Nyffeler hext Rappi gegen Gottéron zum nächsten Sieg – Davos schlägt Zug erneut knapp
Lakers – Fribourg 2:1
Serie 2:0
Die Rapperswil-Jona Lakers überraschen den Qualifikationszweiten Fribourg-Gottéron ein weiteres Mal. Nach einem 2:1-Heimsieg führen sie in der Viertelfinalserie nun 2:0.
Als letztes Team hatten die Rapperswil-Jona Lakers über die zweite Runde des Play-In den Einzug in die Playoffs geschafft, doch mit dem überzeugenden 4:0 gegen Bern ist das Selbstvertrauen ins fast Unermessliche gestiegen. Das bekommt nun Fribourg-Gottéron zu spüren, das in der Qualifikation 19 Punkte mehr geholt hatte, aber noch nicht in den Playoff-Modus gefunden hat.
Auch ein überlegen geführtes erstes Drittel und eine 1:0-Führung durch einen Treffer von Verteidiger Maximilian Streule (12. Minute) vermochte die Nerven der Freiburger nicht zu beruhigen. Bis jetzt gewinnt Johan Lundskog das taktische Duell gegen seinen wesentlich renommierteren schwedischen Landsmann und früheren Chef Roger Rönnberg deutlich.
Die Lakers stehen defensiv kompakt, machen die Räume vor dem hervorragenden Goalie Melvin Nyffeler eng und lassen die Freiburger nur ganz selten in guter Position zum Abschluss kommen. Im Gegensatz zum Auftaktspiel in Freiburg, als von Beginn an alles für Rapperswil-Jona lief, vermochten sie nun zuhause auch auf den Rückstand zu reagieren.
Tyler Moy in Überzahl und Gian-Marco Wetter nach einem starken Forechecking von Malte Strömwall machten im Mitteldrittel aus dem 0:1 ein 2:1. Im letzten Abschnitt spielte Gottéron zwar mehrheitlich auf ein Tor (Schussverhältnis: 17:4), es fehlten aber Konsequenz und Kaltblütigkeit im Abschluss.
Rapperswil-Jona Lakers - Fribourg-Gottéron 2:1 (0:1, 2:0, 0:0)
5771 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Dipietro, Schlegel/Bachelut.
Tore: 12. Streule (Glauser) 0:1. 24. Moy (Pilut/Powerplaytor) 1:1. 35. Wetter (Strömwall, Larsson) 2:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 7mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron.
PostFinance-Topskorer: Moy; Borgström.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Pilut, Maier; Capaul, Larsson; Jelovac, Dufner; Henauer; Strömwall, Rask, Wetter; Zangger, Taibel, Lammer; Fritz, Moy, Jensen; Hofer, Albrecht, Graf; Diethelm.
Fribourg-Gottéron: Berra; Rathgeb, Kapla; Glauser, Streule; Jecker, Nemeth; Seiler; Rattie, Wallmark, De la Rose; Bertschy, Borgström, Dorthe; Sprunger, Walser, Marchon; Nicolet, Reber, Gerber; Rod.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ab 58:14 ohne Torhüter.
Zug – Davos 0:2
Serie 0:2
Davos gewinnt auch das zweite Spiel der Viertelfinalserie gegen Zug. Nach dem 4:3 am Freitag siegt der Qualifikationssieger auswärts 2:0.
Wenige Sekunden, nachdem Livio Truog eine weitere Topchance der Zuger zum 1:0 ausliess, gingen die Davoser in der 33. Minute in Führung: Simon Knak bezwang Torhüter Leonardo Genoni aus der Drehung. Auf der Gegenseite liess sich Goalie Sandro Aeschlimann auch im letzten Drittel nicht bezwingen – er feierte seinen vierten Shutout in der laufenden Meisterschaft. In der 56. Minute rettete er spektakulär gegen Tomas Tatar.
In der 51. Minute hätten die Gäste das 2:0 erzielen müssen, doch brachte Valentin Nussbaumer den Puck nach einer Vier‐gegen‐eins‐Situation nicht an Genoni vorbei. Das Verpasste holte Adam Tambellini 27,5 Sekunden vor Schluss mit einem Schuss ins leere Tor nach.
Damit erlitten die Zuger die zehnte Niederlage in Serie in den Playoffs. Es droht ihnen dasselbe Schicksal wie im vergangenen Jahr, als sie im Viertelfinal mit 0:4 Siegen an den Davosern scheiterten. 2024 kassierten sie im Halbfinal gegen die ZSC Lions einen Sweep.
Vor dem Rückstand war der EVZ dem 1:0 mehrfach sehr nahe gekommen. In der 14. Minute scheiterte Andreas Wingerli an der Latte, in der 26. Minute Mike Künzle am Pfosten. Bei letzterem war nach einem Konter und einem Querpass von Gregory Hofmann das Tor offen. Der Treffer von Knak gab den Gästen Auftrieb, und in der 34. Minute verhinderte nach einem Schuss von Nussbaumer der Pfosten das 2:0.
Die Zuger traten ohne ihren Topskorer Dominik Kubalik an; an seiner Stelle spielte Daniel Vozenilek. Bei den Bündnern war Brendon Lemieux überzählig gemeldet – der US-Kanadier hatte im ersten Spiel 87 Sekunden vor dem Ende per Ablenker das 3:3 erzielt. Das änderte jedoch nichts daran, dass die Davoser auch in dieser Partie einen Weg zum Sieg fanden.
Zug - Davos 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)
7450 Zuschauer. - SR Wiegand/Hungerbühler, Cattaneo/Bürgy.
Tore: 33. Knak (Zadina) 0:1. 60. (59:32) Tambellini 0:2 (ins leere Tor).
Strafen: je 2mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Hofmann; Stransky.
Zug: Genoni; Bengtsson, Tobias Geisser; Diaz, Sklenicka; Stadler, Riva; Wey, Guerra; Herzog, Kovar, Wingerli; Künzle, Tatar, Hofmann; Lindemann, Senteler, Vozenilek; Truog, Leuenberger, Eggenberger.
Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Gross; Knak, Asplund, Zadina; Frehner, Ryfors, Tambellini; Stransky, Nussbaumer, Kessler; Waidacher, Aebli, Egli, Parrée.
Bemerkungen: Zug ohne Martschini (verletzt) und Lilja (überzähliger Ausländer), Davos ohne Corvi, Gredig, Hollenstein (alle verletzt), Claesson, Lemieux und Taponen (alle überzählige Ausländer). Zug von 56:57 bis 59:32 ohne Torhüter.
Das ganze Programm von TV24, 3+ und oneplus findest du hier.
Swiss League
Qualifikationssieger Sierre steht in der Swiss League im Playoff-Final, während Visp im zweiten Halbfinal gegen La Chaux-de-Fonds wieder in Führung geht.
Sierre stand von 2004 bis 2006 dreimal in Folge im Final der damaligen NLB. Nach dem Konkurs 2013 kehrten die Walliser 2019 in die zweithöchste Liga zurück. Nun greifen sie mit Trainer Chris McSorley nach dem ersten Meistertitel in der Swiss League seit der Einführung der Playoffs 1985/86.
Sierre gewann das fünfte Halbfinalspiel gegen Olten zu Hause 2:1 nach Verlängerung und entschied die Best-of-7-Serie mit 4:1 zu seinen Gunsten. Den entscheidenden Treffer schoss Stéphane Patry in der 74. Minute.
Visp reagierte auf die 1:7-Niederlage in La Chaux-de-Fonds am Freitag mit einem 5:1-Sieg vor heimischem Publikum und führt in der Serie mit 3:2. Andy Rytz (23.), Dario Burgener (25.) und Noah Fuss (26.) erhöhten mit drei Toren innerhalb von 178 Sekunden auf 4:0. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Damit benötigen die Walliser noch einen Sieg, um – wie im Vorjahr – den Meisterpokal der Swiss League in die Höhe zu stemmen. Im Gegensatz zu Sierre sind sowohl Visp als auch La Chaux-de-Fonds für den Aufstieg in die National League berechtigt.
Sierre - Olten 2:1 (0:0, 1:1, 0:0, 1:0) n.V.
3648 Zuschauer. - SR Castelli/Gäumann, Muggli/Baumgartner.
Tore: 23. Veckaktins (Mazzola, Cjunskis) 1:0. 35. Janett (Bonvin, Kaser) 1:1. 74. Patry (Higgins, Kast) 2:1.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Sierre, 5mal 2 Minuten gegen Olten
Visp - La Chaux-de-Fonds 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)
3752 Zuschauer. - SR Müller/Jordi, Wermeille/Dufner.
Tore: 9. Ryser (Eigenmann) 1:0. 23. Ritz (Lehmann, Brüschweiler) 2:0. 25. (24:23) Burgener (Eigenmann, Wüest) 3:0. 26. (25:49) Fuss (Lurati) 4:0. 46. Molin (Lindquist/Powerplaytor) 4:1. 58. Marchon (Ritz) 5:1.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Visp, 4mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds. (abu/sda)
