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Eishockey-WM: Das Preisgeld für das Schweizer Team

Team Switzerland celebrates after the third goal during the 2026 IIHF Men's Ice Hockey World Championship preliminary round group A game between Switzerland and Finland, at the Swiss Life Arena i ...
Heute startet für die Schweiz die WM-K.o.-Phase.Bild: keystone
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Eine gute Million Dollar für den WM-Titel – wenn die Junioren nicht wären

Bei der WM geht es um goldenen Ruhm und um eine gute Dollarmillion. Aber eine neue Regelung benachteiligt die Schweiz. Oder sie ist – je nach Sichtweise – eine Motivation.
28.05.2026, 13:0428.05.2026, 13:04

Das Wort «Preisgeld» oder «Prämie» meiden die Bosse des internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) wie der Teufel das geweihte Wasser. Beim Thema «Preisgeld» oder «Prämie» reden sie mit Engelszungen von «Entwicklungsgeld» («Development Money»). Es geht ja bei einem internationalen Verband tatsächlich darum, das Eishockey weltweit zu fördern. Wäre das der einzige Sinn, dann müssten die bei der WM am schlechtesten klassierten Nationen am meisten Geld bekommen. Aber so ist es nicht. Oben gibt es mehr als unten. Wie im richtigen Leben. Hier das Preisgeld – pardon: der Entwicklungsbatzen – der bisher bei der WM ausbezahlt worden ist:

  • Rang 1: 1'100'000 US-Dollar
  • Rang 2: 950'000 US-Dollar
  • Rang 3: 920'000 US-Dollar
  • Rang 4: 890'000 US-Dollar
  • Rang 5 bis 8: 575'000 US-Dollar
  • Rang 9 bis 12: 190'000 US-Dollar
  • Rang 13 bis 16: 96'000 US-Dollar
Nico Hirschier Nr. 13 of Switzerland sad beside the trophy after the Gold Medal game CZECHIA - SWITZERLAND 2-0 of the IIHF Ice hockey, Eishockey World Championship, WM, Weltmeisterschaft in Prague, Cz ...
Die Schweiz kämpft in diesem Jahr wieder um den WM-Pokal.Bild: IMAGO/ActionPictures

Das war bis und mit der WM 2025 in Dänemark und Schweden so. Auf dieser Basis hat der Schweizer Verband (SIHF) die Prämien für die Spieler verhandelt. Im Grundsatz ist jeweils das Preisgeld – pardon: der Entwicklungsbatzen – als Prämie an die Spieler und den Staff weitergegeben worden.

So einfach ist es nun nicht mehr. Es gibt ab diesem Jahr eine neue Regelung: Das Preisgeld – pardon: der Entwicklungsbatzen – wird nicht mehr nur nach der Rangierung der höchsten WM-Klasse ausbezahlt. Neu wird es nach einem Schlüssel errechnet, der die Resultate sämtlicher WM-Turniere der Männer und Frauen einbezieht. Also auch die Titelturniere der Junioren und Juniorinnen. Die Resultate beim Olympischen Turnier werden nicht berücksichtigt.

epa10159583 Players of Switzerland react after losing the IIHF Ice Hockey Women's World Championship bronze medal match between Switzerland and Czech Republic, in Herning, Denmark, 04 September 2 ...
Bei den Olympischen Spielen gewannen die Schweizer Frauen Bronze.Bild: keystone

Das bedeutet, dass es für die Schweizer selbst im Falle eines WM-Titels voraussichtlich keine Dollar-Million geben wird. Bei den Frauen und bei den Juniorinnen und Junioren sind die WM-Klassierungen klar schwächer als bei den Männern:

  • WM-Frauen (5.)
  • U18-WM Frauen (6.)
  • U20-WM Männer (6.)
  • U18-WM Männer (11. – Aufstieg)

Da die Gesamtsumme in etwa gleich bleibt, ist die neue Regelung ein Nachteil für die Schweiz. Es wird mehr Geld zu den Verbänden mit besseren Klassierungen bei den Junioren-Titelturnieren fliessen. Oder besser: Die neue Regelung ist eine Motivation für unseren Verband, mehr in den Nachwuchs und in die Entwicklung des Frauenhockeys zu investieren.

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