. Die Deutschen …

Artikel lesen
Link zum Artikel