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NL-Klubs fordern vom Bundesrat, dass die Hockey-Saison weitergeht

Sicht in die leere Halle im Eishockey Cup Achtelfinalspiel zwischen dem SC Bern und dem HC Davos, am Sonntag, 25. Oktober 2020, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
In Bern muss wieder vor leeren Rängen gespielt werden.Bild: keystone

NL-Klubs schreiben offenen Brief an Bundesrat: «Lassen Sie unsere Spieler Hockey spielen!»

26.10.2020, 17:04
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Wegen den steigenden Corona-Zahlen ist die Anfang Oktober gestartete Hockey-Saison bereits wieder in Gefahr. Ganze Mannschaften müssen in Quarantäne, in einigen Kantonen wird wieder vor leeren Rängen gespielt und am Mittwoch droht bereits die nächste Ausweitung der Corona-Massnahmen. Kein Wunder, fürchten die Schweizer Hockey-Klubs um ihre Existenz.

In einem offenen Brief richten die Präsidenten der 12 National-League-Klubs nun einen eindringlichen Appell an den Bundesrat. «Lassen Sie unsere Spieler Hockey spielen», so die zentrale Botschaft.

Lausanne's supporters wearing a protective face masks against the spread of the coronavirus COVID-19 cheer their players, during a National League regular season game of the Swiss Championship be ...
Die Klub-Bosse sind der Meinung, dass die Schutzkonzepte funktionieren.Bild: keystone

Die 12 NL-Klubs erklären, dass man alles daran setzen wolle, die laufende Hockey-Saison zu Ende zu spielen – und zwar vor Zuschauern. Denn die entwickelten Schutzkonzepte seien ja als «vorbildlich taxiert» worden und hätten den «Praxistest bestanden». Es habe auch keine Superspreader-Events gegeben – «weder in noch vor den Stadien, weder vor noch nach den Matches.»

Auch finanziell sehen die Klubs ihre und die Pflicht der Fans als erfüllt. Man habe erhebliche Lohnreduktionen erwirkt, Fans und Publikum hätten auf Rückerstattung verzichtet und auch die Aktionäre der Klubs nähmen grosse Defizite in Kauf.

«Wir wollen und könnten mit diesen Massnahmen und mit unseren Schutzkonzepten auch weiterhin Hockey vor maximal 2/3 unseres normalen Publikums spielen», so die Klub-Präsidenten. Doch aufgrund der gefällten oder noch geplanten Entscheidungen seien die grossen Anstrengungen «wertlos» geworden. «Die finanzielle Basis, auf der wir aufgebaut haben, ist uns entzogen worden.»

Rund 3000 Zuger Eishockey Fans geniessen das Spiel beim Eishockey Meisterschaftsspiel in der Qualifikation der National League zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions vom Freitag, 23. Oktober 2020 in Zu ...
Muss ohne Zuschauer gespielt werden, droht einigen Klubs der finanzielle Kollaps.Bild: keystone

Fussball und Eishockey hätten in der Schweiz eine immense Bedeutung – sozial, ökonomisch und gesundheitlich. Es sei deshalb zentral, dass auch in Krisenzeiten Sport betrieben werde – für die Profis, für die Junioren, für die Fans, für die Mitarbeiter, für die Partner und für die gesamte Bevölkerung. «Wir dürfen uns nicht durch das Covid-19-Virus das Leben diktieren und verbieten lassen», so die Forderung.

Schliesslich richten die Klub-Präsidenten einen letzten Appell an den Bundesrat: Wenn nicht vor Publikum gespielt werden könne, weil der Bundesrat dies verboten habe, dann solle die Regierung die Klubs mit «à fonds perdu-Beiträgen» für die zusätzlich auferlegten Verluste entschädigen. «Stellen Sie sicher, dass das Schweizer Hockey nicht dem Corona-Virus zum Opfer fällt und wir die Saison zu Ende spielen können.» (pre)

Der offene Brief im Wortlaut:

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53 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Super8
26.10.2020 17:11registriert November 2019
Ich glaube den Clubs, dass sie alles unternehmen, um einen Super-Spreader Event zu vermeiden. Und ich habe auch den Eindruck, dass dies funktioniert, wenn es so rigoros durchgezogen wird wie jetzt. Daher habe sie m. M. nach eine Chance verdient.
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Tomtschi
26.10.2020 17:08registriert März 2019
Sowohl im Fussball als auch im Eishockey sind Spielverschiebungen mittlerweilen an der Tagesordnung weil Spieler und ganze Teams in Quarantäne müssen. "Wir haben zwar unsere paar Spieler nicht im Griff, aber für das 2/3 Stadion haben wir ein grossartiges Konzept das suppi funktioniert", ist das die Aussage? Entweder funktioniert der Slowdown (und da gehören Grossveranstaltungen dazu), und sonst halt wieder Lockdown fürs ganze Land.

Ich finde es Verantwortungslos bei den derzeitigen Ansteckungszahlen nur aufs Geld zu schauen.
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dieBied
26.10.2020 17:06registriert Mai 2017
Ich fasse es nicht! Ich arbeite an einer Schule, und da ist gerade die Hölle los! Unzählige Lehrpersonen fallen aus, es können kaum noch genügend Stellvertretungen gefunden werden, Kinder sind in Quarantäne und müssen zusätzlich per Fernunterricht beschult werden, wir setzen uns dem Ganzen praktisch ungeschützt Tag für Tag aus... Die Situation in den Spitälern für Pflegende und Ärzte mag ich mir gar nicht vorstellen!! Immer mehr Spitäler kratzen an der Kapazitätsgrenze... Und unsere Sportclubs wollen um jeden Preis vor Publikum spielen... Ich verstehs nicht.
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