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ARCHIVBILD ZUR MELDUNG, DASS FLORENCE SCHELLING SPORTCHEFIN BEIM SC BERN WIRD --- Florence Schelling, ehemalige Schweizer Eishockey-Nationaltorhueterin, in ihrer neuen Funktion als Assistant Coach beim Spiel der Schweizer Damen U18 Eishockey Nationalmannschaft gegen Russland, aufgenommen am Donnerstag, 23. August 2018, in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Neue Sportchefin des SC Bern: Florence Schelling. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Liebe Florence, du bist nun Königin von Bern

Am Dienstag beginnt Florence Schelling ihre Arbeit als Sportchefin beim SC Bern. Oder besser: Sie besteigt den Thron in Bern. Sie hat mehr Gestaltungskraft als alle ihre Amtsvorgänger. Aber nur, wenn sie auf ein paar SCB-Besonderheiten achtet.



Ratschläge zu erteilen sei ferne von mir. Die Hockeygötter mögen mich von einer solchen Anmassung bewahren. Ich erlaube mir nur ein paar Tipps. So in der Art, wie sie in einem Reiseführer zu finden sind. Oder einfach eine «Betriebsanleitung SC Bern».

Der SCB ist für die Stadtbernerinnen und -berner, was einst der Hof von Versailles zu Zeiten des Sonnenkönigs für «Tout Paris» war: der gesellschaftliche Mittelpunkt. Mag ja sein, dass sich mehr Bernerinnen und Berner für YB begeistern. Aber der SCB hat einen höheren sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Status. Weil der Glanz und die Macht des Hockeyklubs und der Bau des Hockeytempels das Resultat der Tüchtigkeit und des Geldes der Bernerinnen und Berner sind. Hingegen verdankt es die Stadt Bern ausschliesslich fremden Vögten und fremdem Geld, dass es YB noch gibt und eine neue Arena errichtet worden ist.

Was in Zürich cool ist, gilt in Bern bald einmal als hoffärtig

Wer die Macht beim SCB hat, wer die wichtigste Person beim SCB ist, der sitzt auf dem Thron von Bern. Über nichts ärgert sich Marc Lüthi so sehr wie über die Bezeichnung «König von Bern». Aus gutem Grund: Einerseits weiss er sehr genau, wie treffend dieser Ehrentitel ist. Aber er weiss eben auch, dass solche Überhöhungen in Bern gar nicht gut ankommen. Nirgendwo sonst in der basisdemokratischen Schweiz stürzt so schnell, wer sich selbst erhöht.

Womit wir beim ersten «Tipp» in unserem SCB-Reiseführer sind: Halte den Ball (bzw. den Puck) so flach wie möglich. Übertreibe es nicht mit der Medienpräsenz auf allen Kanälen. Meide fürderhin kecke Aussagen im Sinne wie «ich will mit dem SCB an die Spitze zurück». Dass der SCB an die Spitze gehört, wissen wir alle. Wer uns das noch sagt, beleidigt uns. Kluge Bescheidenheit bringt dich in Bern viel weiter als forsches Zürcher Selbstbewusstsein. Was in Zürich cool ist, gilt in Bern bald einmal als hoffärtig. Mediale Kritik hast du nicht zu befürchten. Die lokalen Medienfürsten schreiben Marc Lüthi nach dem Munde und der Boulevard sowieso. Medial wirst du als Königin von Bern auf Händen getragen wie die Royals in England.

Beim SCB gilt: Marc Lüthi findet mich gut, also bin ich

So kommen wir zum zweiten Tipp: Bescheidenheit nach aussen ist gut, aber SCB-intern kann dein Selbstvertrauen gar nicht gross genug sein. Weil Marc Lüthi seit mehr als 20 Jahren dieses Unternehmen erfolgreich führt und inzwischen auch noch Verwaltungsrat und Mitbesitzer geworden ist, haben sich im an und für sich hochprofessionell strukturierten SCB monarchistische Strukturen entwickelt.

Portrait vom CEO des SC Bern, Marc Luethi, am Montag, 13. August 2018, in der PostFinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

SCB-Boss Lüthi in seinem «Tempel». Bild: KEYSTONE

Beim SCB gilt: Marc Lüthi findet mich gut, also bin ich. Was die Gunst des Sonnenkönigs in Versailles, das ist das Wohlwollen von Marc Lüthi beim SCB. Das ist einer der Gründe für den jüngsten sportlichen Rückschlag. Bei allem, was in der Sportabteilung unter Alex Chatelain gedacht, gesagt und getan worden ist, stand der Gedanke, nur ja Marc Lüthi zu gefallen (und er merkte es nicht einmal).

Was dazu führte, dass es mehr und mehr nur noch schauderhafte Transfers gegeben hat. Marc Lüthi schaut richtigerweise wie ein Häftlimacher aufs Geld. Also hat Alex Chatelain nur noch in den Transfer-Brockenstuben eingekauft und auch dort auf Sonderangebote geachtet. Zuletzt hat er gar noch Simon Sterchi dem unter Spardruck stehenden SC Langenthal abgeworben.

Jetzt ist wieder jemand da, der Lüthi zu widersprechen wagt

Kein Wunder, dass es dem SCB nicht mehr gelungen ist, richtige Transfers zu machen. In seiner unterwürfigen Art (die ihm aber beim SCB einen Job bis zum 65. Lebensjahr sichert) wäre es ihm nicht einmal in den Sinn gekommen, bei seinem obersten Chef Zusatzinvestitionen in die erste Mannschaft zu fordern. Seit Sven Leuenberger im Sommer 2017 den SCB verlassen hat, gibt es in der ganzen Sportabteilung niemanden mehr, der Marc Lüthi zu widersprechen wagt.

Du aber bist die neue Königin von Bern. Marc Lüthis Königin. Er hat dich geholt und an dieser aufsehenerregenden Anstellung hängt nun sein Prestige. Du darfst, du sollst ihm mit diplomatischer Klugheit und doch energisch widersprechen und unnachgiebig sein. Du kannst bei ihm mehr erreichen als all deine Amtsvorgänger. So im Sinne: «Marc, wir können diesen Star haben. Aber jetzt mach mal die Kriegskasse auf und lass mich beim Angebot noch 50'000 Franken nachlegen.» Was er jedem deiner Amtsvorgänger verweigert hätte, wird er dir bewilligen.

Die Königin von Bern hat das Recht auf mindestens sieben Irrtümer

Wenn der Trainer die guten jungen Talente, die es in der SCB-Organisation gibt, nicht einsetzt wie Kari Jalonen, dann kannst du es dir leisten, ihm zu sagen: «So, dieser Spieler bekommt jetzt seine Chance.» Wenn Chatelain bei Jalonen solche Wünsche anbrachte, hat der finnische Welttrainer den Ratschlag mit väterlicher Freundlichkeit einfach ignoriert. Dir aber wird der Trainer aufs Wort gehorchen. Weil auch er weiss, dass du das Ohr des Königs hast.

Kein Spieler und kein Agent wird es wagen, hinter deinem Rücken bei Marc Lüthi direkt oder indirekt zu intervenieren. Bei Verhandlungen mit den Spielern darfst, ja sollst du mit Fingerspitzengefühl unnachgiebig sein. Du kannst das. Ich bin sicher, dass du Thomas Rüfenacht höchstens eine Verlängerung um ein Jahr zugestanden hättest.

Wir sehen also: Du hast mehr Gestaltungskraft als jeder SCB-Sportchef vor dir. Aber du kannst dich auf Dauer nur behaupten, wenn du dir nicht zu viele Fehleinschätzungen zu Schulden kommen lässt. Jeder Sportchef hat das Menschenrecht auf den Irrtum. Du hast, weil du eben die Königin von Bern bist, sogar das Recht auf mindestens sieben Irrtümer.

Der staubige, hinkende Esel auf dem Bundesplatz …

Damit dir nicht zu schnell sieben Irrtümer unterlaufen, bist du auch auf klugen Rat von ausserhalb des SCB-Fuchsbaus angewiesen. Und zwar aus zwei Gründen. Erstens hat kein wichtiger Hockeyklub der Welt ein so miserables Scouting-System. Wenn ein staubiger Esel hinkend über den Bundesplatz trottet, melden die SCB-Talentspäher Marc Lüthi aufgeregt, ein feuriges Rennpferd galoppiere am Bundeshaus vorbei und raten zum sofortigen Transfer. Die SCB-Scouts gehen gemütlich Spiele schauen. Richtige Scouts gehen aufmerksam Spieler schauen.

In this Wednesday, Dec. 11, 2019 photo, a bonded pair of donkeys are pictured at Nexus Equine in Edmond, Okla. In partnership with a pilot program run by the American Society for the Prevention of Cruelty to Animals, Nexus Equine works to rescue horses and re-home them, providing care and training before the horses are adopted out. The pilot facility  already has taken in more than 50 animals, mostly horses, but also some donkeys.  (AP Photo/Sue Ogrocki)

Die neue Flügelzange des SCB? Bild: AP

Wenn du also eine Zweitmeinung einholst, dann verlasse dich nicht auf die Ratschläge aus der SCB-Sportabteilung. Vergiss nie: Diese Sportabteilung hat die Verpflichtung von Andrew McDonald auf dem Gewissen.

Und da ist noch etwas: Hüte dich vor der SCB-Intrigenkultur. Die ist zwar nicht vergleichbar mit jener damals in Versailles, und die Berner neigen vom Naturell her viel weniger zur Intrige als die Zürcher. Aber unterschätze nicht die Bauernschläue der Berner. Lass dich vom Wohlwollen, das dir entgegengebracht wird, nicht blenden und in Sicherheit wiegen. Das ist einerseits der Freundlichkeit geschuldet, die uns Bernern eigen ist – aber eben auch dem Umstand, dass du Marc Lüthis Königin bist.

Schelling und Lüthi, nachdem das Engagement bekannt wurde:

Video: watson/SCB

Dein Vorgänger Alex Chatelain ist noch immer da und im SCB gibt es nach wie vor «Chatelisten», die ganz tief in ihrer Seele, dort wo nicht einmal Marc Lüthi hineinschauen kann, die Absetzung deines Vorgängers nicht gutheissen. Diese Opportunisten werden sich heimlich, wenn es Marc Lüthi nicht merkt, über jeden Fehler von dir diebisch freuen. Sei auf der Hut.

Denk immer auch daran: Der SCB ist der Stolz dieser Stadt

So, das war jetzt eine boshafte Einführung in die Kultur deines neuen Arbeitgebers. Boshaft? Nein, eigentlich nicht. Vielmehr geht aus meinen Ausführungen hervor, dass du allerbeste Voraussetzungen hast, um als Sportchefin der beste SCB-Sportchef der Geschichte zu werden.

Aber denk immer auch daran: Der SCB ist der Stolz dieser Stadt. Der SCB muss erfolgreich sein. Du kennst aus deiner Arbeit beim Verband unseren Verbandsboss Michael Rindlisbacher. Denk ja nicht, Marc Lüthi so naiv wie Michael Rindlisbacher, nur weil der Berner ist und auch mal im SCB-Verwaltungsrat Einsitz hatte. Der Unterschied zwischen den beiden ist grösser als zwischen Peter Spuhler und einem Vize-Archivar beim Bundesamt für Statistik zwei Wochen vor der Pensionierung.

Wenn es um das Wohl seines SCB, seines Königreiches geht, kann Marc Lüthi so unerbittlich sein wie König Heinrich der XIII. von England und selbst eine Königin verstossen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 13.04.2020 14:56
    Highlight Highlight Marc Lüthi hat mit der Verpflichtung von Florence Schelling einen Marketing-Coup gelandet. Der Rest wird sich weisen.
    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass sich aus dieser Verpflichtung letztendlich deutlich mehr entwickelt als "nur" ein Marketing-Coup. Doch der Weg dazu ist weit, nicht ganz einfach und führt an Fallgruben vorbei.

    Lustig, dass dieser Artikel wieder einmal die Gender-Hüter*innen unter den Kommentarschreiber*innen auf den Plan rief. Ich glaube, diese Damen und Herren haben den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als sämtliche Artikel und Kommentare daraufhin zu untersuchen.
    • atorator 13.04.2020 20:22
      Highlight Highlight Und? Wie lange schon selbst auf dem Eis gestanden? Also nach den 70ern? Einfach nur ein Sesselfurzer.
  • JegaMibo 13.04.2020 12:38
    Highlight Highlight Noch nichts geleistet und schon Königin? Wenn sie dann den ersten Saison überstanden hat und SCB Meister ist OK dann ist sie auch meine Königin.
  • nJuice 13.04.2020 10:33
    Highlight Highlight Schelling:
    Ehemalige Profisportlerin in 4 Ländern, Nationalspielerin, dreimalige Olympionikin mit Medaille und All-Star-Nomination, Gewinnerin einer Medaille und des MVP-Awards an Weltmeisterschaften, die beste Schweizer Sportlerin des Jahres 2012.
    Ausserdem gab man ihr einen (ziemlich guten) Job in der Branche.

    Chlaus:
    Kann nicht schlittschuhfahren. Schreibt in den kalten Monaten über die Branche.

    Mehr sollte man eigentlich nicht sagen müssen. Ach doch: Chlaus, scho zahlt?
    • Bruno Wüthrich 13.04.2020 16:57
      Highlight Highlight Und? nJuice - was können Sie?
  • Bobby Sixkiller 13.04.2020 10:15
    Highlight Highlight God save the Queen!
  • Scrj1945 12.04.2020 23:12
    Highlight Highlight Herr zaugg ich hoffe die hockeygötter verlassen sie. Wettschulden sind ehrenschulden also zahlen sie. Was das mit den irtümmer angeht, sind sie auch ein bisschen auf zickzack kurs. Zuerst loben sie mcdonald in den hockeyhimmel. Am liebsten gleich in die hall of fame und nachher machen sie ihn bei jeder gelegenheit fertig.
    Benutzer Bild
  • Linus Luchs 12.04.2020 22:19
    Highlight Highlight Marc Lüthi, Alex Chatelain, Sven Leuenberger... - all die Herren werden vom Autor ehrfürchtig mit ganzem Namen erwähnt, aber die neue Sportchefin, sie ist für ihn Florence. Sie wird geduzt und mit Ratschlägen eingedeckt.

    Peinlich, Herr Zaugg, einfach nur peinlich.
  • klugundweise 12.04.2020 21:22
    Highlight Highlight Bern braucht keine Königin und daher auch keinen Hofnarren namens Klaus!
    • Antiklaus 13.04.2020 00:12
      Highlight Highlight Steht ihm aber gut.
    • runthehuber 13.04.2020 15:10
      Highlight Highlight Und Klaus tut ja wirklich alles, um Hofnarr zu sein. Mit Erfolg
  • Ständig am Rand 12.04.2020 15:39
    Highlight Highlight "Dass der SCB an die Spitze gehört, wissen wir alle. Wer uns das noch sagt, beleidigt uns." Ziemlich selbstbewusst, wenn nicht arrogant...
    • Apfel Birne 12.04.2020 16:34
      Highlight Highlight Es ist einfach Fakt dass der SCB der grösste Eishockey Club der Schweiz ist deshalb ist es nicht vermessen zu sagen, dass er an die Spitze gehört.
    • Ständig am Rand 12.04.2020 17:39
      Highlight Highlight Dann hast du "uns" nun gleich auch beleidigt Apfel Birne;-)
    • MARC AUREL 12.04.2020 18:12
      Highlight Highlight Wie gesagt wir wissen dass wir gut sind! Wir müssen es nicht ständig hören! Zürich usw müssen es immer wieder mitgeteilt bekommen! GRANDE BERN
    Weitere Antworten anzeigen
  • runthehuber 12.04.2020 14:26
    Highlight Highlight Viel Geschreibsel für wenig Inhalt. Sei es, das Florence Schelling die Chance gebozen wird. Sei es, dass Lüthi hier einen Coup gelandet hat. Aber damit hat es sich mal, bis die Saison am Laufen ist und beim Chronisten alle Gotthelfchronisten das Wort vom Lotteri wieder erscheint. Vielleicht sogar bei Sportchefs oder Clubbossen... wetten... wohl eher nicht. Bin ja nicht Chronist und weiss auch
  • rburri68 12.04.2020 14:21
    Highlight Highlight Für die Stadtberner ist der SCB ziemlich irrelevant... in der Stadt sind die meisten YB Fans und interessieren sich höchstens am Rande für den SCB. Der SCB zieht vor allem Leute aus dem Seeland und anderen Ländllichen Gebieten. Bei YB stammen mehr als 30% der Abos aus der Stadt Bern, beim SCB weniger als 8%.
    • Berner Junge 12.04.2020 15:44
      Highlight Highlight Ja wo waren denn die Stadtberner vor 7 Jahren. YB hat zu 80 % nur Modefans. Der SCB hatte schon zu B zeiten bis zu 9000 Zuschauer und glaub mir, dies sagt dir ein YB Fan der bei 2500 Zuschauer noch im Wankdorf standen.
    • Walter Sahli 12.04.2020 16:40
      Highlight Highlight Am allerallerliebsten sind mir die richtigen (!!1!!11!) Fans, die die Zuschauer im Stadion in richtige (!!1!!11!) Fans und Modefans zu unterteilen vermögen.
    • Norman Sutter 12.04.2020 16:49
      Highlight Highlight Jaja, das Märchen der immer treuen und tollen SCB Fans...Also ich mag mich an Playoff Spiele vor 20 Jahren erinnern. Da wurden die ca. 10000 anwesenden SCB Fans von den 1000 Gästefans gnadenlos an die berühmte Wand gesungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BeatBox 12.04.2020 14:11
    Highlight Highlight Zum Glück hat Florence im Moment gescheiteres zu tun als diesen mansplaining (ein Wort, das ich heute gelernt habe, danke Han Yolo! :-) Beitrag zu lesen.

    Kleine Anleitung für Klaus:
    https://www.watson.ch/wissen/gender/536462234-aufgepasst-maenner-so-vermeidet-ihr-mansplaining

    Frage an Klaus: Hätte der Chronist diesen Beitrag auch geschrieben wenn Florence Schelling zum Beispiel... ...Julien Vauclair oder Romano Lemm heissen würde?

    Und noch so zum Thema Lüthy: In der jetzigen Zeit wär ich in der Firma froh um einen einigermassen Sturmfesten Chef!
  • Jojoeffekt 12.04.2020 13:56
    Highlight Highlight YB und der SCB wechseln einander je nach Jahreszeit als Mittelpunkte der feinen Gesellschaft ab, aber YB ist für die Stadt viel wichtiger. Der SCB hat viel mehr Fans in der Agglo und im Oberland.
    • tr3 12.04.2020 16:02
      Highlight Highlight Ich habe fünf Jahre in der Stadt Bern gewohnt und keinen einzigen SCB-Fan kennengelernt. Hockey ist ein Dorfsport.
    • rburri68 13.04.2020 09:58
      Highlight Highlight Ist absolut so. Sieht man auch an den Kurven. YB hat grösstenteils eine eher linke kurve aus der Stadt, SCB eine eher rechte vom Land. (Natürlich gibt es überschneidungen und es ist nicht schwarz/weiss)
  • Han Yolo 12.04.2020 13:07
    Highlight Highlight Im Englischen gibt es für diesen sicher gut gemeinten Artikel voller Ratschläge an eine (junge) Frau einen passenden Begriff:

    Mansplaining...

    Intetessant, wie sich (oftmals - aber nicht nur - ältere) Herren dazu berufen fühlen jüngeren Frauen die Welt zu erklären, obwohl besagte Frau womöglich deutlich mehr auf dem Kasten hat, als es der väterliche Berater je (oder zumindest im gleichen Alter) hatte....
    • Jojoeffekt 12.04.2020 14:04
      Highlight Highlight Empfinde den Artikel überhaupt nicht so. Hier mansplaining vorzuwerfen ist billiges virtue signalling, um einen anderen englischen Begriff zu brauchen. Zaugg hat nun Mal viel mehr Erfahrung rund um den SCB, er geht auch nur auf kulturelle Aspekte ein.
    • reactor 12.04.2020 17:14
      Highlight Highlight @han yolo, sehe ich genauso! Insbesondere nach der Einleitung, dass es Zaugg fernliegt, Ratschläge zu erteilen. Irgend wann dachte ich, komisch, dass er in der Einleitung nicht geschrieben hat: Mädchen, lass dir sagen wie in Bern der Hase läuft...
    • Jojoeffekt 12.04.2020 17:58
      Highlight Highlight Man muss schon ein ziemlicher Sexist sein, wenn man junge Frauen für so zarte Pflänzchen hält. Mal abgesehen davon, dass der Vorwurf "mansplaining" auch sexistisch ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • sansibar 12.04.2020 12:32
    Highlight Highlight Bieber und Grassi „galoppieren“ gerade über den Bundesplatz, aber stadtauswärts 🤣🤣🤣
  • DonDude 12.04.2020 12:21
    Highlight Highlight Sieht eher danach aus, als ob der SCB ein Opfer benötigt, welchem man danach die Schuld zuweisen kann.
  • So oder so 12.04.2020 12:19
    Highlight Highlight Die Florence hat dem Lüthi geschmeichelt darum hat er sie zur Königin gemacht - wie es Heutzutage oft so ist, in der Wirtschaft. Schön währe es gewesen wenn sie denn Job durch Leistung gekriegt hätte. Mal Sportchefin bei Thurgau oder Winterthur - besser als oben einsteigen. Doch der Lüthi ist eben so einer - das Bild von Lüthi in seinem "Tempel" Passt daher Gut.
    • c_meier 12.04.2020 16:01
      Highlight Highlight naja der scb hat doch ausdrücklich betont, man habe eine Person gesucht, die nicht bereits bei einem anderen Klub engagiert ist.
      somit wäre ein Sportchef von Winti & co nicht mal in die Kränze gekommen, geschweige denn zum König bzw. Königin gekrönt worden
  • Tikkanen 12.04.2020 12:15
    Highlight Highlight ...Chlöisu, seit der Tschäppu selig von uns gegangen ist kannst du den Lüthi ruhig als König von Bern bezeichnen. In Sachen Florence bin ich mir nicht so sicher... Ich gehe davon aus, dass wir vor dem Start der nächsten Saison (wann immer der auch erfolgt) mit Staunen die Ankunft einer Hockeygrösse im Management von Europas Hockeyhauptstadt verfolgen werden, obwohl der Sohn dieser Legende vorerst ausgemustert wurde! Desweiteren werden nach Kündigung des GentleAgree. künftig die Agenten das Scouting übernehmen. Lüthi wird als CEO andere Sachen als Hockey zu tun haben.

    Item, Schweizermeister!!
    • Patrick59 12.04.2020 14:22
      Highlight Highlight ...und der SCB hat mit Frau Schelling eindeutig mehr Glanz als eine Mannschaft im Staate New York. Ich freue mich auf die nächste Saison, auch wenn es im Moment wirklich Wichtigeres gibt. 😀😀
    • Patrick59 12.04.2020 16:18
      Highlight Highlight @ Tschügge9.
      Da hat aber jemand einen tiefen Osterfrust. Keinen Osterhasen bekommen? Es geht nur um Eishockey, entspann Dich.
    • Scrj1945 12.04.2020 23:19
      Highlight Highlight Item pleeeeouts
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