Der FCB viel zu harmlos – Sion gewinnt erstmals seit 1997 wieder ein Ligaspiel in Basel
42 Mal in Folge versuchte Sion vergeblich, die Festung St. Jakob-Park im Rahmen eines Meisterschaftsspiels einzunehmen. Nun klappte es im 43. Anlauf.
Am Ursprung des Sieges stand Rilind Nivokazi. Der 26-jährige Kosovare traf in der 24. Minute zum 1:0 für die Gäste. Für den Stürmer, der im Sommer aus Bellinzona zu den Wallisern stiess, war es bereits der 13. Saisontreffer. Die Vorentscheidung in einer Partie mit wenigen Torraumszenen gelang Josias Lukembila nach einer Spielstunde. Er bezwang Marwin Hitz aus 16 Metern.
Moritz Broschinski verpasste es, das Spiel rund eine Viertelstunde vor dem Ende nochmals spannend zu machen. Der deutsche Stürmer in Diensten der Basler scheiterte vom Penaltypunkt an Anthony Racioppi.
Sion überholte mit dem dritten Sieg in Folge den FCB, der die verletzungsbedingte Abwesenheit von Xherdan Shaqiri nicht kaschieren konnte, erst mit dem Rücken zur Wand aufdrehte und die erste Heimniederlage gegen Sion seit beinahe 30 Jahren kassierte. Beim letzten Walliser Meisterschaftssieg am Rheinknie im August 1997 – damals noch in der NLA – traf übrigens ein gewisser Didier Tholot. Der Franzose steht bei Sion seit 2023 an der Seitenlinie.
Basel - Sion 0:2 (0:1)
26'502 Zuschauer. - SR Fähndrich.
Tore: 24. Nivokazi (Chouaref) 0:1. 60. Lukembila (Lavanchy) 0:2.
Basel: Hitz; Rüegg, Omeragic (46. Vouilloz), Daniliuc, Cissé (61. Schmid); Koindredi (61. Soticek), Metinho; Duranville (71. Broschinski), Bacanin, Traoré; Ajeti (46. Koloto).
Sion: Racioppi; Lavanchy, Hajrizi, Kronig, Hefti; Kabacalman (85. Sow), Baltazar Costa; Kololli (65. Surdez), Lukembila (65. Berdayes), Chouaref (80. Chipperfield); Nivokazi (80. Boteli).
Bemerkungen: 74. Racioppi hält Penalty von Broschinski. Verwarnungen: 73. Hajrizi. (abu/sda)
