Titelverteidiger ZSC startet mit einem Sieg in die Playoffs + Puljujärvi erlöst Servette
ZSC Lions – Lugano 3:0
Die ZSC Lions gewinnen zum Auftakt der Viertelfinalserie gegen Lugano 3:0. Die Tessiner sind allerdings ein absolut ebenbürtiger Gegner.
Acht Jahre ist es mittlerweile her, dass das einst «Grande Lugano» eine Playoffserie gewonnen hat. Mit den ZSC Lions haben sie nun die vielleicht grösstmögliche Hürde, um diese Negativserie zu beenden. Unter dem schwedischen Trainer Tomas Mitell sind die Tessiner aber ein unangenehmer Gegner geworden, das bekamen am Samstagabend auch die Zürcher zu spüren.
Sie mussten sich zum Teil sogar dominieren lassen, erst nach dem 2:0 durch Derek Grant gut zehn Minuten vor Schluss konnte der Titelverteidiger etwas durchschnaufen. Das dritte Tor erzielte dann nochmal Malgin ins leere Gehäuse.
Viel hatten sie vor dem Start der Playoffs bei den ZSC Lions davon gesprochen, wie wichtig auf dem Weg zu einem möglichen dritten Meistertitel in Serie die Rückkehr einiger zuletzt verletzter Leistungsträger sei. Und Denis Malgin brauchte nicht einmal vier Minuten, um die These zu bestätigen.
In seiner unnachahmlichen Art zog der begnadete Techniker in der Mittelzone los, liess alle stehen und traf zum 1:0 für die Zürcher. Es war allerdings kein Startschuss zu einem spektakulären Sturmlauf, im Gegenteil.
Der ZSC konnte sich beim starken Goalie Simon Hrubec bedanken, dass es keinen Fehlstart in die Playoffs gab. Der Tscheche wehrte 24 Schüsse ab und hatte bei einem Penalty, den Luca Fazzini im Mitteldrittel an den Pfosten setzte, auch das nötige Glück.
ZSC Lions - Lugano 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)
12000 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Gerber, Steenstra (CAN)/Humair.
Tore: 4. Malgin (Andrighetto) 1:0. 50. Grant (Balcers, Andrighetto) 2:0. 59. Malgin 3:0 (ins leere Tor).
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen ZSC Lions, 2mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Fazzini.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Schreiber.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Brian Zanetti; Simion, Thürkauf, Sekac; Fazzini, Sanford, Canonica; Kupari, Tanner, Emanuelsson; Marco Zanetti, Morini, Bertaggia; Aleksi Peltonen.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Bader (verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Perlini und Valk (beide überzählige Ausländer). Lugano von 57:11 bis 58:48 ohne Torhüter.
Genf-Servette – Lausanne 1:0
Fast 59 Minuten dauert es, ehe im Playoff-Viertelfinal zwischen Servette und Lausanne das erste Tor fällt. Das 1:0 durch Jesse Puljujärvi ist die Entscheidung.
Erstmals gibt es in den Playoffs ein Léman-Derby, und die Fans in der ausverkauften Les-Vernets-Halle in Genf mussten lange waren, ehe sie ein erstes Mal jubeln konnten. Als männiglich sich bereits auf eine Verlängerung einstellte, passte Roger Karrer auf Jesse Puljujärvi und der Finne traf 1:16 Minuten vor Schluss zum Sieg.
Servette und Lausanne hatten sich den erwartet intensiven Kampf geliefert. Lausannes Coach Geoff Ward hatte sich für eine Aufstellung mit fünf ausländischen Verteidigern entschieden, dennoch kam offensiv relativ wenig. 17 Schüsse brachten die Waadtländer auf das Tor des gewohnt sicheren Stéphane Charlin.
Weit entfernt ist für die Genfer der schwierige Saisonstart mit einer 0:11-Klatsche in Lausanne Mitte September als negativem Höhepunkt. Unter Coach Ville Peltonen sind sie aber wieder zu einer soliden Einheit geworden, beendeten die Qualifikation im 3. Rang und sicherten sich so den wichtigen Heimvorteil. In der heimischen Arena, in der Lausanne in den Playoffs der letzten zwei Jahren eine Macht war, dürften die «Löwen» am Montag aber offensiv etwas mehr versuchen.
Genève-Servette - Lausanne 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)
7135 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Piechaczek (GER), Altmann/Duc.
Tor: 59. Puljujärvi (Karrer) 1:0.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne.
PostFinance-Topskorer: Granlund; Czarnik.
Genève-Servette: Charlin; Rutta, Berni; Saarijärvi, Chanton; Karrer, Le Coultre; Sutter; Puljujärvi, Manninen, Granlund; Praplan, Jooris, Vesey; Bozon, Pouliot, Hischier; Miranda, Verboon, Rod; Ignatavicius.
Lausanne: Pasche; Heldner, Brännström; Baragano, Marti; Nathan Vouardoux, Fiedler; Haas, Sansonnens; Fuchs, Rochette, Oksanen; Kahun, Suomela, Douay; Riat, Czarnik, Caggiula; Prassl, Jäger, Zehnder.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Richard (verletzt) und Brassard (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Niku (überzähliger Ausländer). Lausanne ab 59:17 ohne Torhüter.
Ambri – Ajoie 5:3
Erst in einem chaotischen Schlussdrittel wendet Ambri-Piotta einen Fehlstart ins Playout gegen Ajoie ab. Der 5:3-Sieg ist hart erkämpft.
Innert dreieinhalb Minuten vom 1:2 zum 3:2, eineinhalb Minuten später der Ausgleich und weitere 63 Sekunden danach die neuerliche Führung zum 4:3. Die Zuschauer erlebten in der Schlussphase ein Spektakel, das zeigte, warum die beiden Teams in der abgelaufenen Qualifikation das Ende der Tabelle zierten. Das 4:3 durch Dominic Zwerger hatte aber am Ende Bestand, es folgte noch ein weiterer Treffer ins leere Tor.
Das Playout zwischen dem in diesem Jahr von Turbulenzen durchgeschüttelten Ambri-Piotta und dem notorischen Tabellenletzten Ajoie dürfte zu einem Nervenspiel werden. Zum Auftakt der Best-of-7-Serie konnten die Leventiner in der Gottardo Arena ihre grössere spielerische Klasse kaum ausspielen.
Am Ende zeigten sie aber Moral und eine klare Leistungssteigerung im Schlussdrittel. Ein Selbstläufer ist das Playout, in dem es darum geht, nicht in einer Ligaqualifikation gegen den Abstieg spielen zu müssen, alles andere als ein Selbstläufer.
Ambri-Piotta - Ajoie 5:3 (1:0, 0:2, 4:1)
6357 Zuschauer. - SR Wiegand/Ströbel, Stalder/Francey.
Tore: 10. De Luca (Zwerger, Heim/Powerplaytor) 1:0. 32. Devos (Turkulainen, Nättinen/Powerplaytor) 1:1. 38. Berthoud (Wick) 1:2. 48. Tierney (Borradori, Bürgler) 2:2. 51. De Luca 3:2. 53. (52:38) Nättinen (Gauthier, Turkulainen) 3:3. 54. (53:41) Zwerger (Heim) 4:3. 59. Kostner (Formenton, Philip Wüthrich) 5:3 (ins leere Tor).
Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Joly; Honka.
Ambri-Piotta: Philip Wüthrich; Dario Wüthrich, Virtanen; Heed, Bachmann; Zgraggen, Zaccheo Dotti; Isacco Dotti; Joly, Manix Landry, Formenton; Zwerger, Heim, De Luca; Bürgler, Tierney, Borradori; Grassi, Kostner, Lukas Landry; Muggli.
Ajoie: Keller; Honka, Reunanen; Christe, Fey; Berthoud, Pilet; Thiry; Turkulainen, Gauthier, Nättinen; Wick, Devos, Mottet; Robin, Romanenghi, Pedretti; Sopa, Schläpfer, Cavalleri; Pouilly.
Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Müller (gesperrt), Ajoie ohne Bozon, Conz, Fischer, Friman, Garessus, Patenaude (alle verletzt), Bellemare, Hazen und Stukel (alle überzählige Ausländer). Ajoie von 58:22 bis 59:00 ohne Torhüter. (riz/sda)
Das ganze Programm von TV24, 3+ und oneplus findest du hier.
